Zum Inhalt springen
Technik. Tests. Trends.
VG Wort Pixel
ANC und Sound sind Spitzenklasse

Galaxy Buds 4 Pro getestet: Samsungs beste In-Ear-Kopfhörer

Mehr zum Thema: Samsung

Von Samsung erreicht uns das neue In-Ear-Top-Modell Galaxy Buds 4 Pro und der moderne Look überzeugt auf den ersten Blick. Nicht nur das Design ist gelungen, wie unser Test zeigt. Einen großen Haken gibt es aber.

Autor: Andreas Seeger • 12.3.2026 • ca. 5:55 Min

Online-Siegel
Sehr Gut
Einzeltest
SamsungGalaxy Buds 4 Pro
In-Ear-Kopfhörer
März 2026 Zum Produkt
Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test Teaser
Die Galaxy Buds 4 Pro gibt es für 249 Euro in schwarz, weiß und pink gold. Wir haben die schwarze Variante getestet.
© connect
Frag’ die KI

Die Galaxy Buds 4 Pro treten die Nachfolge der Buds 3 Pro an, die im Juli 2024 in den Handel kamen. Wir haben sie hier getestet und sehr gut bewertet. Aktuell bekommt man sie für 150 Euro, was für das Gebotene ein wirklich attraktiver Preis ist. Die Buds 4 Pro starten bei 250 Euro und konkurrieren...

249,00 €
Jetzt kaufen

Pro

  • gelungenes, modernes Design mit Steg aus gebürstetem Metall
  • wasser- und staubfest nach IP57
  • präzise Steuerung
  • App mit vielen Features und enormer Einstellungsvielfalt
  • bei Galaxy-Smartphones direkt in die Systemeinstellungen eingebunden
  • sehr gutes ANC und hervorragender Transparenzmodus
  • gute Akustik beim Telefonieren

Contra

  • aptX und LDAC nicht unterstützt
  • viele Funktionen sind Samsung-exklusiv
  • Akkulaufzeit nur im Mittelfeld

Fazit

connect-Wertung: Sehr gut (453 von 500 Punkten) Die Galaxy Buds 4 Pro sind Hingucker, der Stiel aus gebürstetem Metall verleiht den In-Ear-Kopfhörern einen hochwertig-modernen Look. Technisch lässt Korea mal wieder nichts anbrennen, sowohl die Geräuschunterdrückung als auch der Transparenzmodus präsentieren sich auf höchstem Niveau. Der Sound überzeugt ebenfalls, einen so druckvoll-treibenden Bass hat man gerne im Ohr. Allerdings spielt Samsung das Spiel von Apple und behält Features wie 360-Grad-Audio und HiRes-Audio den eigenen Smartphones vor. Auch bei der Akkulaufzeit gibt es Abzüge. Daher sind die Galaxy Buds 4 Pro ausschließlich für Besitzer von Samsung Smartphones empfehlenswert.

90,6%

Die Galaxy Buds 4 Pro treten die Nachfolge der Buds 3 Pro an, die im Juli 2024 in den Handel kamen. Wir haben sie hier getestet und sehr gut bewertet. Aktuell bekommt man sie für 150 Euro, was für das Gebotene ein wirklich attraktiver Preis ist. Die Buds 4 Pro starten bei 250 Euro und konkurrieren mit allen aktuellen Spitzenmodellen, unter anderem den Huawei FreeBuds 5 und den Sony WF-1000XM6, die wir bereits getestet haben (hier geht es zum Test der FreeBuds, hier zum Test der XM6). Beides sind sehr starke Modelle. Kann Samsung mithalten?

Design und Tragekomfort: Hohe Schutzklasse

Die Galaxy Buds 4 Pro fallen sofort auf, das Design mit einem breiten Stiel aus gebürstetem Aluminium ragt aus der Masse der In-Ear-Kopfhörer heraus und ist sehr gelungen. Die Anfassqualität und die Verarbeitung sind absolute Spitzenklasse, dafür spricht auch die überdurchschnittlich hohe Wasserschutzklasse: IP57 bedeutet, dass die Earbuds auch gegen zeitweiliges vollständiges Untertauchen geschützt sind.

Das Ladecase ist mit seinem transparenten Deckel ebenfalls ein Hingucker geworden. Es ist spürbar kompakter als bei Sonys XM6, dabei relativ flach und an allen Seiten gerundet, sodass es auch in der Hemdtasche nicht zu dick aufträgt und anstandslos in enge Taschen gleitet.

