Neuen Netzbetreiber wählen

Handyvertrag kündigen und Mobilfunkanbieter wechseln

Sie sind Ihren Mobilfunkprovider leid? Mit den folgenden Tipps klappen Kündigung und der Wechsel zu einem neuen Netzbetreiber reibungslos.

Vertrag unterzeichnen

© Gajus / shutterstock.com

Handyvertrag kündigen - das müssen Sie beachten

Sofortige Portierung 

Seit der Novellierung des Telekommunikationsgesetz​es 2012 erlaubt der Gesetzgeber auch eine sofortige Portierung – Sie können jederzeit aus einem laufenden Mobilfunkvertrag Ihre Rufnummer zu einem neuen Anbieter umziehen. Dazu beantragen Sie beim bisherigen Provider per Hotline oder via Internet eine sofortige Portierung der Nummer und kündigen den alten Vertrag am besten gleich schriftlich.

Die monatliche Grundgebühr des noch gültigen Vertrags müssen Sie freilich bis Vertragsende weiterzahlen. Zudem kann der alte Betreiber bis zu 30 Euro Gebühr verlangen.​

Beim neuen Anbieter schließen Sie einen Vertrag mit sofortiger Rufnummernmitnahme ab. Binnen 30 Tagen muss der neue Anbieter einen Antrag auf Portierung bei Ihrem alten Betreiber gestellt haben. Über den genauen Umzugstermin informiert Sie der neue Dienstleister per SMS.

Für den Wechselprozess sollten Sie mindestens sieben Arbeitstage einplanen. Informieren Sie Ihre Bekannten, dass Sie in einem neuen Netz funken – denn nicht jeder hat eine Sprachflat in alle Netze.​

Portieren bei Prepaid 

Auch Prepaid-Nummern können portiert werden. Dabei bieten nahezu alle Provider den Übertrag der Rufnummer auf einen neuen Laufzeitvertrag. Nur bei einigen Discountern ist dies nicht möglich.

Wichtig: Wer seine Nummer behalten will, muss beim alten Anbieter eine Verzichtserklärung abgeben. Allerdings heißt das auch, dass ein vorhandenes Guthaben damit verfällt.

Damit beim Wechsel nichts schiefgeht, sollten Sie bei der Bestellung einer neuen Prepaid-Karte auf korrekte Daten achten: Der Inhaber der alten Prepaid-Nummer muss mit dem zu portierenden Kunden identisch sein. Daher sollte man noch vor dem Nummernumzug beim alten Anbieter die persönlichen Daten wie Vor- und Nachname sowie das Geburtsdatum abgleichen.

Wichtig ist: Auch bei Prepaidkarten fallen für die Nummernmitnahme Kosten von bis zu 30 Euro an. Die Gebühr zieht der alte Anbieter vom Guthaben ab – es sollte also genügend Bares aufgebucht sein, sonst können Sie nicht portiert werden.​

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Sonderkündigungsrecht 

Einen Handyvertrag zeitnah zu kündigen ist gar nicht so einfach. Oft sind schon in den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) des Anbieters mehrmonatige Kündigungsfristen festgeschrieben, und günstige Angebote gibt es sowieso nur mit langen Mindestlaufzeiten. Gründe, die eine außerordentliche Kündigung des Handyvertrags rechtfertigen, gibt es hingegen nur wenige.

Kunden, die Privatinsolvenz anmelden mussten, haben es noch verhältnismäßig einfach. Sie entlässt der Mobilfunkanbieter schon aus eigenen finanziellen Interessen ohne Weiteres aus dem Vertrag. Wer unter Berufung auf das Sonderkündigungsrecht seinen Handyvertrag kündigen will, muss jedoch immer belegen können, dass ein wichtiger Grund vorliegt. Steht das in Zweifel, muss der Kunde auf die Kulanz des Unternehmens hoffen. Der Vertrag kann jedoch auch vom Anbieter vorzeitig gekündigt werden, wenn der Nutzer gegen Regeln und Pflichten der AGB verstoßen hat. In diesen Fällen hat der Mobilfunker allerdings das Recht, finanziellen Ausgleich für entgangene Monatsbeträge einzufordern.​

Aboalarm und Volders

© Screenshot WEKA / connect

Wann läuft der Handy- oder Stromvertrag aus? Die Apps "Aboalarm" und "Volders" erinnern Sie daran. 

Hilfreiche Apps

Aboalarm

"Verträge schnell und einfach kündigen" - das verspricht die App "Aboalarm", die es für Android, iOS, Windows Phone und Amazons Kindle Fire gibt. Dank Erinnerungsfunktion verpassen Sie keine Fristen, können bequem per Klick kündigen und ein Kündigungsfax für 99 Cent an über 20.000 Anbieter direkt aus der App verschicken; als Kündigungsnachweis lässt sich dieses als PDF-Datei herunterladen.

Bei Bedarf können Sie sogar Widerrufsschreiben über Aboalarm versenden. Für registrierte Nutzer gibt’s ein weiteres Highlight: Die schlaue App scannt auf Wunsch die Bankabbuchungen des Kunden, erkennt dabei alle Abos und Verträge und zeigt binnen weniger Minuten alle Vertragskosten auf einen Blick an.

O2-Tipp: Paketwechsel

Quelle: O2
O2-Tipp: Paketwechsel

Volders

Mit der iOS-App kann man sich den dicken Aktenordner sparen: Das tüchtige Helferlein listet alle Verträge mit Restlaufzeit und Kündigungsdatum auf einen Blick auf. Der Benutzer wird per SMS, E-Mail oder Pushnachricht rechtzeitig an die Kündigungsfristen erinnert und kann daraufhin anhand unterschiedlicher Kündigungsvorlagen direkt aus der App fristgerecht kündigen.

Die Kündigung per Fax ist kostenlos, der Versand per Brief wird mit jeweils 2,50 Euro, per Einschreiben mit je fünf Euro berechnet. Wer will, kann seinen Vertrag über die App nicht nur kündigen, sondern auch verlängern oder sofern möglich in einen günstigeren Tarif wechseln.

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