Eine Tastatur und eine Maus genügen! Der Club 3D USB-C-Switch im Test
Dieser kleine USB-Switch hält nicht nur ihren Schreibtisch aufgeräumt, er erlaubt zwei Geräten die geteilte Nutzung eines großen Monitors. Was wir gut fanden steht in diesem Test.
Der Club 3D CSV-2512 positioniert sich als eine Lösung, die speziell für die nahtlose Steuerung von zwei USB-C-Quellgeräten über eine Single-Peripherie-Konfiguration entwickelt wurde. Das Gerät ermöglicht es Anwendern also, zwei Computer oder mobile Endgeräte mit nur einer Tastatur und Maus a...
Der Club 3D CSV-2512 positioniert sich als eine Lösung, die speziell für die nahtlose Steuerung von zwei USB-C-Quellgeräten über eine Single-Peripherie-Konfiguration entwickelt wurde. Das Gerät ermöglicht es Anwendern also, zwei Computer oder mobile Endgeräte mit nur einer Tastatur und Maus auf einem gemeinsamen HDMI-Display zu bedienen, welches Auflösungen bis zu 4K bei einer Bildwiederholrate von 60 Herz haben darf.
Für Peripheriegeräte stehen, abgesehen von den zwei USB-C-Eingängen für die Quell-Geräte, drei USB-Typ-A-Anschlüsse zur Verfügung. Diese erlauben eine Datentransferrate von 5 Gbit/s. Wichtig zu wissen ist, dass es sich hier nicht um einen klassischen KVM-Switch handelt, sondern um die USB-C-Variante, bei der die Quell-Geräte Videosignal und USB-Peripherie-Signal über diesen Port weitergeben. Bei klassischen PC-Kisten wie Desktop- oder Gaming-PCs ist das nicht der Fall. Insbesondere dann nicht, wenn der PC eine dedizierte Grafikkarte hat über die das Bild generiert und ausgegeben wird.
Ein sehr praktisches Merkmal des Switches ist die integrierte Power-Delivery-Technologie, die eine Gesamtleistung von bis zu 100 W unterstützt. Hierbei ist der Switch in der Lage, zwei Geräte gleichzeitig zu laden: Während die erste Quelle mit bis zu 65 W versorgt wird, erhält das zweite Gerät parallel 20 W, was den Verzicht auf ein Netzteil für ein Tablet ermöglicht.
Da aber kein Netzteil im Lieferumfang enthalten ist, muss man das seines Notebooks verwenden. Die Umschaltung zwischen den Quellen erfolgt unkompliziert per Tastendruck, wobei eine LED-Anzeige den aktiven Kanal anzeigt. Das kompakte Gerät ist zudem für die Nutzung mit Apple-Produkten wie Macs und iPads optimiert und unterstützt Windows 11 und MacOS 15.
Einsatzszenario: Der hybride Arbeitsplatz für Kreative
Ein typisches Einsatzszenario für den CSV-2512 findet sich in einem modernen Home-Office oder einer professionellen Design-Umgebung, in der sowohl ein leistungsstarkes MacBook als auch ein Windows-basiertes Notebook oder ein iPad Pro zum Einsatz kommen. In dieser Konfiguration dient der KVM-Switch als zentrale Docking-Station: Der Anwender nutzt zum Beispiel einen 4K-Monitor und seine bevorzugte mechanische Tastatur für beide Endgeräte, ohne jemals Kabel umstecken zu müssen.
Während der Arbeit an einem Grafikprojekt auf dem Hauptrechner kann per Knopfdruck sofort auf das zweite Gerät zugegriffen werden, um beispielsweise E-Mails zu checken oder mobile Applikationen zu bedienen. Der besondere Vorteil liegt hier in der effizienten Stromversorgung: Der Switch lädt beide Geräte gleichzeitig, also ein Laptop und ein Tablet zum Beispiel.
Praktischer Einsatz: Was ist im Test aufgefallen?
Auffällig war zunächst, dass in dem kleinen Kasten offensichtlich Intelligenz eingebaut wurde. Der Club 3D Switch erlaubt kein Umschalten in die „schwarze Nacht“, will heißen: wenn auf der zweiten USB-C-Quelle kein Signalzulieferer angeschlossen ist, dann wird auch nicht versucht eine Verbindung aufrecht zu halten – es ist ja schließlich kein Videosignal vorhanden, das an den Monitor gesendet werden könnte. Der Switch merkt also, dass kein Tablet oder Laptop an Quelle 2 angeschlossen ist und bleibt automatisch auf Quelle 1.
