Smartphone mit Android One

Nokia 7.1 im Test

Das Nokia 7.1 ist ein handliches Mittelklasse-Smartphone mit Android-One-Betriebssystem. Wie schlägt es sich im Test?

© Nokia

Das blaue Gehäuse ist so dunkel, dass es je nach Lichteinfall fast Schwarz erscheint.

EUR 157,75

Pro

  • knackscharfes, helles Display mit HDR-10-Unterstützung
  • handliches Design und gute Haptik
  • top Konnektivität mit ac-WLAN, Bluetooth 5, NFC und aptXStandard
  • 12-MP-Dual-Kamera mit guter Fotoqualität
  • besonders strahlungsarm
  • schnelles Laden über USB-C
  • regelmäßige Updates

Contra

  • Funkschwächen bei LTE
  • Speicherausstattung für Preis zu mager
  • durchschnittliche Ausdauer

Fazit

connect Testurteil: gut (391 von 500 Punkten)
78,2%

Nokias 7.1 und Motorolas One teilen sich einige Gemeinsamkeiten: angefangen bei den Abmessungen, die beim Nokia ebenso handlich ausfallen. Allerdings verbaut der Hersteller HMD hier mit 5,8 Zoll ein minimal kleineres LC-Display, das dafür mit 474 cd/m2 eine höhere Leuchtkraft besitzt. Gefreut hat uns ebenfalls die mit 1080 x 2280 Pixeln feine Auflösung. Außerdem unterstützt der Screen durch HDR 10 einen größeren Farb- und Kontrastumfang, was sich beim Streamen entsprechender Inhalte bemerkbar macht – ein Feature, das sich eigentlich nur in Premium-Phones findet.

Hochklassig ist auch die Verarbeitung. Das Nokia ist beidseitig in Glas gekleidet, wobei nur die Front mit kratzhemmendem Gorilla-Glas geschützt ist. Der wie die Rückseite dunkelblau gefärbte Metallrahmen ist auf beiden Seiten angeschliffen und setzt so einen schönen Akzent.

Lesetipp: Top 10 - Die besten Android-Handys

Beim Software-Unterbau vertraut HMD beim 7.1 wie Motorola auf das Android-One-Programm, das mit einer nativen Android-8.1-Oberfläche einhergeht. Bei der Software-Ausstattung muss das Nokia allerdings Federn lassen: Der Hersteller hat anders, als es Google eigentlich vorsieht, kein Office-Paket installiert – wohl um Platz zu sparen. Mit 22 GB freiem Nutzerspeicher hat man angesichts des Preises etwas wenig Kapazität. Per SD-Karte kann man immerhin nachrüsten – oder eine zweite SIM-Karte benutzen.

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Testsiegel connect gut

Kein langer Atem

HMD verbaut 3 GB RAM und einen Snapdragon 636, der mit 1,8 GHz taktet. Bei den Benchmarks lieferte die Kombination ähnlich performante Ergebnisse wie das Galaxy A7 und im Testalltag eine flüssige Benutzung. Gut vernetzt ist man mit dem Nokia ebenfalls, denn es stehen schnelles ac-WLAN, Bluetooth 5, NFC und LTE Cat 6 zum Netzwerken bereit.

Die rückseitige Dual-Kamera belichtet Fotos durch Zeiss-Linsen auf einen 12-Megapixel-Sensor. Sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit führt das zu guten Ergebnissen. Auffällig im Vergleich zum Motorola waren dabei die schärferen Bilder und kühleren Farbtöne. Als unübersichtlich empfanden wir allerdings die Foto-App.

Eine Schlappe muss das Nokia im Laufzeittest hinnehmen. Aus dem 3060-mAh-Akku holt das Phone vergleichsweise geringe sieben Stunden. Etwas besser könnten auch die Funkeigenschaften im wichtigen LTE-Netz ausfallen, wo das 7.1 nur ein „befriedigend“ einfährt. Mit einem connect-Strahlungsfaktor von -0,91 ist das Gerät hingegen ausgesprochen strahlungsarm und auch an der Akustik haben wir nichts auszusetzen.

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