200-Euro-Smartphone

Lenovo K6 im Test

26.4.2017 von Andreas Seeger

Das 200-Euro-Smartphone Lenovo K6 ist sehr handlich und bietet eine überraschend starke technische Ausstattung. Der Test zeigt: Ein Geheimtipp für preisbewusste Käufer.

ca. 1:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Lenovo K6
Lenovo K6
© Lenovo
EUR 86,74
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Pro

  • kompaktes und ergonomisches Gehäuse
  • solide Verarbeitung
  • Display mit Full-HD-Auflösung
  • Fingerabdrucksensor
  • Dolby Atmos für Raumklang
  • Dual-SIM
  • gute bis sehr gute Funkeigenschaften
  • solide Akkulaufzeit

Contra

  • 5-GHz-WLAN wird nicht unterstützt
  • Micro-USB statt USB-C

Fazit

connect Testwertung: befriedigend (363 von 500 Punkten)


72,6%

Der günstige 5-Zöller Lenovo K6 steckt in einem Unibody aus Aluminium, womit er in dieser Preisklasse eine Ausnahmeerscheinung ist. Das glatte Metall schließt oben und unten zwar mit breiten Kunststoffstreifen ab, um die Funksignale durchzulassen. Die Produktdesigner haben beide Materialien aber stimmig verbunden, hinzu kommt eine solide Verarbeitung. Mit dem kompakten Gehäuse, dem Idealgewicht von 140 Gramm und den starken Rundungen zu den Rändern hin liegt das K6 außerordentlich gut in der Hand. Lenovo macht hier alles richtig. 

Smartphone mit Raumklang 

Das Display zeigt 1920 x 1080 Pixel auf 5 Zoll und bietet damit eine knackscharfe Darstellung. Die Leuchtkraft ist mit 422 Candela zwar nicht besonders hoch, aber letztendlich bietet Lenovo hier mehr als viele andere Hersteller in dieser Preisklasse. Eine weitere Besonderheit sind die Stereo-Lautsprecher auf der Rückseite, die die Raumklangtechnik Dolby Atmos unterstützen und damit tatsächlich ein für ein Smartphone sehr volles Klangbild hinbekommen.

Lenovo K6
Der Alumium-Unibody schließt oben und unten mit breiten Kunststoffstreifen ab. Er ist zu den Rändern hin stark gerundet, dadurch liegt das kompakte 5-Zoll-Smartphone sehr gut in der Hand.
© Lenovo

Prozessor und Speicher bewegen sich dagegen im klassentypischen Rahmen. Der Einsteiger-Chipsatz Snapdragon 430 mit 2 GB RAM hält das Betriebssystem flüssig am Laufen, die Oberfläche regiert durchweg flott. Die Installation und das Starten von Apps dauert allerdings länger als bei einem Mittelklasse- oder gar High-End- Smartphone, grafisch anspruchsvolle Apps laufen nicht durchgehend ruckelfrei – beides Einschränkungen, mit denen man angesichts des Preises leben kann. Der Speicher fasst nur 16 GB, davon stehen beim Start 8,3 GB zur Verfügung. Weil das K6 mit einem Hybrid-Steckplatz ausgestattet ist, kann der Besitzer entweder den Speicher per Micro-SD aufrüsten oder eine zweite SIM-Karte einstecken.​​

Vibe UI macht einen guten Eindruck 

Die 12-Megapixel-Kamera schafft eine solide Qualität bei guten Lichtverhältnissen, wenn es dunkler wird, sind aber nur noch Schnappschüsse drin. Gut gefallen hat uns die Kamera-Oberfläche von Lenovo: Sie ist übersichtlich und bietet einige Extras wie Zeitraffer und Zeitlupe bei Videos. Auf unserem Testgerät war mit Android 6.0 nicht die aktuellste Version des Google-Systems installiert, der Hersteller hat aber bereits ein Update in Aussicht gestellt. Als Benutzeroberfläche ist wie auf dem Lenovo P2​ Lenovos hierzulande kaum bekannte Vibe UI vorinstalliert, die deutlich an Googles Original- Android orientiert ist und vielseitige Extrafunktionen bietet. Auch das Systemoptimierungstool von Lenovo verdient Beachtung.

Lenovo Screenshots
Links: Lenovo reichert Android mit zahlreichen Extras an. Rechts: Beim K6 ist die Raumklang-Technik Dolby Atmos integriert.
© Weka/Archiv

Entwarnung aus dem Labor 

Dass 5-GHz-WLAN fehlt, ist keine Überraschung, auch dem veralteten Micro-USB-Port wird man in diesen Preisregionen häufiger begegnen. Viel wichtiger ist aber, dass die Funkeigenschaften gut bis sehr gut sind und auch die Akkulaufzeit überzeugt: 7:32 Stunden erreicht das K6 in unserem genormten Nutzungsmix, man kommt also in der Regel ohne Ladekabel über den Tag. Das Fazit fällt daher positiv aus: Unter 200 Euro findet sich kaum ein besseres Gerät als das Lenovo K6.​

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