Samsung Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test Case Vergleich Sony XM6Galaxy Buds 4 Pro Test Case Vergleich Sony XM6
Der Stiel aus poliertem Metall macht optisch einiges her. Außerdem geben sich die Earbuds angenehm leicht und kompakt.
© connect

Die Earbuds wiegen jeweils nur 5,5 Gramm und sind kompakt, man kann sie auch über einen längeren Zeitraum tragen, ohne dass es unangenehm wird. Samsung liefert 3 Ohrpassstücke aus Silikon mit, bei dem Preis hätten wir uns mindestens einen Satz aus Memory Foam gewünscht. Das Material dichtet den Gehörgang besser ab und sorgt für eine viel stärkere passive Dämpfung. Sony zeigt wie man es besser macht und legt bei seinem Flaggschiff XM6 4 Passstücke bei, alle aus Memory Foam.

Kurz und gut: Von Außen können die Galaxy Buds 4 Pro überzeugen, nur bei den Ohrpassstücken hätten wir uns etwas mehr gewünscht.

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test Case Vergleich Sony XM6
Das Case ist ebenfalls sehr kompakt gestaltet, kompakter etwa als Sonys XM6. Weil die Buds 4 Pro an allen Seiten abgerundet sind, gleiten sie wie von selbst in die Tasche
© connect

Bedienung und App: Sehr gelungen

Die Bedienung über die touch-sensitiven Seiten des Stiels hat schon bei den Vorgängern überzeugt, die Buds 4 Pro schließen hier nahtlos an: Wenn man den Steg zusammendrückt, kann man die Musik stoppen oder skippen, längeres Drücken steuert das ANC, vertikal darüber streichen verändert die Lautstärke. Gerade die Streichgesten sind bei vielen In-Ears eine Herausforderung, Samsung meistert sie ohne Probleme.

Die grundlegenden Funktionen zur Mediensteuerung lassen sich nicht anpassen, man kann aber bestimmen, was passiert, wenn man den Stiel länger zusammendrückt - und dabei hat man nicht nur die Wahl zwischen digitalen Assistenten und dem ANC, man kann auch Apps starten, etwa den Dolmetscher, das Diktiergerät oder Spotify.

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test Screenshot Startbildschirm
Vorteil Galaxy Smartphones: Die Verwaltung der Galaxy Buds 4 Pro ist direkt in den Systemeinstellungen integriert.
© connect/Hersteller

Verwaltet werden die Galaxy Buds 4 Pro über die Wearable-App von Samsung. Diese gibt es nur für Android, man kann also mit einem iPhone lediglich Musik hören, ohne tiefere Einstellungsmöglichkeiten. Wenn man dagegen ein aktuelles Samsung-Smartphone benutzt, dann ist nicht einmal die Wearable App nötig, weil die In Ears direkt in die Benutzeroberfläche von Samsung integriert und über das Einstellungsmenü von Android zugänglich sind.

Dass Samsung keine iOS-App anbietet wird vielfach kritisiert, aber Hand aufs Herz: Wie viele iPhone-Nutzer kaufen sich Samsung-Kopfhörer? Apple macht hier mit den Airpods ein sehr gutes Angebot. Die Airpods sind zudem so tief in das System integriert, dass Apple eine bessere Benutzererfahrung bieten kann als jeder Dritthersteller.

Samsung nimmt sich hier Apple zum Vorbild: Denn wie bereits beschrieben sind die Galaxy Buds 4 Pro tief in One UI integriert und von dieser tiefen Integration profitiert man nur mit einem Samsung-Smartphone. Doch das ist noch nicht alles: Samsung behält viele Features dem eigenen Ökosystem vor: Bluetooth Multipoint und 360-Grad-Audio funktionieren nur mit einem One-UI-Smartphone. Und da Samsung HiRes-Audio über einen eigenen Codec realisiert (Samsung SSC), gibt es dieses Feature ebenfalls nur für One-UI-Smartphones. Mit diesen Einschränkungen lässt sich bereits konstatieren, dass die Galaxy Buds 4 Pro vor allem für Besitzer eines Samsung-Smartphones empfehlenswert sind.

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test Screenshot Features
In der Samsung-App gibt es viele Einstellungen und Features, viele davon laufen aber nur, wenn man ein Samsung-Smartphone benutzt.
© connect/Hersteller

Die Praxis, die eigenen Peripheriegeräte zu bevorzugen, ist weit verbreitet und sehr erfolgreich, siehe Apple. Von Wettbewerbshütern wird das immer wieder kritisiert, weil Dritthersteller benachteiligt werden. Für uns ist das ebenfalls ein großer Kritikpunkt.

