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Neun iPad-Tastaturen im Test

iPad-Tastatur
iPad-Tastatur
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Womit tippt es sich bequmer? Neun iPad-Tastaturen von Kensington, Hama, Logitech, iGear und Rapoo im Vergleich.

Mit iPad-Tastatur tippt es sich einfach bequemer. Keine Frage, Touchscreens sind toll. Wer allerdings längere Texte aufs Tablet bringen will, ist mit physikalischen Drückern besser bedient. Wir haben uns mit neun Tastaturen fürs iPad die Finger wund getippt. Die Testkandidaten stammen von Kensington, Hama, Logitech, iGear und Rapoo, die Auswahl reicht von superkompakt bis zu "eher für den Schreibtisch", viele der Tastaturen dienen gleichzeitig als Schutzhüllen.

Kensington Ultraslim Touch

Kensington Ultraslim Touch

  • Verarbeitung: 50 %
  • Tippgefühl: 20 %
  • Grösse: 80 %

Nur auf den ersten Blick praktisch: Durch die komplett in eine Lederhülle eingefasste Folientastatur ist das Kensington "Ultraslim Touch Keyboard Folio" (99 Euro) kaum dicker als eine herkömmliche Lederhülle. Wer viel unterwegs ist, wird sich über das handliche Format freuen.

Allerdings sollte man sich vor dem Kauf klarmachen, dass man damit ein Touchscreen-Keyboard durch eine Folientastatur ersetzt – beide bieten keinen mechanischen Druckpunkt. Man hat zwar etwas mehr Platz, aber das Schreibgefühl unterscheidet sich nicht wesentlich vom Bildschirmtippen. Und dafür ist das Keyboard zu teuer.

Fazit: Faltet sich schmal zusammen und schützt gleichzeitig das iPad – besser tippen kann man mit dem Ultraslim Touch aber nicht.

Kensington Ultraslim Touch
Kensington Ultraslim Touch ©

Kensington Keyfolio Case

Kensington Keyfolio Case

  • Verarbeitung: 60 %
  • Tippgefühl: 40 %
  • Grösse: 30 %

Das krasse Gegenteil zur Tastatur oben ist das Kensington "Keyfolio Bluetooth Keyboard Case" für 49 Euro – mit eingeklinktem iPad ist das ganze Paket so dick, dass man fast schon einen vollwertigen Laptop dahinter vermuten würde. Dafür ist das iPad gut geschützt, zudem kann man auch den einen oder anderen Zettel in die zahlreichen Zwischenräume stecken und transportieren.

Das Tippgefühl ist allerdings nicht viel besser als auf dem Touchscreen, denn die Tasten bestehen aus Gummi und sind so weich, dass man kaum spürt, ob man nun geklickt hat oder nicht. Eine akustische Rückmeldung fehlt ebenfalls. Dafür ist das Keyboard staubgeschützt.

Fazit: Guter Ansatz, schlecht umgesetzt: Das Kensington Keyfolio Case ist viel zu dick und man tippt nicht besser als auf dem Touchscreen.

Kensington Keyfolio Case
Kensington Keyfolio Case ©

Hama Cross Grain

Hama Cross Grain

  • Verarbeitung: 75 %
  • Tippgefühl: 70 %
  • Grösse: 75 %

Die iPad-Aktentasche: Wie ein Ringbuchkalender aus Leder wirkt die 99 Euro teure Silikonhülle Cross Grain, die laut Hama mit allen iPad-Modellen harmoniert und nicht übermäßig aufträgt; das dickere und auch etwas breitere Original-iPad mussten wir allerdings sehr nachdrücklich hineinpressen.

Die Besonderheit ist die magnetisch gehaltene und dadurch leicht herausnehmbare Tastatur, mit der sich das iPad sowohl hochkant als auch im Querformat bedienen lässt. Für die horizontale Nutzung bietet die Verschlusslasche fixe Neigungswinkel. Die leicht erhabene Handballenauflage sorgt für ein angenehmes Schreiben mit zehn Fingern, die Tasten stehen aber eng zusammen.

