Infotainment-System

Für Clio, Capture und Twingo - Renault R-Link im Test

Das R-Link-System von Renault sieht aus wie ein ins Armaturenbrett integrierter Tablet-PC - mit Icons, Apps und einem App-Store. Nur die Smartphone-Connectivity kommt zu kurz. Der Test zeigt, was es kann und wie gut es funktioniert.

Renault R-Link

© Renault

Renault R-Link

Das R-Link-System von Renault kostet nur 590 Euro. Das zusammen mit Tomtom entwickelte Infotainment- und Navigationssystem ist erhältlich in den Modellen Clio, Capture und Twingo. Trotzdem soll es all das bieten, was Daimler, BMW, Audi und Co für das Sechsfache in der Aufpreisliste führen. Kann das funktionieren?

Renault R-Link: Bedienung wie ein Tablet-PC

Auf dem Papier macht R-Link einen hervorragenden Eindruck: Herzstück ist der zentrale Touchscreen in der Mittelkonsole, über den das System gesteuert wird - von Renault "Tablet-PC" genannt. Mit einem iPad oder Android-Tablet hat R-Link zwar nichts am Hut, aber der im oberen Bereich freistehende 7-Zoll-Monitor ist immerhin ein optisches Gimmick und ermöglicht aufgrund seiner Position eine bequeme Bedienung. Leider reagiert die Oberfläche bisweilen etwas träge und verlangt nachdrückliche Fingertipper.

Alternativ stehen zwei weitere Eingabemöglichkeiten zur Verfügung: der von Renault bekannte Bedienungssatellit am Lenkrad sowie eine Sprachsteuerung. Letztere zeichnete sich durch eine sichere Erkennung aus, zudem werden nahezu alle auf dem Bildschirm angezeigten Befehle ausgesprochen erkannt. Der Ablauf von der Aktivierung bis zum Ausführen des Befehls könnte jedoch auch hier fixer vonstatten gehen.

Renault R-Link

Testwertung
  • Bedienung: 4 von 5 Punkte
  • Dienste: 4 von 5 Punkte
  • Connectivity: 1 von 5 Punkte
  • Entertainment: 4 von 5 Punkte
  • Navigation 5 von 5 Punkte

Renault R-Link: Umfangreiche Funktionen

Bei den Menüs hat sich Renault richtig Mühe gegeben. Vor allem der Startscreen, auf dem alle wichtigen Infos von der Navigation über die Audioquelle bis hin zur Temperatur und einer Schnellwahl zur Freisprecheinrichtung integriert sind, gefällt. Tiefer in den Menüs gibt es jedoch viel zu klicken und zu konfigurieren - hier sollten die Oberflächendesigner noch etwas aufräumen. Von dem darunter liegenden Android-Betriebssystem sieht man übrigens nichts - Renault hat eine eigene Oberfläche aufgesetzt.

Renault

© connect

Zu den Apps gelangt man, indem man im Menü auf "Dienste" klickt. Dort findet man geladene Apps sowie den R-Link-Store, über den man im Auto Progrämmchen laden und auch das Tomtom-Navi und dessen Live-Dienste aktualisieren kann. Alle Verbindungen werden über eine fest verbaute SIM via GSM abgewickelt. Eine Smartphone-Integration nicht vorgesehen; Ausnahmen sind Bluetooth-Audio und -Telefonie.

Fazit: Es ist noch Feinschliff nötig

Das Fazit fällt trotzdem zwiespältig aus: R-Link an sich überzeugt dank der fairen Preise, der umfangreichen Möglichkeiten und der gelungenen Optik. Mehr Tempo wäre aber schön - und einige Fallstricke sollten verschwinden.

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