Mit WLAN, Bewegungsmelder und Co.

IP-Kameras für Outdoor und Indoor: 6 Produkt-Tipps

IP-Cams, die per WLAN oder Kabel ins eigene Heimnetz integriert sind, zeichnen Bilder auf und senden Meldungen aufs Smartphone. Wir stellen 6 Kameras für Ihr Smart Home vor.

Kamera mit Sirene

© Ring

Moderne IP-Kameras zur Überwachung lassen sich gut in Smart-Home-Systeme integrieren. Hier im Bild: Die Ring Floodlight Cam.

Internetfähige IP-Kameras sind die einfachste Möglichkeit, das eigene Zuhause mittels Überwachung sicherer zu machen und sich gegen unerwünschte Eindringlinge zu wehren. Im Innenbereich stehen sie unauffällig in Regalen, draußen sind sie an der Wand befestigt und überwachen sensible Bereiche.

IP-Kameras übernehmen im Smart Home eine Wächterfunktion: Gelangt ein Besucher in ihr Blickfeld, starten sie eine Aufnahme und übertragen diese zumeist ins Internet in eine Cloud. Der Besitzer erhält zudem eine E-Mail oder einen Alarm aus der zur Kamera gehörenden App auf seinem Smartphone, kann die Aufnahme sofort sichten und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten.

Auf dem Markt sind IP-Kameras schon seit einigen Jahren. Der Vorteil der neuen Modelle liegt aber ganz klar in der Verbindung mit einer zugehörigen App in Kombination mit bei vielen Herstellern vorhandenen Clouddiensten. Natürlich gibt es nach wie vor Unterschiede in Funktionsumfang und Be­dienung.

Achtung: Die Rechtslage zum Datenschutz, die auch private Nutzer unbedingt beachten müssen: Outdoor-Kame­ras dürfen nur Privatgelände filmen und auch dort muss ein Hinweisschild auf die Überwachung hinweisen. In den eigenen vier Wänden müssen alle dort verkehrenden Personen (neben Familienmitgliedern etwa auch Reinigungshelfer oder Babysitter) über Einsatz und Standort der Kameras informiert werden. Einer Veröffentlichung der Bilder stehen nämlich die Persön­lichkeitsrechte der Gefilmten entgegen.

Tipp 1: Burg-Wächter BURGcam BULLET 304

Outddoor-Kamera mit guter Nachsichtweite

© Burg-Wächter

Die BugCam Bullet 304 erkennt nachts Bewegungen in einem Sichtfelt von bis zu 30 Metern.

Die Überwachungs- und Sicherheitskamera von Burg-Wächter ist sowohl für den Außen- als auch den Inneneinsatz geeignet und verbindet sich mit dem heimischen WLAN oder LAN. Die Einrichtung  der Kamera erfolgt dabei via PC, Laptop oder Smartphone. Die Steuerung selbst lässt sich per Burgcam App einfach am Smartphone erledigen. Über die App hat der Anwender auch Fernzugriff auf die Kamera.

Die Aufnahmen der Kamera, die durch Auslösen des integrierten Bewegungssensors starten, werden bei diesem Modell auf eine Micro-SD-Karte gespeichert. Dafür steht ein Kartenslot zur Verfügung, der mit einer Micro-SD-Karte bis maximal 128 GB befüllt werden kann. 

Die Burg-Wächter BURGcam BULLET 304 (bei Amazon ansehen) verfügt über einen 90-Grad-Blickwinkel und speichert Aufnahmen in 2K HD. Durch die integrierten Infrarot-LEDs liefert die Kamera zudem auch Nachtbilder aus einem Abstand von bis zu 30 m. Die 430 g leichte Kamera wird an der Wand befestigt und benötigt zum Betrieb einen Stromanschluss.

Tipp 2: Logitech Circle 2

Flexible In- und Outdoor-Kamera

© Logitech

Die Circle 2 ist durch verschiednee Halterungen flexibel sowohl innen als auch außen einsetzbar.

