WLAN-Repeater und Mesh-Systeme

WLAN-Tuning: WLAN-Repeater

© AVM

Vermittler: Ein WLAN-Repeater empfängt die Funksignale der WLAN-Basis (also des Routers), um sie an die Endgeräte weiterzureichen – und umgekehrt.

WLAN-Repeater hängen sich in die Verbindung zwischen Router und (einigen) Endgeräten, um die Reichweite Ihres WLAN zu erhöhen.

Die Grundfunktion eines WLAN-Repeaters ist einfach: Er fängt das WLAN-Signal des Routers auf, erzeugt ein eigenes Funknetz und reicht die empfangenen Datenpakete zwischen  Router und Endgerät in beiden Richtungen weiter. So „verlängert“ ein Repeater Ihr WLAN.

Wie gut dies in der Praxis funktioniert, hängt jedoch von mehreren Details ab. Wichtig ist, dass der Repeater die Weiterleitung so organisiert, dass durch die doppelte Kommunikation zum Router und zu den Endgeräten nicht zu viel Bandbreite und somit zu viel Datenrate verloren geht. Moderne Repeater sollten ohnehin die beiden heute üblichen WLAN-Frequenzbänder 2,4 GHz und 5 GHz und die darauf üblichen WLAN-Standards 802.11n und 802.11ac unterstützen. Nützlich ist überdies die Funktion Crossband Repeating: Dabei nutzt der Repeater für den Kontakt zum Router und zum Endgerät gezielt das jeweils andere Frequenzband, um den Datendurchsatz nicht zu beschränken.

Je nach Aufbau und Verkabelung des Heimnetzes kann es zudem sinnvoll sein, wenn der Repeater auch eine Anbindung zum Router per Ethernet-Kabel beziehungsweise Powerline unterstützt (Access-Point-Modus) beziehungsweise Endgeräte auch per Kabel mit den empfangenen Datenpaketen versorgen kann (Media-Bridge-Modus).

Übersicht: WLAN-Repeater

In unseren Praxistests haben sich diese WLAN-Repeater als empfehlenswert erwiesen.  Um von möglichst allen angebotenen Funktionen profitieren zu können, ist es sinnvoll, den  Repeater immer vom selben Hersteller zu kaufen, von dem auch der WLAN-Router stammt.

© AVM

AVM Fritz WLAN  Repeater 1750E

AVM bietet „Mesh-Komfort“ auch bei seinen normalen WLAN-Repeatern. Das aktuell für 74 Euro angebotene Topmodell 1750E kombiniert bis zu 450 Mbit/s auf 2,4 GHz (11n) und bis zu 1300 Mbit/s auf 5 GHz (11ac) und unterstützt auch Crossband-Repeating und dank „Band Steering“ den schnellen Wechsel von Endgeräten zwischen beiden Frequenzbändern. Wahlweise lässt sich der 1750E auch als „LAN-Bridge“ nutzen – also per Ethernet an den (Fritzbox-) Router anbinden.

© Netgear

Netgear AC1900 EX640

Schon das kantige Gehäusedesign deutet an, dass der EX6400 auf die Zusammenarbeit mit Netgears „Nighthawk“-Routern ausgelegt ist. Er leitet bis zu 600 Mbit/s auf 2,4 GHz (11n) und bis zu 1300 Mbit/s auf 5 GHz (11ac) weiter – sofern der Router ebenfalls diese Datenraten liefert. Unter dem Namen „Fastlane“ unterstützt auch Netgear Crossband-Repeating. Praktisch: Zwischen Bridge- und AccessPoint-Modus schaltet man einfach per Schiebeschalter um.

© TP-Link

TP-Link AC1900 RE500

Dank gleich vier Antennen transportiert  der TP-Link RE500 bis zu 600 Mbit/s auf 2,4 GHz (11n) und bis zu 1300 Mbit/s auf  5 GHz (11ac) – vorausgesetzt, dass auch der Router diese Geschwindigkeitskonfiguration unterstützt. Die eingebaute Ethernet-Buchse lässt sich wahlweise als Eingang (für Access-Point-Modus) oder als Ausgang (für Repeater-Modus mit Anschluss kabelgebundener Endgeräte) einstellen. Viele Details wie MAC-Filter oder vorprogrammierte Betriebszeiten lassen sich konfigurieren – nur Crossband-Repeating haben wir in den Einstellungen nicht gefunden.

© Asus

Asus RP-AC66

Mit bis zu 450 Mbit/s auf 2,4 GHz (11n) und bis zu 1300 Mbit/s auf 5 GHz (11ac) ermöglicht der Asus RP-AC66 in der Summe einen maximalen Datendurchsatz von 1750 Mbit/s. Auch Crossband Repeating wird unterstützt und heißt bei Asus „Express Way“. Sofern auch der Router von Asus stammt und diese Funktion ebenfalls kennt, sorgt „Roaming Assist“ dafür, dass sich WLAN-Endgeräte immer am stärksten WLAN-Sender des  Verbunds anmelden –  eine Art „Mesh light“.

© dlink

D-Link DAP-1620 AC120

Der Namenszusatz AC1200 weist auf die maximal unterstützten Datenraten des DAP-1620 hin: Bis zu 300 Mbit/s auf 2,4 GHz plus 867 Mbit/s auf 5 GHz (11ac) ergeben aufgerundet 1200 Mbit/s. Das Ganze funktioniert im Dualband-Betrieb, allerdings ohne Crossband-Repeating. Die eingebaute Gigabit-Buchse ist fest auf den Betrieb als eigenständiger WLAN-Access-Point ausgelegt, kann im Repeater-Modus also keine kabelgebundenen Endgeräte versorgen. Stammt auch der Router von D-Link, klappt die Anmeldung einfach per Knopfdruck.

Mehr zum Thema

Tipps & Tricks

Bei der WLAN-Suche empfangen Sie die Nachbarnetze stärker als Ihr eigenes? Wir zeigen, wie Sie mit einem Kanalwechsel dafür sorgen können, dass…
Beleuchtung fürs Smart Home

Smarte LED-Streifen bringen steuerbares, indirektes Lichtambiente in Ihr Smart Home. Wir stellen sechs Modelle mit ZigBee, WLAN und Bluetooth vor.
Linksammlung

Welche Quellen im Netz bieten zeitnah und zuverlässig wichtige Meldungen und seriöse Informationen? Wir empfehlen Webseiten, Apps und Live-Streams.
Heimvernetzung

Für die Ausweitung der WLAN-Versorgung haben Kunden die Wahl zwischen Repeatern beziehungsweise Extendern und den luxuriöseren Mesh-Systemen. Worin…
Praxis

Die SIM-Karte aus Plastik ist zu unpraktisch, zu störanfällig und zu groß für moderne Smartphones und Wearables oder das Internet of Things. Die fest…