Erster Test

Moto G6 im Hands-on: Grundsolide Mittelklasse

Motorola hat mit dem G6 die Nachfolge ihrer Mittelklasseserie eingeläutet. Das edle Design gefällt, doch wie macht sich das Moto sonst? Wir haben das Smartphone im ersten Test.

Inhalt
  1. Moto G6 im Hands-on: Grundsolide Mittelklasse
  2. Moto G6 im Hands-on: Kamera, Akku und Fazit
Motorola Moto G6

© Motorola/ Lenovo

Das Moto G6 mit 3 GB RAM kostet 249 Euro und ist ab 2. Mai erhältlich. Der Verpackung liegt neben einem Schnellladenetzteil auch eine transparente Schutzhülle bei.

Motorola frischt seine Mittelklasse auf und hat mit dem Moto G6, G6 Plus und G6 Play vor kurzem drei neue Smartphones vorgestellt. Wir waren beim Unboxing-Event in München dabei und konnten uns einen ersten Eindruck von den neuen Motos verschaffen. Lars-Christian Weisswange, Geschäftsführer von Motorola Deutschland, gab während des Events bekannt, dass Motorola 2017 eine der am schnellsten wachsende Smartphone-Marken in Europa war. Die neuen Smartphones sollen Motorola in Europa nun zu weiterem Aufschwung verhelfen.

Unter der Prämisse „Genial-gut und trotzdem günstig“ möchte Motorola die neuen G6-Modelle​ mit Premiumfunktionen in der Mittelklasse positionieren. Dabei ist die Konkurrenz in der Preisklasse nicht zu unterschätzen. Mit dem Honor 9 Lite steht dem G6 beispielsweise ein starker Preis-Leistungs-Gegner gegenüber. Kann das Moto da mithalten und vielleicht noch eine Schippe drauflegen? Wir haben uns das Basismodell G6 im Hands-on-Test einmal genauer angeschaut und geben Ihnen eine erste Einschätzung, ob Motorola ihr Versprechen erfüllen kann und sich hier ein Preis-Leistungs-Hit in der Mittelklasse abzeichnet.

Motorola Moto G6 Rückseite

© Motorola/ Lenovo

Die gläserne Rückseite des Moto G6 gefällt. Vor allem in der Farbe Deep Indigo. Warum Motorola aber einen solch großen Sticker auf die Unterseite klebt, ist unverständlich.

Design und Display: Runde Sache in der Hand

Bereits beim ersten Anblick gefällt das Moto G6 durch sein schickes Design. Sowohl Vorder- als auch Rückseite sind dabei aus Gorilla Glas 3 gefertigt. Letztere hat zu den Seiten abgerundete Ränder, wodurch das Smartphone ausgesprochen gut in der Hand liegt. Schnell merkt man aber auch den Nachteil der Glasrückseite: Sie ist ein Magnet für Fingerabdrücke. Dagegen kann auch die p2i-Beschichtung nichts ausrichten, die das Gehäuse nur vor Spritzwasser schützt.   

Die gute Handlichkeit des Smartphones ist auch dem neuen 18:9-Formfaktor des IPS-Displays zu verdanken. Seine Auflösung sorgt mit 2.160 x 1.080 Pixeln für ausreichend detailreiche Bilder. Auch was die Helligkeit und Blickwinkelstabilität betrifft, haben wir nichts auszusetzen. Mit einer Diagonale von 5,7-Zoll hat der Screen zudem im Vergleich zum Vorgänger einiges an Fläche dazubekommen. Erfreulich ist, dass Motorola die Ränder an Ober- und Unterseite reduzieren konnte. Der eine oder andere Millimeter hätte es an den Seiten aber noch weniger sein dürfen.

Unter dem Display sitzt diesmal ein länglicher Fingerprintsensor. Dieser verrichtet flott und präzise seine Arbeit. Außerdem kann man ihn auch zur Steuerung nutzen. So öffnet ein Wisch von links nach rechts die Übersicht geöffneter Apps und ein längeres Drücken verriegelt das Gerät wieder. 

Motorola Moto G6 Moto G5 Plus

© Motorola/ Lenovo

An Größe gewonnen: Mit 5,7 Zoll ist das Display des Moto G6 (links) ein gutes Stück größer, als das des Moto G5 Plus mit 5,2 Zoll (rechts).

Software

Motorola spendiert dem G6 Android 8, was man 2018 durchaus erwarten darf. Dass nicht gleich die neuste Android-Version 8.1 auf dem Gerät ist, lässt sich dabei verschmerzen. Ein konkreter Updateplan liegt uns zwar nicht vor, aber alle G6-Modelle werden wohl mit Android P versorgt. Auf eine herstellereigene Anpassung der Benutzeroberfläche verzichtet Motorola genauso, wie auf Unmengen bereits vorinstallierter Apps. Das ist löblich.

Nur mit den Moto Actions genehmigt sich Motorola einige herstellereigene Funktionen. So lassen sich zum Beispiel durch Schütteln oder Drehen des Gerätes die Taschenlampe oder Kamera aktivieren. Eine eigens entwickelte Sprachsteuerung ist mit Moto Sprache ebenfalls mit von der Partie. Wer die Erweiterung aus dem Google Play Store geladen hat, aktiviert den Assistenten mit der Phrase "Hello Moto". Danach lassen sich mit den üblichen Steuerungsbefehlen Mails schreiben oder der Flugmodus einschalten. 

Motorola Moto G6 Screens

© Motorola/ Lenovo

Links: Die Moto Actions erleichtern die Bedienung. Rechts: Eine Wahrzeichenerkennung gibts in der Kamera-App. Vorher gilt es jedoch, die entsprechende Datenbank herunter zu laden.

Außerdem bietet Moto Sprache eine In-App-Steuerung. Damit kann man den Assistenten in bekannten Apps wie zum Beispiel Twitter, Spotify, YouTube oder WhatsApp zur Steuerung nutzen. Moto Sprache ist also ein Stück weiter gedacht, als der Google Assistant. Jedoch hapert es hier und da noch an der Ausführung: Die Befehle sollten man lieber genau so sprechen, wie von Motorola vorgesehen, ansonsten erhält man nicht das gewünschte Ergebnis. Dadurch erhält man den Eindruck, als versteht der Assistent nur den Satz als Ganzes, nicht die einzelnen Wörter. Das kann Google leider besser, aber Moto Sprache befindet sich auch noch in der Beta. 

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