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Smart-Home: Zentrale Steuerung mit Apple HomeKit

Steuerzentrale für smarte Geräte

© WEKA MEDIA PUBLISHING, Hersteller

Zentrale Lösungen führen einzelne Smart-Home-Geräte zusammen.

Zertifizierte Geräte

Auf vielen Smart-Home-Pro­dukten prangt der Schriftzug „Works with Apple HomeKit“. Die Auswahl reicht von drahtlosen LED-Lampen über Funkthermostate, Luftsensoren und Rauchmeldern bis hin zu Überwachungskameras. Einen Überblick gibt die Webseite www.apple.de/homekit. Alle so gekennzeichneten Geräte haben eines gemeinsam: Die Home-App von Apple kann sie nach der Installation zu einem Smart-Home-System verbinden. Dann reagieren die Produkte gemeinsam auf Befehle oder lösen ­untereinander Aktionen aus. Nach dem Motto: Wenn der Sensor von Hersteller A eine Bewegung feststellt, schaltet sich automatisch die Steckdose von Hersteller B ein. Szenen und Regeln dafür legt die Home-App gleich mit an. Es kommt aber auch jede andere HomeKit-Software aus dem App Store dafür in Frage. Besonders interessant: Eve. Der Hersteller Eve Systems bietet das Programm kostenlos zu seinen gleichnamigen Geräten an. Es bietet einen größeren Funktionsumfang als die Home-App.

Universelle Steuerung

Die Kommunikation im HomeKit-Netzwerk läuft verschlüsselt über die iCloud von Apple ab. Alle Geräte, die mit der Apple ID des Nutzers angemeldet sind, werden automatisch ein Teil der Haussteuerung.So klappt die Bedienung nicht nur vom iPhone oder iPad aus, sondern auch mit der Apple Watch. Seit  MacOS 10.14 (Mojave) gibt es die Home-App außerdem auf Apple-Computern. Die Sprachassistentin Siri kann Smart-Home-Szenen auf Zuruf starten. Wichtig: Für die Automatisierung mit Regeln und den Zugriff von unterwegs aus, ist eine HomeKit-Zentrale nötig

Unzertifizierte Geräte

Die Liste HomeKit-kompatibler Geräte wächst recht langsam. Viele beliebte Smart-Home-Produkte sind noch nicht zertifiziert und werden es vielleicht nie sein. Doch es gibt Wege, sie trotzdem mit der iCoud von Apple zu verbinden. 

Brücken-Technologie

Der bequeme Weg: eine zusätzliche Basisstation, auch Bridge genannt, die den Kontakt zur Apple-Welt herstellt. Das Smart-Home-System Homee  kann diese Aufgabe übernehmen. Seine Zentrale reicht verbundene Geräte an HomeKit weiter. Die Funktion hat offi-ziell noch Beta-Status, arbeitet aber schon sehr zuverlässig. Mit ihrer Hilfe lassen sich etwa Wemo-Steckdosen von Belkin über die iCloud steuern. Auch Steckdosen an einer Fritzbox oder Heizkörperregler, die am AVM-Router angemeldet sind, erscheinen in HomeKit, sobald sie in den Einstellungen von Homee freigegeben sind. Allerdings funktioniert das nicht mit allen Geräten. Netatmo-Produkte wie die Wetterstation behält Homee zum Beispiel für sich.Wer Spaß am Experimentieren hat und vor etwas Bastelarbeit nicht zurückschreckt, kann die HomeKit-Bridge selbst bauen. An Hardware benötigt er dafür einen Raspberry Pi – vorzugsweise in der aktuellen Version B Plus (B+). Der Mini-Computer kostet mit Zubehör wie Netzteil und Gehäuse zwischen 70 und 80 Euro.Nach dem Zusammenbauen erhält er sein Betriebssystem auf einer Speicherkarte. Anleitungen dafür gibt es im Internet. Dann ist die Software Homebridge dran. Sie stellt die Verbindung zum Smart-Home von Apple her. Spätestens jetzt wird es für Laien ohne IT-Kenntnisse recht kompliziert.  

Homebridge per App

Es geht auch einfacher. Die iPhone-App „Homebridge for Raspberry Pi“ richtet das Programm von selbst auf dem Computer ein. Danach stellen so genannte Plug-ins die Verbindung zu Geräten im Smart-Home her. Einige der Software-Erweiterungen bietet dieHomebridge-App gleich an – etwa für die Fritzbox, Logitech Harmony, Sonos und Wemo. Andere werden über spezielle Installationsbefehle aus dem Internet geladen. Das kostet mehr Zeit und manchmal auch Nerven als die Installation eines zertifizierten HomeKit-Produkts. Wer seinen ganzen Gerätepark mit Siri & Co. steuern will, kommt um diesen zusätzlichen Aufwand aber nicht herum. 

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