Mähroboter erstmals mit Trimmer
Ecovacs Goat 2026 mit Kantenschnitt: Gamechanger bei Mährobotern?
Ecovacs hat auf einem Event in Barcelona neue Roboter vorgestellt. Im Zentrum stehen die Mähroboter der Goat-Serie, die erstmals mit einem Trimmer für Kantenschnitt ausgestattet sind. Damit bleibt an den Rändern kein Grashalm mehr stehen. Ist das der Gamechanger bei Mährobotern? Wir waren auf dem Event vor Ort und ordnen die Innovation ein.
Der randlose Schnitt war bisher eines der ungelösten Probleme von Mährobotern. Denn aus Gründen der Sicherheit und aufgrund entsprechender gesetzlicher Bestimmungen ist es unmöglich, den Mähteller so weit seitlich zu positionieren, dass die Klingen bis an den äußeren Rand des Roboters reichen...
Der randlose Schnitt war bisher eines der ungelösten Probleme von Mährobotern. Denn aus Gründen der Sicherheit und aufgrund entsprechender gesetzlicher Bestimmungen ist es unmöglich, den Mähteller so weit seitlich zu positionieren, dass die Klingen bis an den äußeren Rand des Roboters reichen. Nur dann kann der Roboter aber an Häuserwänden und höher positionierten Randsteinen so sauber mähen, dass kein Rasen am Rand stehen bleibt. Ecovacs hat jetzt eine Lösung gefunden, die auf den ersten Blick überzeugt.
Dabei wird ein Trimmer an der Seite des Roboters positioniert, dessen Schnittradius über das Gehäuse des Roboters reicht. Damit bleibt an den Rändern absolut nichts mehr stehen. Bei der Präsentation der neuen Modelle in Barcelona konnten wir uns das ansehen - das Schnittbild war überzeugend.
Der Trimmer hat auch Nachteile
Auch softwareseitig überzeugt das Konzept. Per Drag&Drop mit dem Finger auf der Karte kann man festlegen, an welchen Randstellen der Trimmer aktiviert werden soll. Das 360-Grad-LiDAR deaktiviert zudem den Trimmer, sobald es eine Bewegung im Umfeld des Mähroboters registriert. Diese Sicherheitsfunktion ist auch der Grund, warum der Trimmer nur bei den Goat-Modellen mit 360-Grad-LiDAR eingebaut ist (O1200, A1600, A3000).
Ob ein solcher Trimmer die ultimative Lösung für den Kantenschnitt darstellt, ist aber nicht gesichert. Denn damit sind auch Nachteile verbunden:
- Mit Trimmer ist der Roboter lauter als beim Mähen. Wir sprechen hier von 62 dB (Mähen) versus 82 dB (Trimmen), das ist deutlich. Bei der Präsentation im Barcelona war ein tiefes Brummen zu hören, das auf Dauer sicherlich (die Nachbarn) nerven dürfte. Gut, der Trimmer ist nur punktuell in bestimmten Bereiche aktiv, aber trotzdem: Es ist ein Nachteil.
- Der Trimmerfaden wird über ein seitlich angebrachtes Messer auf der Unterseite der Goat-Modelle automatisch gekürzt, wenn er eine bestimmte Länge überschreitet. Man muss sich also um nichts kümmern - bis die Fadenrolle leer ist. Dann muss eine neue gekauft werden. Kostenpunkt: 15 Euro. Man muss also in regelmäßigen Abständen Zubehör nachkaufen.
- Der Trimmer ist eine zusätzliche mechanische Konstruktion, die das Risiko für Verschleiß erhöht.
Der Trimmer hat in unseren Augen trotzdem mehr Vor- als Nachteile. Aber es bleibt Spielraum für Verbesserungen. Und vor allem bleibt Spielraum für andere technische Lösungen, das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen.
Einen Überblick über die neuen Mähroboter von Ecovacs mit Trimmer gibt es hier.

