Lautsprecher

Teufel Definion 3 im Test

14.7.2015 von Wolfram Eifert

Boxenspezialist Teufel bestückt seine neue Definion 3 mit einem konstruktiv aufwendigen Koaxialsystem und garniert diesen Leckerbissen mit drei potenten Tieftönern. Die Kombi klingt im Test auffallend lebendig und raumgenau.

ca. 1:35 Min
Testbericht
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Teufel Definion 3
Teufel Definion 3
© Teufel

Gut und teuer beherrschen viele Hersteller, doch die wahre Kunst heißt maximaler Hörspaß bei sozialverträglichen Kosten. Als besonders erfolgreich in dieser Hinsicht gilt der Berliner Audio-Spezialist Teufel, der mit seiner Definion 3 ein Bekenntnis zur Bedeutung des Rundstrahlverhaltens aussendet, zumal in diesem Themenfeld besonders viel Klangpotential steckt.

Klang

Teufel setzt bei der Definion 3 auf ein aufwendig konstruiertes Koaxialsystem, bei dem es bauartbedingt keine raumwinkelabhängigen Wegdifferenzen gibt, so dass Mitten und Höhen, wichtig für Feindynamik und Ortbarkeit, stets zeitgleich beim Hörer eintreffen. Bei räumlich getrennten Treibern gilt diese Aussage nur für eine schmale Winkelzone oder einen kleinen Teil der Gesamtenergie.

Daher müssen die Entwickler auch gar nicht groß mit Frequenzweichen herum tricksen und können es bei einem maßvoll komplexen Netzwerk belassen. Doch Koaxialsysteme haben ihre Tücken, sind anspruchsvoll bei Entwicklung und Herstellung, auch weil sich die eng miteinander verwobenen Schwingsysteme gerne wechselseitig in die Suppe spucken. Um dies zu verhindern, verfügt der Treiber über eine flach ausgeführte Membran für die mittleren Frequenzen. So entsteht kein unerwünschter Schalltrichter, vor allem keiner mit pegelabhängiger Geometrie.

Teufel Ringelelement
Ein kleines Ringelement trennt die Hochtonkalotte vom inneren Rand der Flachmembran, die aus Aluminium und Kevlar besteht.
© Teufel

Das Signal der zentralen Hochtonkalotte mit resonanzarmer Textilmembran wird dadurch nicht von anderen Frequenzbereichen verfälscht. Die Tieftonabteilung der Definion 3 ist mit drei parallel geschalteten Chassis ausgestattet, deren ultrasteife Kohlefasermembranen sich auch bei brutalen Bassimpulsen nicht verbiegen.

Wummern war dem auffallend präzisen Bassbereich der Definion 3 fremd und selbst irrwitzig schnelle Impulsfolgen blieben im Hörtest fein säuberlich getrennt. Überhaupt gab sich die Teufel als Meister der Genauigkeit zu erkennen, überzeugte mit einer homogenen Einbindung aller Teilbereiche, so dass kein Frequenzbereich den anderen überdeckte. Bei aller Transparenz blieb sie frei von Übertreibungen, klang bereits leise sehr feinfühlig und brillierte mit einer hervorragend vielschichtigen Bühnenabbildung. Genau das, was Kenner von einem guten Koax erwarten.

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Fazit

Der Verzicht auf kostspielige und exotische Materialien wie auch komplizierte Frequenzweichen hat der Definion 3 von Teufel in keinster Weise geschadet. Die Säule lässt beim Klirrverhalten noch Luft nach oben erkennen, doch sie klingt sehr vital und gut ausbalanciert. Die Räumlichkeit ist ausgeprägt, die Detailtreue hoch; das macht das Hören sehr angenehm. So viel Geschlossenheit und Klangkraft ist selten in dieser Klasse.

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