Smartphone

Honor 5C im Test

Der große Bruder Honor 5X überraschte im connect-Test mit guten Leistungen zu einem niedrigen Preis. Kann auch das noch günstigere Honor 5C überzeugen?

Honor 5C

© Honor

Das 5C steht in den drei Farben Gold, Silber und Grau zur Auswahl. Dabei hat Honor den Materialmix aus Kunststoffrahmen und Aluminium gut gestaltet.

EUR 195,00

Pro

  • ansprechende Optik mit Aluminium
  • Gehäuseschutz durch Beschichtung/ Screen-Protektor
  • helles Full-HDDisplay
  • hochauflösende Kameras (13 und 8 MP)
  • Dual-SIM
  • LTE
  • NFC
  • sehr gute Ausdauer
  • Android 6
  • günstiger Preis

Contra

  • kein Fingerprintsensor
  • 5-GHz-Band fehlt
  • Dual-Band

Fazit

connect-Testurteil: gut (421 von 500 Punkten)
84,2%

Markenbotschafter wie Lionel Messi oder Robert Lewandowski leistet sich Honor nicht. Auch die Warendistribution kocht auf Sparflamme: Beliefert werden die Logistikzentren von Onlinehändlern, darunter neben Amazon auch Saturn und Mediamarkt - deren Läden aber nicht. Zubehör? Gibt's online unter www.vmall.eu/de. Die Internet-Präsenz erreicht exakt das anvisierte Publikum: preisbewusste junge Leute, die im Web und der digitalen Welt zu Hause sind. Die wissen zudem um die Verwandtschaft mit Huawei und mutmaßen zu Recht, dass die Entwicklungsinvestitionen der Konzernmutter auch Honor befruchten.

Dass die Rechnung aufgeht, bewies in connect 5/2016 das 230 Euro günstige Honor 5X, das in der Bestenliste weit nach oben schoss. Das Honor 5C bleibt sogar unter der magischen Grenze von 200 Euro. Im Vergleich zum großen Bruder fällt zunächst der fehlende Fingerabdrucksensor auf. Mit einem Metallrücken, den eine kratzresistente Beschichtung zusätzlich schützt, bleibt aber auch das 5C optisch im Trend - wobei der Rücken fest sitzt und keinen Akkuwechsel ermöglicht.

Gutes Display, gute Kameras

Auf der Vorderseite kann ein ab Werk aufgebrachter Screen-Protektor auf dem 5,2-Zoll-Display verbleiben. Er ist allerdings, kleiner Wermutstropfen, anfälliger für Schlieren als das darunterliegende LCD-Display selbst. Das löst mit 1080 x 1920 Bildpunkten insbesondere für diese Preisklasse hoch auf. Auch der Schwarzwert ist mit 0,5 cd/m² hoch. Dass das Kontrastverhältnis darunter nominell nicht leidet, liegt an der ebenfalls hohen Helligkeit von 522 cd/m², die wiederum direkt die Lesbarkeit im Freien begünstigt.

Wenn man sich an dem etwa einen Millimeter vorstehenden Objektiv der Hauptkamera nicht stört, gibt es an den beiden Fotofängern nichts auszusetzen: Die Auflösung von 13 und 8 Megapixeln ist zeitgemäß, die Bildqualität bei guten Lichtverhältnissen oder Verwendung der LED mehr als zufriedenstellend. Die Frontkamera profitiert im Dunkeln vom Licht einer kurzzeitigen Displayerhellung. Zur Kamera-Software mit vielen Einstellmöglichkeiten und Langzeitbelichtungseffekten gehört unter anderem auch ein Dokumenten-Scanner. Ein Goody der Video-App ist der Fenstermodus, der parallele Surftrips zum Staffel-Guide ermöglicht.

Die zu Android - in Version 6 installiert - gehörige App-Ebene unter den Homescreens blendet die Huawei- und Honor-Smartphones gemeinsame Oberfläche Emotion UI aus, sodass wie bei iOS alle Apps auf den Homescreens platziert werden müssen. Dafür ist beispielsweise der Schnellzugriff auf Einstellungen und Benachrichtungen zielführender organisiert. Eine der Neuerungen der Nutzeroberfläche EMUI 4.1 sind Screenshots, die über den sichtbaren Bereich hinausgehen, was insbesondere der Erfassung von Webseiten zugute kommt.

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Neuer Chipsatz überzeugt

Der erst Anfang des Jahres vorgestellte Huawei-Mittelklasse-Chip HiSilicon Kirin 650 überzeugt im 5C trotz der Leistung fordernden hohen Auflösung. Seine Energieeffizienz belegen sehr gute Laufzeiten im connect-Labor, sowohl für die App-Nutzung als auch bei der Telefonie, wo auch die Sendeund Empfangsmessungen nicht enttäuschen. NFC ist an Bord, im WLAN fehlt allerdings das 5-GHz- Band. Für Interkontinentalreisen ist das Dualband-Smartphone nicht der richtige Partner, bietet sich aber als Dual-SIM-Modell generell auch für Auslandsreisen an. Alternativ kann man den zweiten Slot für eine Micro-SD nutzen, was bei etwa 10 GB freiem Speicher sinnvoll ist; zumal der USB-Port des Honor 5C nicht USB-OTG-fähig ist.

Es bleiben also durchaus ein paar Dinge im Soll bei dem Low- Budget-Phone, das dennoch überzeugen kann - vom Telefonmodul bis zur Kamera. Das connect-Urteil lautet daher am Ende "gut". Interessant bleibt bei nicht ganz so rigoroser Preisbeschränkung ein Vergleich mit dem 30 Euro teureren 5X, dem Honor übrigens inzwischen ebenfalls das Lollipop- Update spendiert.

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