Musiker-App

Korg iMS-20 für iPad im Test

4.11.2013 von Sebastian Stoll

Der Korg MS-20 war der Kult-Synthesizer der 80er. Jetzt ist das Teil mit dem legendär dreckigen Sound als Korg iMS-20 exklusiv fürs iPad zu haben. Wir zeigen im Test ob die iPad-Umsetzung mit dem Original mithalten kann.

ca. 1:25 Min
Testbericht
Korg iMS-20
Korg iMS-20
© Korg

Korg MS-20

  • Betriebssystem: iOS
  • Preis: 26,99 Euro
  • Download-Link: iTunes

Bereits der Preis von 26,99 Euro lässt erahnen, dass hinter der App "iMS-20" von Korg keine DJ-Spielerei steckt, sondern ein ernsthaftes Tool, mit dem sich elektronische Musik auf dem iPad erzeugen lässt. Es handelt sich beim iMS-20 tatsächlich um eine digitale 1:1-Umsetzung des legendären Korg MS-20.

Dieser analoge Synthesizer verhalf mit seinem dreckigen und knarzigen Sound bereits Bands wie Depeche Mode oder Daft Punk zu Welterfolgen; auch zahlreiche experimentelle Bands, darunter die Einstürzenden Neubauten, nutzten den Korg MS-20, der einst rund 1.500 Mark kostete.

Komplexe Bedienung, vielseitige Möglichkeiten

Bis Otto Normalmusikus mit der App einen Hit landet, könnte es aber ein Weilchen dauern, denn die App ist dermaßen vielseitig und komplex, dass man mehrere Stunden braucht, um die alles andere als selbsterklärende Funktionsweise des 1978 eingeführten Synthesizers halbwegs zu verinnerlichen.

Schräge Gadgets für iPhone und iPad

Hat man diese Phase hinter sich, kann man mit dem iMS-20, der sich aus einem Synthesizer, einem Analog-Sequencer, einer Drum-Machine, einem Mixer und einem Song-Composer zusammensetzt, so ziemlich jede Melodie einspielen und neue Sounds generieren.

Korg iMS-20
Sounds lassen sich sowohl über zahlreiche Regler als auch über die Klaviertastatur generieren.
© Hersteller

Das gelingt entweder über die zahlreichen Regler oder über die Klaviertastatur. Die Melodien lassen sich aufnehmen, anschließend exportieren und weiterverwenden. Zusätzlich kann man fertige Songs auf die dazugehörende Soundcloud-Seite hochladen und von dort auch Songs anderer Musiker herunterladen.

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Was nach harter Arbeit klingt, macht in der Praxis richtig Laune, denn hinter jedem Regler, hinter jeder Kabelverbindung wartet ein neuer Sound darauf, entdeckt zu werden. Auch das Komponieren neuer Melodien über die ausreichend groß dimensionierte Klaviertastatur macht Spaß.

Fazit: Hervorragende App für echte Musiker

Wer ernsthaft elektronische Musik komponieren möchte, der bekommt mit dem Korg iMS-20 heute wie vor 30 Jahren ein mächtiges Werkzeug an die Hand. Angesichts der irren Funktionsvielfalt ist der Preis absolut angemessen - gut erhaltene Original-MS-20 kosten rund 1.500 Euro.

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