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WLAN-Hotspots mit VPN-App nutzen: Freedome VPN vorgestellt

Hotspots findet man fast überall, in modernen Städten sogar im Stadtpark. Bei der Nutzung ist jedoch Vorsicht geboten. connect verrät an der Beispiel-App Freedome VPN, wie Sie im öffentlichen WLAN unterwegs sicher vor Hacker-Angriffen surfen.

VPN Datentunnel

© © psdesign1 / Fotolia.com

Mit einer Änderung des Telemediengesetzes vor gut einem Jahr fiel die sogenannte „Störerhaftung“: Wer einen Wi-Fi-Hotspot anbietet, haftet selbst nicht mehr für mögliche Rechtsverletzungen durch die Nutzer. Mit Entfall dieser Hemmschwelle wächst die Zahl der freien Internetzugänge in öffentlichen Einrichtungen, Museen und Cafés; Städte und Gemeinden decken vielerorts ihre Innenstädte mit WLAN ab, das gerne genutzt wird – schließlich schont man damit das eigene mobile Datenvolumen. 

Allerdings nicht ohne Gefahr. Unabhängig davon, ob für die Anmeldung ein Passwort einzugeben ist oder nicht: Kriminelle Zeitgenossen mit entsprechendem Know-how greifen in einem öffentlichen Netzwerk problemlos fremde Nutzerdaten ab. Vorrangiges Ziel sind Zugangscodes zu Mailkonten und Online-Banking. Zwar verwenden die Portale der Finanzdienstleister in der Regel das sichere Hypertext Transfer Protocol Secure (https); über eine „Man-in-the-Middle-Attacke“, bei der bereits das Portal des Dienstleisters täuschend echt nachgestellt wird, gelangen Angreifer jedoch auch in diesen Fällen an die begehrten Anmeldedaten.

Lese-Tipp: Hotspot sicher nutzen: So surfen sie sicher in öffentlichen WLANs

Davor sind natürlich auch Smartphones und Tablets nicht gefeit. Wer den heimtückischen Zeitgenossen keine Chance lassen will, tut gut daran, ein verschlüsseltes virtuelles privates Netzwerk (VPN) zu verwenden. Unternehmen nutzen die Technologie, um ihre Mitarbeiter sicher mit dem Firmen-Server zu verbinden, auch viele Hochschulen bieten ihren Studenten einen VPN-Zugang, um sie an öffentlichen Plätzen zu schützen. Den Verbindungsaufbau übernimmt auf Knopfdruck eine zuvor installierte Software, Anmeldedaten werden somit vor Ort nicht mehr preisgegeben. Steht die Verbindung, fungiert das genutzte öffentliche Wi-Fi im Grunde nur noch als Leitungskabel. Die durchlaufenden Daten sind für niemanden fassbar.

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Als Selbstständiger oder Privatperson hat man diese Möglichkeit normalerweise nicht. Es gibt aber eine Reihe von Dienstleistern, die diese Lücke schließen. Wir haben uns die Lösung Freedome VPN der finnischen Firma F-Secure angesehen. Als eines der führenden Unternehmen im Bereich Cyber-Sicherheit widmen sich die Skandinavier seit 30 Jahren dem Schutz von Endgeräten in privaten Haushalten und Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung rund um den Globus. Mit ihrem jüngsten Produkt Rapid Detection & Response (RDR) bieten die Finnen im diesjährigen Jubiläumsjahr den Schutz der gesamten Rechnerlandschaft eines Unternehmens als Managed-Service und sprechen damit auch Mittelständler mit beschränktem IT- und Sicherheits-Budget an.

Freedome VPN

Sicher im Hotspot - Freedom iPad Screen

© F-Secure / Screenshot & Montage: connect

Freedom VPN - Einfach und übersichtlich: Rechts werden die verfügbaren Einwahlknoten gelistet, links informiert eine Grafik über bereits erkannte potenzielle Gefahren und Trackingversuche, die mit anhaltender Verbindungsdauer zunehmen.

Privatanwender können auf ihrem Android- oder iOS-Device die App Freedome VPN installieren. Die Einrichtung ist einfach, der Log-in erfolgt auch hier unproblematisch auf Knopfdruck. Während der Onlinesitzung schützt Freedome VPN das Mobilgerät oder ein verbundenes Notebook nicht nur vor Angriffen im öffentlichen WLAN; auch Phishing-Versuche, die sich hinter Links in E-Mails und Messengern verstecken können, werden geblockt, sobald die Software die verlinkte Seite als schädlich erkennt. Die Verfolgung und Auswertung der eigenen Pfade im Web, sogenanntes Tracking, wird unterbunden und der potenzielle Nutzen für Werbetreibende zunichtegemacht. Freedome VPN bleibt auf Wunsch auch im Standby aktiv, was dann allerdings zulasten der Akkulaufzeit gehen kann.

Geo-Blocking 

F-Secure stellt 28 Einwahl-Server in Europa, Asien, Australien und Nordamerika zur Wahl. Das ist auch für Filmliebhaber interessant: Das verfügbare Sortiment von Amazon und Netflix beispielsweise hängt aus lizenzrechtlichen Gründen vom Einwahlstandort des Nutzers ab – und nicht von seinem Heimatland. Die Streaming-Anbieter versuchen natürlich, nicht reale Standorte der Kunden zu enttarnen. F-Secure bewirbt diesen Nebeneffekt ebenfalls, wenngleich die Sicherheit hier zweifelsfrei im Fokus steht; im Testzeitraum ließ sich die typische Youtube-Meldung ”Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar” für einen Moment revidieren, das Video wurde dann aber unterbrochen. Bei Netflix konnten wir die in Deutschland nicht verfügbaren Titel zwar listen, aber auf Grund eines „Netzwerkfehlers“ nicht streamen.

Die Kosten

Vor der Installation auf einem Mobilgerät sollte man wissen: Schließt man direkt beim Herunterladen der App ein Abo ab, kostet dies monatlich 5,99 Euro oder für ein Jahr 29,99 Euro. Das Abo gilt dann aber nur für ein Gerät. Wer damit liebäugelt, neben dem Smartphone oder Tablet beispielsweise auch einen oder mehrere Laptops zu schützen, sollte die Webseite des Herstellers www.f-secure.com besuchen. Hier findet man unter „Kaufen/F-Secure Freedome VPN“ Staffelpreise für bis zu sieben Geräte, für die maximal 79,90 Euro im Jahr fällig werden.

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