Dennoch kann man immer das Mobiltelefon über diesen Port laden. Das Display auf dem großen 4K-Bildschirm anzuzeigen ist uns im Test allerdings nicht gelungen. Das liegt aber am verwendeten Samsung Galaxy A56. Der CSV-2512 setzt zwingend voraus, dass das Quellgerät das Videosignal nativ über USB-C ausgibt. Da die Samsung A-Modelle dieses Signal aber gar nicht erst senden, bleibt unser Monitor schwarz.
Am Rande bemerkt: Wer den Switch verwenden möchte mit einem Notebook und einem Smartphone, sollte vorher prüfen, ob das Videosignal über USB-C nativ ausgegeben wird. Gleiches gilt freilich für Tablets, aber hier ist die Chance sehr hoch, dass es geht.
Anmerkung: Die Videoausgabe über USB-C ist bei Samsung fast ausschließlich den Flaggschiff-Modellen vorbehalten. Dazu zählen die Modelle der S-Serie (Galaxy S8, S21, S22, usw.), der Note-Serie (Note 8 und neuer) und der Z-Serie (z.B. Galaxy Z Fold, bei Flip ist es oft eingeschränkt). Bei den Tablets von Samsung sieht es ähnlich aus. Bei den hochwertigen Modellen der Reihe Tab S7, S8 und S9 läuft es mit der Signalweiterleitung, die günstigen Modelle („Lite“ oder „FE“) haben dieses Feature aber nicht.
Apropos Laden: In unserem Setup haben wir das 65-Watt-Netzteil eines Lenovo Thinkpad direkt an den Switch angeschlossen und von da ein USB-C-auf-USB-C-Kabel an das Notebook. Das Laden des Notebooks hat - über diesen Umweg - ohne Probleme sofort begonnen und ein Smartphone am „Source2“ konnte ebenfalls parallel geladen werden. Das größere Problem war, dass die dafür notwendigen Kabel nicht Bestandteil des Lieferumfangs sind – überhaupt, es liegen gar keine Kabel bei. Ein einfaches USB-C zu USB-C wäre schon hilfreich gewesen, zumal man dies zwingend benötigt, wenn man ein Notebook als Quelle einsetzen möchte und zugleich auch den Akku laden möchte.
Angenehm ist aber, dass ein verbundenes Notebook (z.B. Quelle 1) den HDMI-Monitor als erweiterten Bildschirm (Shortcut: Win + P) erlaubt. Man kann also per Klick auf den Umschaltknopf auf die zweite Quelle wechseln und trotzdem einen Teil des Desktops (Notebook), zum Beispiel ein Mailprogramm, im Auge behalten.
Wirklich problemlos haben alle unsere getesteten Peripheriegeräte funktioniert. Dazu zählten sowohl kabelgebundene Mäuse und Tastaturen, sowie Geräte, die wir über Funk-Dongle angebunden hatten.
Was haben wir vermisst?
Der CSV-2512 ist ein relativ kleiner KVM-Switch, der nur die Grundbedürfnisse von zwei Geräten abdeckt, dafür aber einen moderaten Preis von rund 55 Euro hat. Ein paar mehr USB-A-Ports wären aber durchaus praktisch, da man heute viel mehr über USB verbindet als nur eine Maus und eine Tastatur. Außerdem wäre wenigstens ein Kabel im Paket schön gewesen – aber das sagten wir bereits.
Fazit Club 3D CSV-2512
Der Club 3D CSV-2512 erweist sich als effiziente KVM-Lösung für moderne Arbeitsplätze, um zwei USB-C-Quellgeräte nahtlos mit nur einer Peripherie-Konfiguration bei 4K/60Hz zu steuern. Besonders hervorzuheben ist das integrierte Power Delivery, welches mit bis zu 100 Watt ein gleichzeitiges Laden beider Endgeräte ermöglicht und so zusätzliche Netzteile überflüssig macht. Da der Switch jedoch zwingend eine native Videoausgabe über USB-C voraussetzt, ist vorab die Hardware-Kompatibilität – insbesondere bei Smartphones – zwingend zu prüfen. Trotz des Verzichts auf mitgelieferte Kabel bietet das kompakte Gerät für rund 55 Euro eine intelligente und platzsparende Lösung.
Technische Highlights
| Merkmal | Ausprägung |
|---|---|
| Details Modell: | CSV-2512 Dual USB-C zu HDMI KVM-Switch |
| Video-Ausgang: | HDMI mit 4K60Hz Unterstützung |
| KVM-Funktion: | Steuerung von 2 PCs via 1x Tastatur & Maus |
| Stromversorgung: | USB PD 3.0 bis zu 100W |
| Lade-Verteilung: | 65W für Quelle 1 und 20W für Quelle 2 |
| Daten-Ports: | 3x USB-A mit 5 Gbit/s (USB 3.2 Gen1) |
| Betriebssysteme: | Windows 11 und MacOS 15 |
| Gewicht: | 136g (Netto) |