Fazit: Die abnehmbare Tastatur erweist sich im Alltag als praktisch, auch trägt die Hülle wenig auf. Ein gelungener Kompromiss.

Hama Cross Grain
Hama Cross Grain ©

Logitech Ultrathin Keyboard Cover

Logitech Ultrathin Keyboar Cover

  • Verarbeitung: 90 %
  • Tippgefühl: 90 %
  • Grösse: 80 %

So haben wir uns das vorgestellt: Das 99 Euro teure "Logitech Ultrathin Keyboard Cover Bluetooth" wird zugeklappt zum Deckel, der mit einer Dicke von knapp acht Millimetern noch nicht mal besonders aufträgt und an den Magneten für die hauseigenen Smart-Cover Halt findet.

Dennoch hat Logitech eine komplette Tastatur im Inneren untergebracht, mit der sich hervorragend tippen lässt – trotz minimal geringerer Tastengröße gegenüber großen Hackbrettern. Zum Schreiben muss das iPad in eine Führungsschiene eingesetzt werden, wo es dank Magnetkraft kippelfrei stehen bleibt. Der Hochglanz-Kunststoff macht eine gute Figur, zu haben ist das Logitech Ultrathin in Schwarz oder Weiß.

Fazit: Gutes Schreibgefühl, sicherer Stand, dank Magnethalterung auch als Deckel zu verwenden – diese Logitech-Lösung ist top.

Logitech Ultrathin Keyboard Cover
Logitech Ultrathin Keyboard Cover ©

iGear Agent

iGear Agent

  • Verarbeitung: 70 %
  • Tippgefühl: 75 %
  • Grösse: 70 %

Sicher ist sicher: Auch wenn die "Trekstore iGear Agent" für 49 Euro zusätzlich als Schutzhülle dient (man drückt das iPad einfach mit dem Display voran in die gummierte Umrandung der Tastatur), sollte man noch eine Tasche oder Ähnliches zum Transport verwenden.

Der Grund: Die Rückseite des iPads ist ungeschützt, und richtig fest sitzt es auch nicht im Rahmen. Dafür hat das Trekstore echte Tasten, die schon fast an das Tippgefühl einer normalen Tastatur herankommen – die Drücker sind nur etwas kleiner und die Ränder stören beim Handauflegen. Allerdings wackelt das so zusammengesteckte Mini-Laptop stark.

Fazit: Die Tasten machen den Unterschied: Mit dem iGear tippt es sich fast so gut wie am Laptop. Eine Transporthülle ersetzt es jedoch nicht.

iGear Agent
iGear Agent ©

Logitech Keyboard Case

Logitech Keyboard Case

  • Verarbeitung: 80 %
  • Tippgefühl: 80 %
  • Grösse: 70 %

Safer iPad: Bei diesem Hardcover sitzt die Tastatur auf der Innenseite des Displayschutzes aus Metall. Vier Abstandshalter in den Ecken verhindern, dass der Screen auf den Tasten aufliegt, wenn man ihn mit leichtem Druck in das Cover einsetzt. Nach dem Herauslösen mit entsprechendem Gegendruck ist das iPad mit erleuchtetem Display sofort startklar und kann sowohl quer als auch hochkant in das Case eingesetzt werden.

Der Neigungswinkel ist dabei starr, das iPad 3 sitzt ziemlich instabil. Die Tasten haben dafür einen sehr guten Druckpunkt, der Rand stört allerdings, wenn die Handballen in den Schreibpausen darauf ruhen. Oftmals billiger als für die empfohlenen 69 Euro zu haben.

Fazit: Mit dem iPad 3 mit Vorsicht zu genießen, doch es tippt sich gut mit dem Logitech. Eine Extrahülle zum Gehäuseschutz muss trotzdem sein.

