Soundcore Work getestet: Diktiergerät fürs KI-Zeitalter
Das Soundcore Work transformiert das Diktiergerät ins KI-Zeitalter. Für Journalisten und alle anderen, die beruflich Gespräche oder Meetings aufzeichnen, ist es eines der spannendsten Gadgets 2026. Wir haben es getestet, hier sind unsere Eindrücke.
Im KI-Zeitalter hat das klassische Diktiergerät ausgedient. Viele nutzen das Smartphone als Rekorder, auch weil man die Aufnahmen direkt transkribieren und verschicken kann. Aber wer häufig damit arbeitet, sucht nach einer dedizierten Lösung. Hier macht Plaud gute Angebote (zur Website), und seit...
Im KI-Zeitalter hat das klassische Diktiergerät ausgedient. Viele nutzen das Smartphone als Rekorder, auch weil man die Aufnahmen direkt transkribieren und verschicken kann. Aber wer häufig damit arbeitet, sucht nach einer dedizierten Lösung. Hier macht Plaud gute Angebote (zur Website), und seit neuestem auch die Anker-Tochter Soundcore mit dem Soundcore Work. Wir haben es getestet.
Preise und Marktüberblick: Soundcore Work mit Abo-Modell
Das Soundcore Work kostet in Deutschland 160 Euro, es kann direkt über die Soudcore-Website oder bei Amazon&Co bestellt werden. Transkriptionen und per KI erstellte Zusammenfassungen der Aufnahmen sind bis 300 Minuten pro Monat kostenlos, wer mehr Minuten benötigt, muss dazu kaufen: Es gibt eine kostenpflichtige Soundcore Work Pro-Mitgliedschaft für 111 Euro/18 Euro pro Jahr/Monat) und Minutenpakete, etwa 120 Minuten für 3 Euro.
Das moderne Diktiergerät von Anker tritt gegen klassische Modelle und gegen neue KI‑Modelle wie Plaud Note an. Während erste schon ab 50 Euro zu haben sind, setzt Plaud mit 170 Euro preislich noch einen drauf. Plaud hat wie Anker ein Abo-Modell für Intensivnutzer, die Preise sind ähnlich.
Design, Verarbeitung,Haptik: Hochwertig-eleganter Business-Look
Der Rekorder selbst ist nur rund 2,3 Zentimeter groß, wiegt etwa 10 Gramm und erinnert an eine Münze und nicht an ein klassisches Diktiergerät. Er dockt an eine flache quadratische Basis an, die in etwa Handtellergroß ist und noch einmal Akkureserven bereithält. Deren Gehäuse der Basis besteht aus Metall, während der Rekorder selbst überwiegend aus hochwertigem Kunststoff in Metalloptik gefertigt ist. Er ist sehr unauffällig gestaltet, sodass man ihn dezent am T-Shirt oder Hemd anklippen kann. Apropos klippen: Ober- und Unterseite sind physisch getrennt, aber über einen starken Magneten miteinander verbunden. So kann man den Rekorder sehr einfach an Stoffen und anderen dünnen Materialien "ankleben".
Soundcore schlägt auf einer Website auch das Tragen um den Hals vor, eine dünne Schnur gehört lobenswerterweise zum Lieferumfang. Ein weiteres Einsatzszenario: Die flache Basis ist magnetisch und kann an Qi-fähige Smartphones wie iPhone und Pixel 10 einfach andocken.
An einer Seite hat Anker einen Knopf positioniert, der so deutlich abgesetzt ist, dass man ihn sehr gut findet, ohne hinzuschauen. Er dient zum Starten und Beenden der Aufnahmen - einfach einmal drücken, Start, nochmal drücken, Ende. Das Gerät bestätigt jede Eingabe mit einer Vibration. Zudem signalisiert ein weißer LED-Punkt eine laufende Aufnahme.