Die in ihrem Design gelungene Überwachungskamera Circle 2 von Logitech lässt sich wahlweise Innen oder außen positionieren und zeigt sich dabei sehr flexibel, da Logitech für das Modell diverse Halterungen für verschiedene Einsatzzwecke anbietet, so unter anderem eine Fensterhalterung oder eine Steckerhalterung für die Steckdose, so dass die Kamera sich auch in Bodennähe positionieren lässt.

Vor allem die sehr flexiblen Halterungen sind eher für die kabellose WIFI-Variante der Kamera sehr nützlich. Circle 2, wie schon erwähnt in einer kabelgebundenen und einer WiFi-Variante erhältlich, lässt sich einfach per App (für iOS und Android) einrichten und unkompliziert steuern. Alternativ steht auch eine Web-Plattform zur Verfügung. Zudem lässt sich Circle 2 per Alexa oder Google Assistant sowie Siri über die Homekit-Einbindung steuern.

Die Kamera enthält ein 180-Grad-Objektiv, auch digitales Zoomen ist möglich. Nachts schafft die Circle 2 Aufnahmen in einem Sichtfeld bis zu 4,5 m. In die Kamera integriert sind ein Lautsprecher sowie ein Mikrofon, so dass auch Kommunikation möglich ist. Für den Start der Aufnahme sorgt ein integrierter Bewegungsmelder.

Die Aufnahmen und auf Wunsch auch ein Live-Streaming in HD selbst werden verschlüsselt in der Webplattform gespeichert. Selbstverständlich ist auch bei Circle 2 (bei Amazon ansehen) eine Meldung via E-Mail oder App-Alarm einstellbar. Die WiFi-Kamera verfügt über einen Akku, muss also nicht permanent an eine Stromquelle angeschlossen sein.

Tipp 3: Ring Floodlight Cam

Ring Floodlight Cam

© Ring

Ring Floodlight Cam kommt mit integrierter Sirene, die auf Befehl mit 110 Dezibel loslegt.

Außenkamera oder doch schon halbes Einbrecherabwehrsystem? Die WLAN-Kamera Floodlight Cam von Ring hat neben der eigentlichen Kamera auch zwei Flutlichter, eine Alarmsirene sowie Zwei-Wege-Audio integriert. Die Kamera wird fest an einer Außenwand montiert und benötigt eine Stromversorgung. Zwar ein Aufwand, aber dafür bietet die App-gesteuerte Kamera auch einiges.

Neben einem 270-Grad-Sichtfeld und einem Bewegungssensor mit Gesichts- und Objekterkennung sowie Nachtsicht sorgen zwei helle Flutlichter sowie ein fernsteuerbarer Alarm mit satten 110 Dezibel für genug Abschreckung möglicher Eindringlinge. Die Aufnahmen in 1080p HD lassen sich in der Ring-Cloud speichern, über die auch die Benachrichtigung und die Live-Übertragung nach einer Meldung läuft.

Wer Aufnahmen speichern und später ansehen möchte, muss für den Speicherplatz allerdings ein Abo abschließen. Ansonsten läuft die Ansicht live über die App, über die sich auch der Alarm auslösen oder die 2-Wege-Kommunikation aktivieren lässt.

Neben der Steuerung per App lässt sich die Ring Floodlight Cam (bei Amazon ansehen)​ auch über Alexa oder IFTTT zusammen mit Produkten anderer Hersteller in ein Szenario einbinden. Die Kamera benötigt in jedem Fall ein stabiles WLAN mit einer Mindest-Upload-Geschwindigkeit von 1 Mbps, der Hersteller empfiehlt jedoch 2 Mbps für optimale Leistung. 

Tipp 4: Netatmo Welcome

Kamera mit Gesichtserkennung

© Netatmo

Welcome verfügt über eine Gesichtserkennung, mit der sich die Überwachung für bestimmte Personen ausschließen lässt.

