Apps, Online-Dienste und Geräte

Smart-Home: Zentrale Steuerung mit Apps

iHaus

Die deutsche App ­gewinnt vielleicht keinen Designpreis. Mit ihr haben ­Heimvernetzer aber alles im Griff. iHaus​ kommt nicht ohne die Cloud aus. Wie Yonomi und andere Apps dieser Art verlangt das Programm eine Internet-Verbindung. Allerdings stehen die Server dafür in Deutschland. Wer Produkte wie Philips Hue oder ­Sonos nutzt, die kein externes Rechenzentrum benötigen, überträgt keine Daten ins Ausland.Das ändert sich, wenn Amazon Alexa und weitere US-Dienste ins Spiel kommen – zum Beispiel die iCloud von Apple. Denn iHaus bedient sich eines Tricks, um mehr Produkte steuern zu könnnen: Die iOS-Version der App zapft eine vorhandene HomeKit-Installation an und übernimmt deren ­Geräte. So gelangen auch Thermostate von Honeywell und Tado oder Lifx-Lampen auf den iHaus-Server. Android-User müssen zum Einrichten dann aber ein Apple-Gerät verwenden. Es stellt einmalig die Verbindung zu HomeKit her. 

Komplettlösung

Ein variabler Startbildschirm zeigt das Smart-Home auf einen Blick. Verbundene Geräte können einzelnen Räumen zugeordnet werden. Die App reiht sie nebeneinander auf. Was nicht aufs Display passt, ist mit einem Wischen erreichbar.Der lange Druck auf ein Bildschirmsymbol öffnet erweiterte Einstellungen oder die jeweilige Regel (links). Im Alltag genügt kurzes Antippen, um etwa das Licht zu schalten oder die Wiedergabe auf einem Sonos-System zu starten.So kann ein ausrangiertes iPad oder Android-Tablet zu Hause als Bedientableau dienen. Es sollte nur genügend Rechenleistung haben. Ein Haus mit vielen Geräten zwingt den Prozessor sonst in die Knie.  

Steuerzentrale auf dem Tablet

© iHaus

Verbundene Geräte und programmierte Abläufe erscheinen in der iHaus-App als Kacheln am Bildschirm.

Yonomi

Die App Yonomi​ kommt aus den USA. Das zeigt schon die Liste unterstützter Geräte: Thermostate von Nest und Ecobee stehen darauf ganz oben, ebenso Türschlösser von August und Schlage. Die europäischen Pendants Tado und Nuki fehlen dagegen in der Auswahl. Trotzdem bringt die App noch genügend spannende Produkte zusammen. Allein die Verbindung mit dem Harmony-Hub von Logi­tech gewährt Zugriff auf viele Tausend Unterhaltungselektronik-Geräte. So kann eine Regel – in Yonomi Routine genannt – etwa das Wohnzimmer für den Kinoabend vorbereiten: Sie dimmt das Licht und regelt die Heizung, schaltet Fernseher und AV-Receiver ein, während der Zwischenstecker in der Küche die Popcorn-Maschine anfeuert.

Vollautomatisch

Die Handhabung unterscheidet sich vom iHaus-Konzept. Während die deutsche App dem Nutzer eine komplette Bedienoberfläche in die Hand gibt, konzentriert sich Yonomi auf Regeln.Es gibt zwar Steuerelemente, die  etwa Hue-Lampen steuern oder Sonos-Lautsprecher bedienen können, die Programmierer haben sie aber in Untermenüs versteckt. Ihr völlig schmuckloses Design macht die Bedienung von Hand nicht unbedingt attraktiver.Die Strategie ist klar: Der Nutzer soll für seine Zwecke lieber Routinen anlegen. Die Regeln arbeiten wie üblich nach dem Wenn-dann-Prinzip und erscheinen als Symbole auf dem Startbildschirm (unten). Sie lassen sich per Fingertipp oder mit Sprachbefehlen starten.

Nützliche Funktionen

Die Möglichkeiten zur Automatisierung sind umfangreich. So kann jede Routine beliebig viele Geräte und Bedingungen enthalten. Für Sonos-Lautsprecher steht neben den üblichen Befehlen Play, Pause  und Lautstärke auch die Auswahl von Musikquellen aus der Favoritenliste zur Verfügung. Außerdem kann Yonomi als einzige Lösung in diesem Vergleich automatisch Lautsprechergruppen bilden und wieder trennen.Im Test von connect@home reagierten Sonos-Geräte nach ihrem Update auf die Software-Version 9.1 nicht mehr. Der Yonomi-Support konnte das Problem beheben. Das Beispiel zeigt aber, wie viel Aufwand die Pflege solcher Smart-Home-Plattformen für den Anbieter bedeutet. ­Jedes Geräte-Update kann die Funktion stören.

Weitere Apps

Home Sense 

Mit Philips Hue, Sonos, Nest und Lyric-Thermostaten von Honeywell ist die Produktauswahl von Home Sense begrenzt. Außerdem kostet jeder Hersteller in der App extra. 

Muzzley 

Die App Muzzley integriert viele FitnessProdukte. In Deutschland populäre Smart-Home-Geräte kommen zu kurz. Für Hue- und Osram-Lampen ist außerdem eine Funkzentrale des US-Herstellers Wink nötig.

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