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Ratgeber Strom Teil 6: Geheimnisvolle Brückenschaltung

Inhalt
  1. Ratgeber Strom Teil 6: Netzfilterung von IsoTek
  2. Ratgeber Strom Teil 6: Geheimnisvolle Brückenschaltung

© Archiv

Heavy Metal: Wuchtige Eisenkerndrosseln, eine von ihnen fast so groß wie ein richtiger Trenntrafo, übernehmen im IsoTek Titan die Entkopplung der Steckplätze.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern empfiehlt IsoTek für die Funktion seiner Netzverteiler nicht ausdrücklich hauseigene, sondern auch andere hochwertige Netzkabel. Diese Tatsache, nebst den relativ großen Induktivitäten in der Schaltung, lässt zunächst darauf schließen, dass IsoTek mit klassischen, mehrstufigen  Filtern ähnlich wie Frequenzweichen arbeitet. Das ist offensichtlich nicht der Fall, wie stereoplay im Meslabor ermittelte.

© stereoplay

Denn wie nebenstehendes Diagramm zeigt, fällt das Oberwellenspektrum vom Lichtnetz unmittelbar an der Steckdose (grüne Linie) nahezu identisch aus wie an den Ausgängen des Titan. Eine echte Filterwirkung konnte stereoplay zumindest im Frequenzbereich bis 150 Kilohertz nicht erkennen. Das legt die Vermutung nahe, dass IsoTek die Steckplätze über eine Art induktiver Brückenschaltung entkoppelt, mit deren Hilfe sich - ähnlich der Phantomspeisung bei Mikrofonen - zwei Stromkreise nahezu rückwirkungsfrei überlagern lassen.

Die eigentliche Filterung übernehmen dann passive Resonanzkreise aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen.

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