Davon abgesehen präsentiert sich die Samsung-App aber gelungen. Die Einstellungstiefe ist nicht ganz so hoch wie bei Sony, aber bei Samsung überzeugt dafür das Look&Feel der Oberfläche, das im Stil von One UI gehalten ist.

Man kann den Klang per Hörtest oder über einen 9-Band-Equalizer anpassen, es gibt zudem 360‑Grad-Audio, adaptives ANC mit verschiedenen Stufen und eine Speak-to-Chat-Funktion, bei der die Wiedergabe unterbrochen und der Transparenzmodus aktiviert wird, wenn Stimmen in der Umgebung erkannt werden. Im Gegensatz zu Sonys XM6 kann man Speak-to-Chat aber nicht anpassen. Im Gegensatz zu Sony fehlt auch eine Situations- und ortsabhängige Automatisierung, bei der bestimmte Einstellungen oder Apps gestartet werden, wenn das System erkennt, dass man beispielsweise Fahrrad fährt oder joggt.

Eine Samsung-Besonderheit: Die "Nackendehnungserinnerung": Wenn die In-Ears über die Sensoren eine schlechte Kopfhaltung über einen längeren Zeitraum registrieren, weisen sie den Träger darauf hin.

Codecs und Connectivity

Mit Bluetooth 6.1 wird die neueste Bluetooth-Version unterstützt, inklusive dem neuen Funkstandard LE (mit LC3 Codec) und der Erweiterung Auracast. So weit, so positiv. HiRes-Audio realisiert Samsung aber ausschließlich über die Eigenentwicklung SSC (Samsung Seamless Codec), die Qualcomm-Codecs und der Android-Standard LDAC bleiben außen vor. Das bedeutet auch, dass für HiRes-Audio ein Galaxy-Smartphone erforderlich ist.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Unterstützung von Bluetooth Multipoint, also der gleichzeitigen Verbindung der Buds 4 Pro mit mehreren Audioquellen. Was im mittleren und gehobenen Preissegment mittlerweile Standard ist, funktioniert nur innerhalb des Samsung Ökosystems, sprich: Von einem Galaxy Book zum Galaxy-Smartphone oder zwischen zwei Galaxy-Smartphones. Eine weitere Hürde: Beide Geräte müssen im selben Samsung-Account angemeldet sein.

Der Sound ist klasse

Samsung setzt wie bei den Buds 3 Pro auf ein Zwei-Wege-Lautsprechersystem, aber mit neuen Treibern, die noch spritziger und druckvoller klingen. Der Klang ist hervorragend, außerordentlich präzise und dabei frisch. Die Bässe und Mitten sind in der Voreinstellung ein wenig überrepräsentiert, aber dies ist Geschmackssache und kann mit dem leistungsfähigen Equalizer, der über neun Bänder und einen Regelbereich von ±10 dB verfügt, leicht geändert werden.

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test Frequenzgang
Der Frequenzgang zeigt, welche Frequenzen der Ohrhörer betont und welche er zurücknimmt. Wegen der fehlenden Klangformung durch das Außenohr sollte ein natürlich klingender In-Ear-Kopfhörer eine charakteristische Senke rund um 500 Hz und eine Betonung bei 3 kHz aufweisen. Mit kräftigem Bass, leichter Mittensenke und quirligem Präsenz- und Hochtonbereich sind die Samsungs in neutraler Klangeinstellung schön peppig-druckvoll abgestimmt.
© connect

Starkes ANC, natürlicher Transparenzmodus

Das ohnehin schon sehr gute ANC der Buds 3 Pro hat Samsung noch stärker gemacht, vor allem im mittleren Frequenzbereich dämpfen die Buds 4 Pro noch effektiver. Das ANC ist damit fast so gut wie beim Klassenbesten, den WF-1000XM6 von Sony, die wir hier getestet haben. Und während der Transparenzmodus bei Sony zu künstlich klingt, überzeugt er auf den Galaxy Buds 4 Pro mit einer natürlichen Geräuschkulisse und einer dezent verstärkten Stimmwiedergabe.

