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Fensterreinigung mit Multifunktionsstation

Ecovacs WINBOT W3 OMNI im Test: So komfortabel geht Fensterputzen

Der runderneuerte Fensterreinigungsroboter reduziert den Benutzereingriff deutlich, denn er putzt nicht nur selbstständig Scheiben aller Art, sondern auch seine Wischtücher.

Autor: Rainer Müller • 20.2.2026 • ca. 4:40 Min

Online-Siegel
sehr gut
ECOVACSWINBOT W3 OMNI
Fensterputzroboter
Februar 2026 Zum Produkt
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Der WINBOT W3 OMNI in Aktion. Er putzt Fenster mit dem bislang höchsten Automatisierungsgrad.
© Ecovacs
Frag’ die KI

Fensterputzen gehört zweifellos zu den lästigsten Arbeiten im Haushalt. Deshalb arbeitet die Industrie schon länger an Lösungen zur Automatisierung dieser öden Tätigkeit. Zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehört Ecovacs mit seinen WINBOT-Produkten. Auf der diesjährigen CES hat der Robotik-S...

699,00 €
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Pro

  • überzeugende Reinigung, nahtlos bis zum Fensterrahmen
  • sehr gute Verarbeitung
  • multifunktionale Basisstation
  • automatische Reinigung der Wischpads in der Station
  • einfache Bedienung
  • zahlreiche Reinigungsmodi
  • Aufladen im laufenden Betrieb möglich
  • Akkupack sichert Stromversorgung auch ohne Steckdose
  • gute App-Steuerung

Contra

  • relativ hoher Preis

Fazit

connect-Check-Urteil: Sehr gut | Der WINBOT W3 OMNI erhöht den Komfort beim Fensterputzen deutlich, weil er nicht nur automatisch die Scheiben reinigt, sondern in der Multifunktionsstation auch seine Wischpads. Dank höherer Saugkraft haftet er auch noch besser am Fenster als die Vorgängermodelle. Die Fenster werden nahtlos bis zum Fensterrahmen sauber, das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinne sehen lassen.

Fensterputzen gehört zweifellos zu den lästigsten Arbeiten im Haushalt. Deshalb arbeitet die Industrie schon länger an Lösungen zur Automatisierung dieser öden Tätigkeit. Zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehört Ecovacs mit seinen WINBOT-Produkten. Auf der diesjährigen CES hat der Robotik-Spezialist einen neuen Fensterreinigungsroboter namens WINBOT W3 OMNI vorgestellt, der den Automatisierungsgrad gegenüber früheren Modellen noch einmal deutlich erhöht.

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Über das Farbdisplay und diverse Tasten an der Station lassen sich alle wesentlichen Funktionen des WINBOT W3 OMNI steuern.
© Ecovacs

Grenzen der Automatisierung

Im Gegensatz zur vernetzten Bodenreinigung, wo kombinierte Saug-Wisch-Roboter in Kombination mit smarten Basisstationen weitgehend autark arbeiten und den Benutzereingriff inzwischen auf ein Minimum reduziert haben, sind bei Fensterputzrobotern der Automatisierung natürliche Grenzen gesetzt - zumindest solange sich die Roboter nicht selbst an der Scheibe befestigen und eigenständig von Fenster zu Fenster wandern, was noch eine ganze Weile Zukunftsmusik bleiben dürfte...

Ein anderes Problem hat Ecovacs aber nun gelöst: Denn was nützt es, wenn der Roboter zwar automatisiert die Fenster putzt, sein Besitzer aber neben der Umplatzierung auch noch ständig damit beschäftigt ist, das schmutzige Wischtuch zwischendurch zu reinigen, damit die Fenster nach dem Putzen nicht dreckiger sind also zuvor? Je verschmutzter die Scheibe, desto größer der Aufwand, verbunden mit der Frage, ob es nicht einfacher wäre, die Fenster gleich selber zu putzen.

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Die Wischpad-Reinigung erfolgt beim WINBOT 3 OMNI erstmals komplett automatisch.
© Ecovacs

Basisstation mit Waschmaschine

Der WINBOT W3 OMNI schafft hier Abhilfe. Die Lösung heißt beim Hersteller "Vortex Wash". Wie bei modernen Saugrobotern üblich, übernimmt die multifunktionale Station, die bislang vor allem für die Absicherung und Stromversorgung des Roboters zuständig war, die Reinigung des Wischtuchs selbst.

Dazu wird der Wischtuchrahmen, der sich mit einem Handgriff vom Roboter lösen lässt, ähnlich wie bei einem Geschirrspüler in die Station eingelegt. Auf Knopfdruck beginnt die Reinigung, bei der das Pad mit Wasser gründlich durchgespült, mechanisch gereinigt und optimal befeuchtet für den nächsten Durchgang vorbereitet wird.

Zu diesem Zweck befinden sich in der Station - analog zu Saug-Wisch-Kombis - zwei Behälter für Frisch- und Schmutzwasser. Trotzdem ist es dem Hersteller gelungen, dass die Station nur unwesentlich größer ist als bei früheren Modellen.

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Der Fensterreiniger haftet nun noch besser an der Scheibe, da die Saugkraft auf 10.000 Pa erhöht wurde.
© Ecovacs

Höhere Saugkraft - mehr Sicherheit

Die weiteren Aufgaben der Basisstation sind unverändert: Unter anderem versorgt sie den Roboter über ein fünf Meter langes Verbindungskabel mit Strom. In Verbindung mit dem 1,70 Meter langen Stromkabel der Station selbst ergibt sich ein Aktionsradius, der in den meisten Einsatzbereichen ausreichen sollte. Wenn nicht, ist das auch kein Problem, denn die Station verfügt nicht nur über einen großen Akku, der sogar im laufenden Betrieb geladen werden kann, sondern auch über ein zusätzliches Akkupack, das die autonome Laufzeit weiter verlängert.