Logitech Keyboard Case
Logitech Keyboard Case ©

Kensington Keyfolio Expert

Kensington Keyfolio Expert

  • Verarbeitung: 65 %
  • Tippgefühl: 75 %
  • Grösse: 80 %

Multifunktionell: Das 99 Euro teure "Kensington KeyFolio Expert" wird über ein pfiffiges Mikro-Saugpad an das iPad angeklebt und dient so auch als Hülle. Keine Sorge: Das iPad lässt sich ohne Rückstände wieder ablösen. Intuitiv begreifbar sind die Faltmöglichkeiten der Hülle zwar nicht, aber mit ihnen lässt sich das iPad fast stufenlos in jeden gewünschten Neigungswinkel bringen.

Zusammengeklappt ist das Ganze erfreulich dünn, aber wackelig: Die Klappe arretiert schlecht, da sie nur per Magnet hält. Das Bluetooth-Keyboard ist direkt in die Hülle integriert und bietet Sondertasten für die Playersteuerung und zur Regelung der Displayhelligkeit. Das Tippgefühl ist sehr ordentlich.

Fazit: Gute Tastatur mit Hülle, die auch noch in verschiedenen Winkeln aufgestellt werden kann – im Detail hat das Konzept aber Schwächen.

Kensington Keyfolio Expert
Kensington Keyfolio Expert ©

Rapoo E6300

Rapoo E6300

  • Verarbeitung: 80 %
  • Tippgefühl: 50 %
  • Grösse: 95 %

Kaum größer als eine Tafel Schokolade ist die mit dem IF Product Design Award ausgezeichnete Tastatur des chinesischen Herstellers Rapoo. Keine Frage, eine so kleine Tastatur polarisiert: "Viel zu klein", sagen die einen, "Super, passt in jede Tasche" die anderen.

Tatsächlich bräuchte man wirklich zierliche Hände, um die eng liegenden Tasten gut bedienen zu können. Blind Zehnfingerschreiben kann man mit der Rapoo nicht, auch das geänderte Tastatur-Layout und die Tatsache, dass das Keyboard zu leicht über den Tisch rutscht, verhindert dies. Doch die Sondertasten für die iPad-Bedienung versöhnen uns wieder. Ideal zum Fernsteuern, wenn das iPad am TV hängt.

Fazit: Die sehr kleinen Tasten schließen längere Tipparbeit aus, als Sofa-Fernsteuerung ist die 49 Euro teure Rapoo jedoch.

Rapoo E6300
Rapoo E6300 ©

Hama Bluetooth-Keyboard

Hama Bluetooth Keyboard

  • Verarbeitung: 60 %
  • Tippgefühl: 80 %
  • Grösse: 80 %

Wer keine Kompromisse machen will: Das 49 Euro teure "Hama Bluetooth-Keyboard" für das iPad ähnelt der klassischen Bluetooth-Tastatur von Apple, ist jedoch komplett aus Kunststoff gefertigt und hat einige Sondertasten für iPad-Befehle.

Da weder eine extra Hülle noch eine sonstige Verankerungsmöglichkeit gegeben ist, dürfte das Haupteinsatzgebiet des Keyboards der Schreibtisch sein – dort steht es stabil und rutscht dank seiner Gummifüße auch bei kräftigerem Tippen nicht vom Fleck. Die Tasten sind zwar gegenüber einer herkömmlichen Tastatur etwas kleiner geraten, doch es tippt sich überaus angenehm. Die Verarbeitung geht trotz des weichen Kunststoffes absolut in Ordnung.

Fazit: Nicht wirklich eine Tastatur für unterwegs, dafür bis auf die Größe ohne Kompromisse und mit angenehmem Tippgefühl.

Hama Bluetooth-Keyboard
Hama Bluetooth-Keyboard ©
 
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