Auch die Funktion zum Highlighten von bestimmten Abschnitten der Aufnahme ist schlicht und durchdacht: Wenn man das Gefühl hat, dass diese Passage besonders wichtig ist, tippt man einfach doppelt auf die Oberseite. Die entsprechende Stelle wird dann in der Audiospur und in der Transkription markiert.
Kurz und gut: Der Soundcore Work überzeugt auf Anhieb mit einem pragmatischen Design, das viele Positionierungen erlaubt, und einem elegant-unauffälligen Look, der den dezenten Einsatz auf Messen oder Veranstaltungen erlaubt.
Audioqualität der Aufnahmen
Der Rekorder arbeitet mit einem Dual‑Mikrofon, das Sprache bis zu etwa fünf Metern Entfernung priorisiert und Umgebungsgeräusche aktiv reduziert. In unserem Test blieben die Stimmen der Gesprächspartner auch in lauten Messehallen und Räumen verständlich, während Hintergrundgeräusche spürbar abgeschwächt werden.
Die „reine“ Audioqualität sehen wir auf einem guten Niveau, auf einer Höhe mit hochwertigen klassischen Diktiergeräten. Dabei gilt: Je näher das Mikrofon am Sprecher positioniert ist, desto besser die Aufnahme. Bei guter Positionierung lassen sich die Mitschnitte auch für Interviews, Podcasts‑Rohmaterial oder Diktate verwenden, allerdings wird nicht die Qualität eines dedizierten Mikrofons erreicht.
Die Soundcore-App macht einen Unterschied
Wer Wert auf eine Top-Aufnahmequalität für Mitschnitte legt, wird sich nicht das Soundcore Work kaufen. Die Stärken dieser Lösung liegen in den kompakten Abmessungen, die eine flexible Positionierung erlauben, und in der Weiterverarbeitung der Aufnahmen in der Soundcore-App.
Nach der Aufnahme werden Dateien automatisch oder beim App‑Start synchronisiert. Die App bietet eine KI‑gestützte Transkription, die natürlich keine hunderprozentige Erkennung schafft, aber im Test sehr zuverlässig arbeitete, auch die automatische Sprechererkennung präsentierte sich treffsicher. Stark: Transkripte lassen sich durchsuchen, Sprechernamen zuweisen und eng mit der Audiodatei verknüpfen, per Tipp auf den Text springt man an die passende Audio‑Stelle und umgekehrt.
Besonders überzeugt haben uns aber die Vorlagen für die Zusammenfassungen: Man kann selbst festlegen, in welchem Stil die KI die Aufnahme zusammenfassen soll, die Bandbreite reicht von "persönlichen Notizen" bis hin zur Rechtsberatung oder medizinischen Therapie.
Die Sache mit dem Datenschutz
Anker verspricht volle Datenkontrolle. Alle Aufnahmen würden lokal auf dem Gerät gespeichert (8 GB bieten reichlich Platz), seien verschlüsselt und würden nach der Transkription sofort aus der Cloud gelöscht, so der Hersteller. Das mag sein, aber für die Transkription werden die Aufnahmen zunächst auf einen Server geladen und von einem GPT-Modell verarbeitet.
Der Akku ist kein Thema
Über die Akkulaufzeit muss man sich beim Soundcore Work keine Gedanken machen. Die Akkulaufzeit gibt Anker mit 8 Stunden an, mit dem Ladecase verlängert sie sich auf 32 Stunden. Das reicht auch für längere Meetings oder Messetage.
Fazit: Starkes Tool für alle, die viel kommunizieren
Das Soundcore Work ist ein durchdachtes Tool für alle, die viel mit Gesprächen, Meetings und Interviews arbeiten und sich nicht mit Notizen herumschlagen wollen. Im Gegensatz zum Smartphone lässt es sich dezent nahe am Mund positionieren und läuft unauffällig im Hintergrund. Die mit Hilfe von OpenAIs GPT erstellten Transkriptionen und Zusammenfassungen sind treffsicher und liefern echten Mehrwert.


