Im Praxischeck

Bob Classic: Mini-Spülmaschine mit Wassertank und WLAN

18.8.2021 von Monika Klein

Wo eine ausgewachsene Spülmaschine keinen Platz oder keinen Wasseranschluss findet, bietet der französische Hersteller Daan Tech eine Alternative: Bob.

ca. 2:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Bob-Wassertank
Läuft ohne Wasseranschluss: die Mini-Spülmaschine Bob von Daan Tech.
© Daan Tech

Ob im Wohnmobil, Büro oder Gartenhaus: Wer nicht gern von Hand spült, aber wenig Platz und/oder keinen Wasseranschluss hat, muss nicht auf den Komfort einer Spülhilfe verzichten. Mit seiner autonomen Mini-Spülmaschine Bob ist Daan Tech kein Pionier auf dem Markt, bietet aber ein besonders hübsches Modell. Die Fronttür und das Gehäuse stehen je nach Version in verschiedenen Farben zur Auswahl, die Preise liegen zwischen 290 und 450 Euro.

Wir haben das Modell Bob Classic für 350 Euro UVP getestet, das mit einem WLAN-Modul ausgestattet ist. Leider ließ sich Letzteres im Test nicht aktivieren, sodass wir die damit möglichen Zusatzfunktionen nicht ausprobieren konnten.

Wassertank fasst knapp 4 Liter

Aber seinen eigentlichen Job, das Abspülen, erledigt Bob auch ohne Internetanschluss. Falls ein Wasseranschluss in der Nähe ist, kann man den rund 10 Kilo schweren (und damit gut transportierbaren) Bob mit einem optionalen Schlauch andocken. Falls nicht, füllt man das nötige Nass über eine Öffnung links oben in den Tank. Eine 1,3-Liter-Plastikkanne lag unserem Testgerät bei. Mit der muss man allerdings oft zum Wasserhahn laufen, um den 3,9-Liter-Tank komplett zu füllen – was vor jedem Spülgang verlangt wird. Schneller geht’s mit einer größeren Gießkanne.

Der Abwasserschlauch wird hinten mit einem Haltering montiert (Werkzeug liegt bei), der vordere Teil lässt sich mit einem Gummiaufsatz an einem Eimer, Kanister oder Waschbecken befestigen, um das Abwasser sicher abzuleiten.

Einfacher Start

Steckt man den Stromstecker ein, startet die Installation. Über das 2,4 Zoll große LCD-Display wird die Sprache sowie die Art der Wasserzufuhr ausgewählt und die WLAN-Verbindung hergestellt (was bei uns wie gesagt nicht möglich war). Über WLAN lässt sich etwa die Software updaten und man kann rechtzeitig automatisch neue Reinigungskassetten bestellen. Unter der Anzeige sitzen drei Bedientasten, über die man eins der fünf Spülprogramme mit unterschiedlicher Laufzeit und Temperatur wählen kann (Glas, Express, Standard, Intensiv, Eco). Im Menü lassen sich zudem eigene Programme konfigurieren und abspeichern.

Kassetten für sorglose Reinigung

Man kann zwar handelsübliches Reinigungsmittel verwenden, aber wirklich komfortabel wird die Sache erst mit den von Daan eigens entwickelten Kassetten. Die „pop cassette“ schafft 30 Spüldurchgänge und enthält neben dem Reinigungspulver auch Salz und Klarspüler. Um das Gerät selbst zu reinigen, setzt man die „rock’n’roll cassette“ ein. Die ist für die einmalige Verwendung konzipiert und entfernt neben Kalk auch Fettablagerungen.

Bob-Zubehoer
Die Reinigungskassette und die schön gemachte Bedienungsanleitung, die Kassette mit dem Spülmittel steckt im unteren Fach.
© WEKA Media Publishing
Bob-im-Camper
Komfort im Camper: Die Bob-Spülmaschine braucht nicht viel Platz.
© Daan Tech

Spült sauber und spart Wasser

Die Spülergebnisse konnten im Praxischeck überzeugen. Das Geschirr kam sauber und ohne Ränder wieder zu Vorschein. Auch der Trocknungsmodus funktioniert gut: Dabei springt die Tür automatisch ein Stück weit auf, sodass der Wasserdampf entweichen kann. Allzu viel Geschirr nimmt der Mini-Spüler natürlich nicht auf. Aber da sich der Innenraum flexibel mit Einsätzen bestücken lässt, kann man jeweils das Beste aus dem Platzangebot herausholen.

Bei der Bestellung auf der Daan-Tech-Seite lässt sich die Innenausstattung auswählen. Wer etwa oft Gläser spült, kann für 29 Euro entsprechende Einsätze ordern und so bis zu 16 Gläser oder Tassen unterbringen. Ein Spülgang im Modus "Glas" dauert 15 Minuten. Da sind die meisten bei Handarbeit sicher länger beschäftigt. Auch spart Bob Wasser: Im Glas-Programm braucht er nur 1,9 Liter, in den meisten anderen Programmen 3,8 Liter.

Nettes Gimmick: Der durch ein Bullauge einsehbare Innenraum ist lila erleuchtet, auch während des Spülvorgangs. Die Verpackung ist liebevoll gestaltet: Der Bob lässt sich in einer hübschen Tasche einfach aus dem Lieferkarton heben. Die Bedienungsanleitung verdient ebenfalls Lob: Sie ist nicht nur ausführlich, sondern auch bunt und sehr ansprechend gestaltet.

Fazit: Im Fall der Fälle Gold wert

Es ist nicht so, dass der Bob bei autarkem Betrieb keine Arbeit macht: Man muss Wasser auffüllen und das Abwasser entsorgen, was je nach Betriebsort mit einiger Rennerei verbunden sein kann. Dafür kann man sich im Gartenhäuschen, im Camper oder im Büro die lästige Handspülerei samt Abtrocknen ersparen. Und an Orten, wo erst gar keine Möglichkeit zum Abwasch gegeben ist, ist eine solche Lösung natürlich Gold wert.

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