E-Book-Reader

Tolino Vision 2 im Test

Der Tolino Vision 2 für 149 Euro setzt im Test mit Lesekomfort und großer Shopauswahl Akzente und gehört zu den besten E-Book-Readern im EPUB-Lager.

© Tolino

tolino vision 2

Der Tolino Vision 2 unterstüzt wie alle E-Book-Reader der starken Tolino-Allianz das weit verbreitete EPUB-Format und die Rechteverwaltung Adobe DRM. Abgesehen vom Kindle-Shop stehen den Lesern damit die Türen vieler Onlinebücherläden offen. Und keine anderen EPUB-Lesegeräte sind derzeit so präsent wie die Tolino-Reader: Beispielsweise vertreiben Buecher.de, Ebook.de, Hugendubel, Thalia und Weltbild den günstigeren Tolino Shine (Test) und den neuen Tolino Vision 2. Wo man die Lesegeräte erwirbt, ist dabei entscheidend: Wer sich direkt am Reader via WLAN mit digitalen Schmökern eindecken möchte, ist auf den voreingestellten Shop festgelegt.

Connecitivity: Bibliothek in der Cloud

Nutzer des Tolino Vision 2 erhalten bei den E-Book-Shops 25 GB Onlinespeicher gratis für ihre Büchersammlung. Die Anbindung an die Telekom-Cloud stellt sicher, dass E-Books auf bis zu fünf Geräten jederzeit kabellos abrufbar sind. Über die Datenwolke lassen sich auch Lesefortschritt, Markierungen und Anmerkungen abgleichen.

Die Tolinos können sich sogar mit den Cloudspeichern anderer E-Book-Partnershops vernetzen. Einfach im Reader den gewünschten Bücherladen wählen, die Zugangsdaten eingeben, und schon sind deren Bibliotheken samt den dort gekauften E-Books ebenfalls lesbar. Nur beim E-Book-Kauf über den Tolino bleibt man auf den voreingestellten Shop angewiesen.

Doch über den Micro-USB-Anschluss gelangen E-Books auch vom PC auf den Reader, so bekommt man auch neu gekaufte E-Books aus anderen Stores auf den Tolino Vision 2. Damit der Kopierschutz dem Lesevergnügen keinen Strich durch die Rechnung macht, braucht man eine kostenlose Adobe-ID. Wer keine hat, kann sich direkt vom Reader aus auf der Adobe-Webseite registrieren. Unterwegs bringen die 40 000 WLAN-Hotspots der Telekom den Tolino ohne Zusatzkosten ins Internet. So kann man sich auch ohne Mobilfunk frische Literatur herunterladen.

Gehäuse: Lesen light

Der Tolino Vision 2 ist angenehm leicht und kompakt. Hinter der planen Oberfläche des wassergeschützten Gehäuses steckt ein 6-Zoll-E-Ink-Carta-Display mit 758 x 1024 Pixeln und einem praktischen Homebutton. Die einstellbare, gleichmäßige Beleuchtung kann mit einer Taste im Rahmen zu- oder abgeschaltet werden. Die im connect-Labor ermittelten Helligkeits- und Kontrastwerte fielen nur durchschnittlich aus; die Schriftdarstellung gefiel dennoch. Beim Lesen mancher PDF-Dokumente wäre eine Umschaltung ins Querformat hilfreich - doch die war nicht aufzufinden. Dafür kann der Tolino den Text aus mehrspaltigen PDF-Zeitungsartikeln extrahieren und so lesefreundlicher, wenn auch nicht fehlerfrei darstellen.

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Bedienung: Innovativer Seitenwechsel

Weiterblättern kann der Leser mit einem Fingerwisch über den kapazitiven Touchscreen oder mit der Tab2Flip-Funktion. Dazu gibt man dem Gerät mit dem Finger einen kurzen Klaps auf den Rücken. Der frei verfügbare Speicherplatz von 2,2 GB reicht für bis zu 2000 E-Books. Im Unterschied zum Tolino Shine fehlt ein Micro-SD-Kartenslot. Trotz 1-GHz-Prozessor hätte die Systemperformance flotter sein können: Das Öffnen der Dokumente und die Suche dauerten länger als bei den Kindles. Zudem meldete das Display ab und an "Bitte warten ..." Anders als bei Tablets spielt bei reinen Lesegeräten die Rechenleistung freilich eine untergeordnete Rolle.

Fazit: Ein Smiley für den Tolino

Beim Vision 2 überwiegen die Stärken. Und die wären: superkompakte Maße, umfassende Möglichkeiten, die Textdarstellung anzupassen und die einzigartige Verknüpfung mit den Bibliotheken anderer E-Book-Shops.

connect-Urteil: gut (381 Punkte)

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