Testbericht

O2 Xda Cosmo

16.11.2006 von Redaktion connect und Bernd Theiss

Um das eigene kleine Universum aus Arbeit und Freizeit, Kollegen, Freunden und Verwandten im Griff zu haben, braucht es kein dickes PDA-Phone. Der Xda Cosmo von O2 ist die kompakte Alternative.

ca. 2:35 Min
Testbericht
O2 Xda Cosmo
O2 Xda Cosmo
© Archiv

Ein Messschieber taxierte den Cosmo fürs Protokoll auf rund 13 Millimeter Bauhöhe, auch die übrigen Maße weisen den ohne Vertrag 399 Euro teuren Xda als Winzling unter den PDA-Phones aus.

Handlich ohne Touchscreen

Rückseite
Momentaufnahme: Um für Schnapp- schüsse gerüstet zu sein, reicht die 1,3-Megapixel- Kamera.
© Archiv

Das bringt dem Cosmo die Höchstpunktzahl in Sachen Handlichkeit ein, was zumindest erfahrene Tester nicht wundert. Denn bei Einführung des connect-Testverfahrens setzte der HP iPAQ h4150 die Referenz,  wie ein handliches PDA-Phone aussehen sollte, und zwischen diesem und dem ebenfalls bei HTC gefertigten kleinen Xda sind Familienbande unverkennbar. Hier holt sich der Cosmo also ein großes Plus, auch in der Qualität hält er mit dem älteren Ausnahme-PDA mit.Auf die Bedienung wirkt sich die kleine Baugröße jedoch eher negativ aus. So verzichtet der Xda als erstes Windows-Mobile-PDA-Phone auf einen Touchscreen, was die Navigation durch häufiges Scrollen aufwändiger macht. Immerhin ermöglicht der Xda fast schon zwangsläufig die Einhandbedienung. Das erleichtert das Handling in mancher Situation und ist bei PDA-Phones noch lange kein Standard. Ohne Touchscreen muss die Tastatur samt einiger Navigationshilfen für die Bedienung herhalten. Dabei ist das Keyboard zwar zwangsweise klein, qualitativ gehört es aber zu den besseren seiner Art. So lassen sich die Tasten dank ihres gewölbten Profils auch mit kräftigeren Fingern gut treffen, die Druckpunkte geben klare Rückmeldung. Einzig die Sensortasten an der rechten Seite lösten beim unvorsichtigen Halten des PDA-Phones ungewollte Aktionen aus.

Kompromisse bei der Ausstattung

Profil-Auswahl
Gewöhnlich ungewöhnlich: Die gebotene Profil-Auswahl ist von Handys bekannt, bei PDA-Phones aber eher selten anzutreffen.
© Archiv

Bei der Ausstattung verlangt so ein kleines Gerät natürlich Kompromisse - beim Xda Cosmo finden sich diese an unerwarteten Stellen. Verständlich ist es, dass das Quadband-Phone auf UMTS verzichtet, überraschend, dass es die Datenübertragung per IrDA nicht beherrscht. Zur Kommunikation mit anderen Geräten stehen WLAN und Bluetooth zur Verfügung. Ansonsten kann sich die Hardware mit 128 Megabyte Speicher, von denen rund 70 MB dem Anwender zur freien Verfügung stehen, durchaus sehen lassen. Erweitern kann man das elektronische Gedächtnis über eine Micro-SD-Karte, die weit verbreiteten SD-Karten im Normalformat finden im kleinen Gehäuse leider keinen Platz.

Programme
Übersichtlich: Die Programme werden nach Druck auf die Starttaste als eindeutige Icons dargestellt. Per 5-Wege-Navigator erfolgt die Auswahl.
© Archiv

Auch bei der Software gibt es an mancher Stelle Kompromisse - im Xda Cosmo kommt Microsoft Mobile in der Phone Edition zum Einsatz. Damit lassen sich Office-Dokumente nicht über die mobilen Microsoft-Applikationen bearbeitbar. Stattdessen kommt Clearview Office als Dokumenten-Betrachter auf CD mit, das sogar PDFs öffnen kann. Business-Anwender könnten auch die Notizfunktion vermissen - entsprechende Einträge übernimmt der Cosmo auch nicht von Outlook. Rudimentär ist die Aufgabenverwaltung am Gerät: Einer Aufgabe einen Text, ein Fälligkeitsdatum oder eine Priorität zuzuordnen, ist hier unmöglich, lediglich Bezeichnungen lassen sich vergeben. Beim Browser fällt auf, dass Verbindungen zu üblichen SSL-Seiten ins Leere laufen. Home-Banking über den Xda Cosmo bleibt somit außen vor. Doch davon abgesehen macht der kleine Assistent als E-Mail-Maschine, pausenfüllender Alleinunterhalter und Verwalter von Kontakten und Terminen eine gute Figur.

Gute Ausdauer

Seite
Empfindlich: Die Sensortasten seitlich neben dem Display reagieren auf die leichteste Berührung, manchmal auch ungewollt.
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Messtechnisch gibt sich der Cosmo leichte Blößen. So ist seine Ausdauer von etwas über sieben Stunden im typischen Betrieb etwas knapper als bei der voluminöseren Konkurrenz, absolut gesehen aber immer noch gut - mit der Energie- reserve dürfte man in den meisten Fällen problemlos auskommen. In den Funk- und Systemmessungen wären noch deutlich mehr Punkte drin gewesen - doch hier muss zur Verteidigung des O2 Xda Cosmo gesagt werden, dass die meisten anderen PDA-Phones noch schwächer abschneiden.

Fazit: Wer Perfektion in Bedienung und Ausstattung erwartet, sollte vom Xda Cosmo die Finger lassen, da bieten größere PDA-Phones mitunter deutlich mehr. Wer dagegen Kompromissbereitschaft zeigt und eine preiswerte Kommunikationszentrale im Beinahe-Handy-Format sucht, ist mit dem Neuen von O2 gut bedient.

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