Nackenbügel-Kopfhörer

Oneplus Bullets Wireless 2 im Praxistest

23.7.2019 von Andreas Seeger

Zusammen mit den neuen 7er-Smartphones hat Oneplus auch die zweite Generation seiner Nackenbügel-Kopfhörer Bullets Wireless vorgestellt. Die überzeugt im Praxistest fast auf ganzer Linie.

ca. 2:00 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Oneplus Bullets Wireless 2
Die Bullets Wireless 2 sind für eine UVP von 99 Euro erhältlich.
© Hersteller

Pro

  • Design und Haptik sehr gut
  • guter Klang
  • clevere Extras vereinfachen Bedienung
  • USB-C Anschluss
  • lange Akkulaufzeit von ca 14 Stunden

Contra

  • keine IP-Zertifizierung
  • mitgeliefertes Kunststoff-Etui wirkt billig

Fazit

Verarbeitung und Klang sind für diese Preisklasse top, dazu gesellen sich eine Akkulaufzeit von über 14 Stunden und clevere Extras. Empfehlenswert.


Hervorragend

Die Bullets Wireless 2 sind direkt bei Oneplus für 99 Euro erhältlich. Design und Verarbeitung können sich in dieser Preisklasse sehen lassen. Der matte Kunststoff ist rutschfest, fühlt sich wertig an und verträgt laut Hersteller auch einen Regenschauer. Eine IP-Zertifizierung ist allerdings nicht dabei – ein Schicksal, dass sich die Bullets 2 mit den Airpods und vielen anderen Buetooth-Kopfhörern teilen. 

Im Vergleich mit dem Vorgänger hat Oneplus das Design der In-Ear-Stöpsel aufgewertet. Deren Gehäuse besteht jetzt aus Edelstahl und gefällt mit einer runderen, organischen Formgebung. Die wenigen Tasten am Nackenband (Lautstärkewippe, Stop/Anruf, Funktionstaste) lassen sich gut erfühlen und haben gleichmäßig austarierte Druckpunkte. Hier gibt es nichts zu meckern.

Die Außenseiten der beiden In-Ears sind magnetisch und haften aneinander, sodass man die Bullets Wireless 2 wie eine Kette um den Hals tragen kann. Das Gewicht ist mit 32 Gramm niedrig, auch nach längerem Tragen hat uns das Nackenband nicht gestört. Clever: Wenn man die beiden Stöpsel zusammensteckt, pausiert die Musik automatisch, man kann also problemlos an der gleichen Stelle wieder einsteigen. Oneplus hat auch den (oft nervigen) Wechsel zwischen zwei Bluetooth-Quellen elegant gelöst: Über einen Doppeltip auf die Funktionstaste pairen die Bullets Wireless 2 automatisch mit dem zuletzt verbundenen Gerät, wenn es in der Nähe ist. Man kann also bequem per Tastendruck zwischen Laptop/Tablet und Smartphone hin und her wechseln.

Oneplus Bullets Wireless 2
Die zweite Generation kommt mit In-Ears im Edelstahlkorpus und mit einem dreistufigen Treiberdesign.
© Hersteller

Das Innenleben wurde komplett überarbeitet, eine dreistufige Treiberstruktur soll laut Hersteller „außergewöhnliche Details und Klarheit“ erzeugen. Das ist zweifellos übertrieben, aber festzuhalten bleibt, dass der Klang in dieser Preisklasse sehr gut ist: Die Bässe machen Druck und die Höhen werden sauber wiedergegeben. Den höheren Frequenzen fehlt es etwas an Klarheit, was aber nicht weiter überrascht – wer ein differenzierteres Klangbild haben will, muss ein paar Euro mehr auf den Tisch legen. Beim Telefonieren machen die Bullets 2 ebenfalls eine gute Figur. Der Gesprächspartner wird zwar etwas dumpf, aber noch gut verständlich wiedergegeben, man selbst ist über das unter der Lautstärkewippe integrierte Mikrophon gut verständlich, Nebengeräusche werden effektiv herausgefiltert.

Die Akkulaufzeit ist ein weiterer Pluspunkt. Die Bügelkopfhörer halten mit einer Ladung problemlos 14 Stunden durch, die Herstellerangabe können wir also im Test bestätigen – nicht nur AirPods-Nutzer schauen da neidvoll rüber. Stark auch: Der USB-C-Port unterstützt Schnellladen, sodass 10 Minuten an der Steckdose für etwa 10 Stunden Musikwiedergabe reichen.

Fazit

Die USB-C-Schnittstelle zeigt schon, dass Oneplus die Verbindungsmöglichkeiten modernisiert hat. Neben aptX HD wird auch Bluetooth 5.0 unterstützt, was vor allem die Stabilität der Verbindung verbessert. Unser Testfazit fällt daher sehr positiv aus: In dieser Preisklasse sind die Bullets Wireless 2 absolut empfehlenswert. Kritik verdient einzig das mitgelieferte Kunststoff-Etui, das sich billig anfühlt und etwas zu klein für die Kopfhörer ist. Aber das ist kein Beinbruch.

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