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Test ANC Diagramm
Das Diagramm zeigt die durch die Ohrmuscheln hervorgerufene frequenzabhängige Schalldämpfung von Umgebungsgeräuschen. Samsung hat sowohl das ANC als auch den Transparenzmodus hervorragend abgestimmt: Das ANC dämpft Lärm über weite Frequenzbereiche um 20 bis 30 dB, während der Transparenzmodus den Höreindruck ohne In Ears sehr gut simuliert.
© connect

Akustik top

Für Vieltelefonierer sind die Galaxy Buds 4 Pro eine sehr gute Wahl, die eigene Stimme wird klar und natürlich übertragen, was für In-Ears keine Selbstverständlichkeit ist. Mit einer ähnlich hohen Qualität kommt der Gesprächspartner im eigenen Ohr an. Straßenlärm wird beim Telefonieren zwar nicht ganz so gut herausgefiltert wie bei Sonys XM6, der Unterschied ist aber nicht groß, das Niveau trotzdem noch hoch

Schwachpunkt Akkulaufzeit

Mit aktiviertem ANC halten die Buds 4 Pro 6 Stunden durch, was ein guter Wert ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Samsung schafft gegenüber den Vorgängern keine Steigerung und bewegt sich hier nur im Mittelfeld, praktisch alle Top-In-Ears halten länger durch, etwa Sonys XM6 mit 8 Stunden.

Über das Ladecase können die Buds 4 Pro viermal aufgeladen werden, bevor das Case nachgetankt werden muss. Das geschieht entweder über USB-C oder kabellos.

Online-Siegel
Sehr Gut
Einzeltest
SamsungGalaxy Buds 4 Pro
In-Ear-Kopfhörer
März 2026 Zum Produkt

Fazit: Samsung und der goldene Käfig

Die Galaxy Buds 4 Pro sind Hingucker, der Stiel aus gebürstetem Metall verleiht den In-Ear-Kopfhörern einen hochwertig-modernen Look. Technisch lässt Korea mal wieder nichts anbrennen, sowohl die Geräuschunterdrückung als auch der Transparenzmodus präsentieren sich auf höchstem Niveau. Der Sound überzeugt ebenfalls, einen so druckvoll-treibenden Bass hat man gerne im Ohr. Allerdings spielt Samsung das Spiel von Apple und behält Features wie 360-Grad-Audio und HiRes-Audio den eigenen Smartphones vor. Auch bei der Akkulaufzeit gibt es Abzüge. Daher sind die Galaxy Buds 4 Pro ausschließlich für Besitzer von Samsung-Smartphones empfehlenswert.

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Messergebnisse und Features

Kategorie Samsung Galaxy Buds 4 Pro
Preis (Euro): 249
GRÖßE UND GEWICHT
Abmessungen Ladeschale (L x B x H in mm): 51 x 51 x 28
Gewicht Kopfhörer (Paar)/Ladeschale (Gramm): 11/45
CONNECTIVITY
Bluetooth/Multipoint-Anbindung: 6.1/-
Audio-Codecs: SBC/AAC/SSC
MESSWERTE
Ausdauer (h:mm): 6:00
max. Lautstärke (dB): 108
mittlere Dämpfung ohne ANC (dB)/mit ANC (dB): 8/25
mittlere Dämpfung Voice Through (dB): 0
SPRACHQUALITÄT TELEFONIE (Senden/Empfangen)
Klang (MOS/max. 5): 2.9/3.3
Geräuschunterdrückung Straße (MOS/max. 5): 2.2
Geräuschunterdrückung Kneipe (MOS/max. 5): 2.1

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Testergebnisse

Samsung Galaxy Buds 4 Pro Testergebnisse und Punkte
Ausdauer (85) 69 (gut)
Ausstattung (125) 120 (überragend)
Connectivity (10) 7 (befriedigend)
Bedienung und Funktion (70) 68 (überragend)
Smartphone-App & Einstellungen (30) 30 (überragend)
Lieferumfang (15) 15 (überragend)
Handlichkeit (50) 46 (sehr gut)
Tragekomfort sehr gut
Halt im Ohr sehr gut
Verarbeitungsqualität (25) 24 (überragend)
Messwerte (215) 194 (sehr gut)
max. Lautstärke (30) 28 (sehr gut)
Geräuschdämpfung (50) 47 (sehr gut)
Dämpfung Voice Through (10) 10 (überragend)
Frequenzgang und Verzerrungen (8) 6 (gut)
Klangurteil (95) 88 (sehr gut)
connect-Urteil max. 500 sehr gut (453)
Mehr zum Thema: Samsung