Die Netatmo Welcome ist eine Indoor-Sicherheitskamera, die sich im Innenbereich unkompliziert aufstellen lässt. Lediglich eine Steckdose sollte in der Nähe sein. Die Einrichtung erfolgt über die Netatmo-App, anschließend lässt sich die Kamera sofort in Betrieb nehmen.

Besonderheit bei Netatmo Welcome: Die Kamera verfügt über eine Gesichtserkennung, was nicht nur ermöglicht, Einbrecher zu identifizieren, sondern auch Personen via Gesichtserkennung auszuschließen. Das heißt, kommen Familienmitglieder oder andere Personen, die Zugangsberechtigung haben, in den Bereich der Welcome, werden keine Videoaufzeichnungen gestartet.

Startet die Kamera dank Bewegungssensor eine Full-HD-Aufnahme, erhält der Anwender sofort Meldung plus Aufnahme des Gesichts auf sein Smartphone. Außerdem erkennt die Kamera auch Haustiere, so dass Fehlalarme durch falsche Meldungen weitestgehend vermieden werden.

Die Aufnahmen lassen sich automatisch auf einer bereits im Umfang der Kamera enthaltenen Micro-SD-Karte speichern, alternativ lassen sich diese auch auf dem eigenen Dropbox-Cloudspeicher oder FTP-Server lagern. Netatmo Welcome (bei Amazon ansehen) ist kompatibel zu Google Assistant und HomeKit.

Lesetipp: LED-Streifen für WLAN, ZigBee & Bluetooth - 5 Produkt-Tipps

Tipp 5: Netatmo Presence

Outdoor-Kamera mit IP-Verbindung

© Netatmo

Netatmo Presence wird wie eine Außenlampe montiert und erkennt sogar Fahrzeuge.

Netatmo hat natürlich auch eine smarte Außenkamera im Programm, die zwischen Menschen, Fahrzeugen und Tieren unterscheiden kann und dann Alarm gibt, wenn sich unbefugte Personen oder ein unbekanntes Fahrzeug im Blickbereich der Kamera aufhalten.

Nach einer Meldung an die Netatmo-App lässt sich ein Live-Stream anzeigen. Gespeichert werden die Aufnahmen auf Micro-SD-Karte, die mit 8 GB beiliegt. Nachtaufnahmen sind durch die verbauten Infrarot-LEDs ebenfalls möglich.

Die Netatmo Presence (bei Amazon ansehen)​ wird anstelle einer herkömmlichen Beleuchtung montiert und verkabelt und läuft via WLAN. Gesteuert wird sie per App, Webapp oder via Google Assistant oder Siri über Homekit.

Tipp 6: Burg-Wächter Dome

WLAN Kamera

© Burg-Wächter

Dome von Burg-Wächter lässt sich ins WLAN einbinden und ist für innen und außen geeignet.

Die WLAN-Kamera Dome des Herstellers Burg-Wächter ist sowohl für den Innen- als auch Außenbereich einsetzbar und überwacht mit einer über 3 Achsen einstellbaren Kamera mit 90 Grad Blickwinkel Räume oder bestimmte Bereiche der Außenanlage.  Die Kamera ist mit einem bewegungssensor ausgestattet und kann durch die eingebauten Infrarot-LEDs auch nachts Aufnahmen in einer Entfernung bis zu 30 Meter liefern.

Ins Netzwerk einbinden lässt sich Dome entweder per LAN oder - komfortabler - per WLAN. Per Webbowser oder App ist ein lokaler Zugriff möglich, unterwegs lässt sich die Kamera per App ansteuern.

Durch die Bewegungserkennung wird die Kamera aktiviert, die Meldung erfolgt mit Bild per Push-Mail aufs Smartphone. Über die App lässt sich das Live-Streaming aufrufen, so dass der Nutzer direkt sehen kann, was passiert. Um Videoaufzeichnungen und Schnappschüsse aufzeichnen zu können, kann eine Micro-SD-Karte als Speicher in der Kamera genutzt werden.

Die Montage der Kamera erfolgt entweder an einer Wand oder Decke per Dübel, die Stromversorgung erfolgt über das Netzteil der Kamera. 

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