Wir klären brennende Fragen zur App

Corona-App: 9 Fragen, die wir uns zum Start stellen

Seit dem 16. Juni ist die Corona-Warn-App verfügbar. Wir haben die Antworten auf Fragen zur App, die Sie sich bestimmt auch schon gestellt haben.

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Jetzt ist sie da - die Corona-Warn-App. Wir beantworten die Fragen, die bei Ihnen vielleicht auch noch ungeklärt sind.

Die neue Corona-Warn-App soll einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung und Nachverfolgung des Covid-19-Virus leisten. Zum Erscheinen wurde viel Aufklärungsarbeit über Funktion und Nutzen der App geleistet.

Dennoch können bei vielen potenziellen Nutzern noch Fragen offen sein. Wir haben Antworten auf die drängendsten Fragen, die Sie im Alltag betreffen könnten, herausgesucht.

Kann die Corona-Warn-App mich heimlich überwachen?

Da die App weder Positions-, noch personenbezogene Daten speichert, ist eine Überwachung von Personen über die App nicht möglich. Desweiteren werden Kontaktinformationen rein lokal und pseudonymisiert gespeichert.

Da es sich bei der App um eine sogenannte Open-Source-Anwendung handelt, liegt der Code offen zur Einsicht vor. Gäbe es eventuelle Hintertürchen, so könnten diese also leicht entdeckt und angeprangert werden. Wer selbst einen Blick auf den Code der Corona-Warn-App werden möchte, kann dies auf Github tun.

Darf mein Arbeitgeber mich zur Nutzung der Corona-Warn-App verpflichten?

Wie verschiedene Rechtsexperten darlegten, gestaltet sich eine Anweisung des Arbeitsgebers zur Installation der App als schwierig, da sich dessen Weisungsrecht nicht auf das Privatleben des Arbeitnehmers erstreckt. Eine allgemeine Anordnung zur Nutzung ist daher nicht zulässig.

Reicht eine Warnung der Corona-App als Krankschreibung?

Der Hinweis auf ein erhöhtes Risiko in der App ist als Handlungsempfehlung zu verstehen, Kontakte einzuschränken und telefonisch mit einem Arzt in Austausch zu treten.

Wie die Bundesregierung mitteilt, ist eine hohe Risikobewertung daher weder eine Aufforderung zur Quarantäne, noch als Krankschreibung gültig.

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Leert die Corona-Warn-App meinen Akku?

Die App setzt bei Verwendung auf die Bluetooth-Technologie BLE (Bluetooth Low Energy). Diese ist besonders stromsparend in der Nutzung und hat laut Entwickler SAP keine Auswirkungen auf die Akku-Laufzeit.

Nutzer der App sollten im Alltag also trotz permanenter Bluetooth-Nutzung keine besondere Einschränkung in der Handynutzung feststellen können.

Ist die Corona-Warn-App sicher vor Falschmeldungen?

Ein Risiko bei der Verwendung der App ist es, dass Nutzer sich fälschlicherweise als positiv getestet ausweisen könnten und so die Risiko-Überprüfung anderer Nutzer in die Höhe treiben.

An dieser Stelle wurde glücklicherweise vorgesorgt. Eine Änderung auf "positiv getestet" in der App ist nur über einen QR-Code möglich, der von den Testlaboren nach der positiven Überprüfung herausgegeben wird, oder über eine TAN, die bei einer Telefonhotline erfragt werden kann.

Hier liegt eine potenzielle Schwäche des Systems: Schafft es eine Person, ihr Gegenüber in der Telefonhotline fälschlicherweise von einer Corona-Infektion zu überzeugen, können so falsche Positive entstehen. Diese möglichen Einzelfälle sollten für die Genauigkeit der App jedoch kein allzu großes Risiko darstellen.

Wie genau ist die Corona-Warn-App?

Da die verwendete Bluetooth-Technologie nicht zur Messung von Abständen entworfen worden ist, kann es bei der Nutzung der App auch zu Falschmessungen kommen. So sendet die App nur alle zweieinhalb bis fünf Minuten ein Signal aus, wodurch es in der Messung zu Ungenauigkaiten kommen kann.

Desweiteren kann die App nicht miteinberechnen, ob sich zwischen den beiden Kontaktpersonen Hindernisse wie dünne Wände oder Masken befunden haben, die ein Infektionsrisiko verringern.

Breitere Hindernisse wie Häuserwände verringern die Stärke des Bluetooth-Signals, welche in die Berechnung des Infektionsrisikos mit einfließt. Bewohner von Mehrfamilienhäusern beispielsweise ​müssen sich also im Normalfall keine Gedanken darüber machen, ob die App ihnen fälschlicherweise einen Kontakt mit den Nachbarn von Gegenüber anzeigt.

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Speichert die Corona-Warn-App meine persönlichen Daten?

Die Registrierung in der App erfolgt anonym, ohne dass Sie personenbezogene Daten wie Telefonnummer oder Name angeben müssen. Desweiteren speichert die App keine Positions- oder Bewegungsdaten.

Die verschlüsselten Codes zur Speicherung von Kontakten mit anderen App-Nutzern werden ebenfalls nur auf Ihrem Smartphone gespeichert. Im Falle eines positiven Tests können Sie Ihren Code freiwillig freigeben, wodurch das Infektionsrisiko Ihrer Kontakte angepasst werden kann.

Ob Sie positiv getestet wurden und mit wem Sie Kontakt hatten, kann weder von der Bundesregierung, noch von anderen Nutzern der App eingesehen werden. Eine zentrale Speicherung der Daten findet nicht statt.

Kann mein Smartphone die Corona-Warn-App nutzen?

Da die App derzeit über den Play Store von Google, sowie Apples App Store angeboten wird, muss Ihr Smartphone auf einen der beiden Stores zugreifen können. Dies betrifft insbesondere neuere Huawei-Geräte, die auf Google-Dienste verzichten müssen.

Lesetipp: Alle Download-Links zur Corona-Warn-App

iOS-Nutzer müssen über die neueste Version des Betriebssystems, also iOS 13.5 verfügen. Dieses ist mit allen iPhones ab dem iPhone 6s, bzw. dem iPhone SE kompatibel.

Android-Anwender müssen gleich drei Anforderungen erfüllen, damit die App problemlos läuft: Auf dem Gerät muss Android 6 oder eine Nachfolger-Version installiert sein und das Gerät muss Zugriff auf Google Play Services haben, da es sich bei der Schnittstelle um einen Google-Dienst und nicht um eine Android-Anwendung handelt. Drittens muss das Smartphone mindestens über Bluetooth LE verfügen.

In welchen Sprachen gibt es die Corona-Warn-App?

Derzeit gibt es die Corona-Warn-App nur in einer deutschen Version. Diese ist dank vielen Bildern und leichter Sprache gut verständlich aufgebaut.

In Zukunft soll die App auch in andere Sprachen übersetzt werden. Derzeit geplant sind Versionen auf Türkisch und Englisch.

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