Testbericht

Panasonic SA-BX 500

Der erstaunliche Leichtbau des SA-BX_500 ist ein Zeichen der Modernität: Panasonic ersetzt den Trafo durch ein effizientes Schaltnetzteil und die weitläufige Endstufenplatine durch Digitalverstärker. Allerdings stecken im 500er nicht mehr die edel aufgebauten Module auf Texas-Instruments-Basis wie einst in den superflachen Receivern der XR-Serie, sondern deutlich simplere All-In-One-Chips.

  1. Panasonic SA-BX 500
  2. Datenblatt
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© Archiv

Dennoch gibt Panasonic für den SA-BX_500 unbeirrt genau dreimal so viel Siebenkanal-Leistung an, wie die Harmänner ihrem 255 zutrauen: siebenmal 150 gegenüber siebenmal 50 Watt. Das ist schon grenzwertiger Optimismus, zumal die ebenfalls angegebene Gesamt-Stromaufnahme nur 150 Watt beträgt - Schaltverstärker besitzen zwar einen hohen Wirkungsgrad, können aber den Energie-Erhaltungssatz noch nicht außer Kraft setzen.

Leistung ist freilich nicht alles. Im Alltag wird man keinen der beiden Amps ans Limit bringen. Auffallen wird dagegen die magere Videoausstattung des SA-BX_500, der zwar HDMI-Signale umschalten, nicht aber analoges Video in HDMI verwandeln kann. Genau genommen besitzt er sogar überhaupt keine Video-umwandlung. Für jedes im 500er ankommende Videoformat muss daher ein eigenes Kabel zum TV oder Beamer führen. Und da der Panasonic auch keine Bildschirm-Menüs erzeugen kann, erwartet den Besitzer ein Setup im 90er-Jahre-Stil über das dröge Taschenrechnerdisplay des Receivers. Zum Glück ist man schnell durch, weil der Amp nicht viele Optionen hat.

Als Musik- und Filmfans sind die AUDIO-Tester begeistert von den neuen HD-Tonformaten - auch wenn sie das Testen erschweren: Nun steht neben den Hörtests in Stereo und Standard-Surround stets auch noch ein Durchgang mit HD auf dem Programm.  Schlusslicht im ersten Durchgang war der Panasonic, dem es gleichzeitig an beiden Frequenzextremen fehlte: Obertöne dunkelte er merklich ein, Bassdrums ließ er wenig überzeugend verpuffen.

Nach dem Wechsel zur Blu-ray Disc, genauer: zu der famosen neuen Einspielung von Wagners "Walküre" (Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, DTS-HD Master), die der Kollege Ruhnke gerade ausgepackt hatte,konnte sich der tonal wie räumlich recht enge Panasonic auch hier nicht wirklich profilieren.

Das dritte Match bestritten die Receiver mit analog zugespieltem Stereoton - dem Requiem des isländischen Komponisten Sigurd Islandsmoen (Kristiansand Symfoniorkester auf 2L; 96/24-Download über www.2l.musiconline.no). Das Ranking entsprach dem Ergebnis mit HD-Ton: sehr sauber, elegant und harmonisch der Marantz, trocken und introvertiert der Panasonic.

Panasonic SA-BX 500

HerstellerPanasonic
Preis0.00 €
Wertung72.0 Punkte
Testverfahren1.0

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Wer ist die Nummer eins? -

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