Apps, Online-Dienste und Geräte

Smart-Home: Zentrale Steuerung per Cloud-Dienst

Conrad Connect

Steuerung via Cloud

© Conrad Connect

Das Dashboard von Conrad Connect zeigt den Betriebszustand im Browser-Fenster an. Auch Regeln ­lassen sich starten.

Conrad bezeichnet seinen Online-Dienst als „IoT-Plattform für ein smarteres Leben“. Das ist nicht übertrieben: Mehr als 50 Hersteller und Dienste unterstützt das Angebot – neben Smart-Home-Produkten auch Fitness-Tracker, Energieverbrauchsmesser und den Minicomputer Raspberry Pi. Weitere Verbindungen kommen – falls nötig – über eine Anmeldung bei IFTTT zustande. Conrad Connect verschickt SMS-Nachrichten und kann den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten analysieren.

Wesentlicher Unterschied zum internationalen Pendant IFTTT: Der Conrad-Dienst erlaubt mehrere Geräte pro Regel. Bis zu acht Elemente darf ein so genanntes Projekt in der kostenlosen Version enthalten. Die Erweiterung auf 18 Elemente kostet 1,49 Euro im Monat.

Hilfe für Einsteiger

Grundkenntnisse in digitaler Logik können nicht schaden. Damit erschließen sich Verknüpfungen wie „and“ oder „nand“ (Englisch für „not and“) im Editor leichter. Zum Einstieg lohnt ein Blick auf die Projekte anderer Teilnehmer. Conrad Connect bietet sie in einem eigenen Bereich zum Import an. Jeder Nutzer kann seine Regeln hier als Vorlagen veröffentlichen. Positiver Nebeneffekt: Veröffentlichte Projekte zählen nicht zum kostenlosen Freikontingent. Wer seine Regeln für sich behält, muss ab dem vierten Projekt bezahlen. Sollte es trotz Vorlagen einmal nicht weitergehen, hilft die Online-Community: Conrad unterhält zu diesem Zweck ein eigenes Diskussionsforum im Internet.

IFTTT

Der Cloud-Dienst ifttt.com hat das Wenn-dann-Prinzip nicht erfunden – aber perfektioniert. Seine Regeln verbinden auf einfache Weise zwei Produkte miteinander.Das erste dient dabei als Auslöser: Wenn ein bestimmter Zustand eintritt, etwa die Sonne untergeht oder der Bewegungsmelder anschlägt, ist sein Zweck erfüllt. Dann tritt Teil zwei der Anweisung in Kraft. Der führt die gewünschte Aktion aus und schaltet zum Beispiel das Licht ein. Damit Heimvernetzer ihre Geräte im Menü direkt auswählen können, hat IFTTT die Verknüpfungen zu vielen Produkten und Diensten schon vorbereitet. Eine Anmeldung mit den Zugangsdaten für Hue, ­Sonos, Tado & Co. genügt. Die Hersteller bezahlen Lizenzgebühren an IFTTT, weshalb der Service für Nutzer kostenlos ist.

Zwei Möglichkeiten

Die Regeln zu unterstützten Produkten – in ­IFTTT Applets genannt – sind schnell erstellt. Etwas komplizierter wird es, wenn die direkte Verbindung zum Hersteller fehlt. Dann kommen so genannte Webhooks ins Spiel. Sie steuern Geräte, die IFTTT selbst nicht kennt.Der Online-Dienst ruft dabei eine Webadresse auf, über die das Zielgerät im Internet erreichbar ist. Smart-Home-Systeme wie Devolo Home Control oder Homee (siehe Seite 15) erzeugen auf Wunsch solche Webhooks. Sie bestehen aus einer zufälligen Zeichenfolge und starten eine programmierte Aktion im Smart-Home-System. IFTTT liefert also nur den Auslöser, das System zu Hause erledigt den Rest.Der Webhook umgeht auch eine prinzipielle Einschränkung von IFTTT: Mit jeder Wenn-dann-Beziehung kann der Dienst nur ein Gerät steuern. Für mehrere parallele Aktionen sind entsprechend vieleApplets nötig, die dann nacheinander abgearbeitet werden.

Alternative: Stringify

Die Startseite von Stringify am Computer erinnert ein wenig an Conrad Connect. Allerdings sind die Funktionen im Browser stark eingeschränkt. Um Regeln für die Automatisierung zu erstellen, muss die Smartphone-App ran (rechts). Dort stehen ­Produkte wie Philips Hue, ­Honeywell, Lifx, Logitech Harmony, Netatmo und Ring zur Verfügung – auch in Kombination. Bei IFTTT ist die Auswahl unterstützter Geräte größer; Conrad Connect bietet mehr Funktionen.

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