Der Roboter selbst braucht den Strom, um auf der Scheibe herumzufahren und um sich an ihr festzusaugen. Dazu hat der Hersteller die Saugkraft noch einmal erhöht auf nunmehr 10.000 Pa. Selbst bei einem Stromausfall reicht die Energie, um das Gerät mindestens noch 30 Minuten lang an der Oberfläche festzuhalten.

Das Verbindungskabel zwischen Fensterputzeinheit und Basisstation hat eine Zugfestigkeit von bis zu 1.000 Newton und bietet einen zusätzlichen Schutz, falls der Roboter doch einmal von der Scheibe fallen sollte, was in der Praxis so gut wie ausgeschlossen ist. Passiert es dennoch, hält die Station den fallenden Roboter sicher auf - nicht nur mit ihrem Gewicht von 10 Kilogramm, sondern auch, weil sie sich per Saugnapf am Boden festsaugt. Wem das immer noch nicht reicht, kann die Station mit einem zusätzlichen Sicherungsseil fixieren.

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Der Saugnapf auf der Unterseite der Station gibt ihr zusätzlichen Halt auf dem Boden, wenn sie im Notfall den WINBOT bei einem Absturz sichern muss.
© Ecovacs

Nahtlos bis zum Fensterrahmen

Die Fensterreinigung selbst erfolgt wie gehabt: Man setzt den Roboter an einer beliebigen Stelle der Fensterscheibe auf und startet den Reinigungsvorgang per Knopfdruck. Der WINBOT saugt sich dann an der Scheibe fest und beginnt mit dem Putzvorgang. Ausgerüstet mit einer Art Kettenantrieb fährt er dabei systematisch seine Bahnen, von einer Seite zur anderen und wieder zurück. Aus jeweils drei Düsen sprüht das Gerät großflächig die eingefüllte Reinigungsflüssigkeit in Fahrtrichtung, die das Wischtuch anschließend beim Vorbeifahren aufnimmt.

Damit man nicht wie bei früheren Systemen entlang der Fensterrahmen manuell nachreinigen muss, bedient sich der WINBOT W3 OMNI der bewährten "TruEdge"-Technologie: Zwei runde Zusatzschrubber an den Ecken des Roboters erkennen dank ihrer Sensorik Fensterkanten und -kurven, vermessen diese exakt und reinigen sie beim Entlangfahren nahtlos.

Nach Abschluss der Reinigung kehrt der WINBOT W3 OMNI genau an die Stelle zurück, an der er aufgesetzt wurde und kann durch erneuten Knopfdruck von der Scheibe abgenommen werden - praktisch vor allem bei schwer zugänglichen Fenstern. Per Sprachausgabe teilt der WINBOT seinem Besitzer regelmäßig mit, was er gerade macht. Die verwendete Sprache lässt sich am Display der Station auswählen, die Lautstärke in der Ecovacs-App.

Über diese lässt sich der Roboter auf Wunsch auch manuell steuern, wobei er über ein virtuelles Steuerkreuz über die Scheibe bewegt wird. Die weiteren Reinigungsprogramme für innen und außen, für stark und weniger verschmutzte Scheiben, für reine Kanten- oder Punktreinigung lassen sich praktischerweise auch an der Station auswählen, man kann das Smartphone im Betrieb also auch in der Tasche lassen.

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Auch Überhänge bis zu 45 Grad Neigung sind für den WINBOT W3 OMNI kein Problem.
© Ecovacs

Vielseitig einsetzbar

Stark: Der WINBOT W3 OMNI eignet sich für fast alle Fensterarten, dank seiner intelligenten Navigation kann er sogar vergleichsweise kleine und verwinkelte Scheiben putzen. Auch Überhänge bis zu 45 Grad Neigung sind kein Problem. Besonders effizient ist die Nutzung allerdings auf großflächigen Fenstern.

Das "Navigationssystem" des WINBOT hat Ecovacs im Zuge des Modellwechsels noch einmal erhöht. Diverse Sensoren erkennen die jeweilige Situation und passen die Arbeitsweise flexibel daran an. Laut Hersteller werden Hindernisse sogar mit einer Genauigkeit von einem Millimeter erkannt.

Einen kleinen Wermutstropfen hat das Ganze: Der WINBOT W3 OMNI kostet 699 Euro und damit 100 Euro mehr als sein Vorgänger. Viel Geld für einen automatischen Fensterputzroboter, aber dafür kann er auch mehr als die Vorjahresmodelle und reduziert den Benutzereingriff auf ein bislang ungeahntes Niveau.

Eine lobende Erwähnung wert ist auch der Lieferumfang des WINBOT W3 OMNI, denn in der Verpackung befindet sich neben dem erwähnten Akkupack nicht nur eine ausführliche Bedienungsanleitung, sondern auch die für den Roboter optimierte Reinigungslösung und ein Ersatzwischtuch samt Halterung.

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Besonders nützlich sind die Fensterputzroboter der WINBOT-Serie bei schwer zugänglichen Fenstern, zum Beispiel in Treppenhäusern.
© connect

Fazit

Der WINBOT W3 OMNI erhöht den Komfort beim Fensterputzen deutlich, weil er nicht nur automatisch die Scheiben reinigt, sondern in der Multifunktionsstation auch seine Wischpads. Dank höherer Saugkraft haftet er auch noch besser am Fenster als die Vorgängermodelle. Die Fenster werden nahtlos bis zum Fensterrahmen sauber, das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinne sehen lassen.

Online-Siegel
sehr gut
ECOVACSWINBOT W3 OMNI
Fensterputzroboter
Februar 2026 Zum Produkt