Testbericht

Telekom Entertain im Test

Wer Entertain bucht, bekommt ein Paket aus Internetanschluss, Festnetz-Flatrate und TV-Empfang. Fernsehen lässt sich in der Basisvariante hauptsächlich in Standard Definition, hochauflösend beschränkt man sich vor allem auf ARD, ZDF und Arte. Das HD-Start-Paket mit elf privaten HD-Sendern kostet 4,95 Euro im Monat, bis Ende August ist es als Aktionsangebot ein Jahr kostenlos. Die Bundesliga gibt's mit Liga Total für 14,95 oder 19,95 Euro pro Monat (SD/HD) - für Fans des alten und neuen Meisters Dortmund ist sogar ein eigenes Angebot verfügbar. Darüber hinaus gibt es weitere Pakete und ein reichhaltiges Video-on-Demand-Angebot inklusive 3-D-Filmen.

HD jetzt auch mit weniger Speed

Dass man HD-Sender auch mit einer normalen 16.000er-DSL-Leitung statt VDSL nutzen kann, ist noch gar kein so alter Hut. Einen Haken gibt es jedoch: Man muss bislang im Menü zwischen HD- und SD-Qualität entscheiden. Einen Sender aufnehmen und einen anderen anschauen, klappt nur bei SD-Empfang. Kein Wunder, denn die Bitrate lag bei den von uns für die Messung genutzten HD-Sendern ARD, ZDF und Arte bei 8,6 Mbit/s - womit TV mehr als die Hälfte der Bandbreite schluckt. Mit einem VDSL-50-Anschluss, wie wir ihn im Test genutzt haben, muss man sich darüber jedoch keine Gedanken machen.

Viel Aufwand für schnelles Zapping

Ausstattung

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Telekom Entertain und Vodafone TV: Die wichtigsten Eckdaten im Überblick.

Sucht man sich gezielt einen Kanal oder zappt man durchs Programm? Diese Frage beantwortet jeder individuell. Vielzapper sind bei Entertain jedoch an der richtigen Adresse: Mehr als doppelt so schnell wie bei Vodafone geht es hier durch die Kanäle. Das hat seinen Grund: Neben dem zentralen Video-Headend, das alle Sender als Multicast aussendet, hat die Telekom mehrere über Deutschland verteilte Caching-Server, die ebenfalls das komplette Programm bereitstellen. Sie greifen auch bei Paketverlusten ein, um schnell für Nachschub zu sorgen. Wird ein neuer Sender angefordert, baut der nächstliegende Caching-Server eine direkte Unicast-Verbindung auf. Erst später geht diese dann nahtlos in den vom Headend aus zum Empfänger gerouteten Multicast-Stream über. Zudem wird als erstes ein Vollbild gesendet (I-Frame), das bei der verwendeten H.264-Codierung des Videos Basis für die Anzeige eines Bildes ist. Bei Vodafone vergeht unter Umständen etwas Zeit, bis ein für die erstmalige Anzeige erforderliches I-Frame ankommt. In Summe bedeutet dieser Aufwand mehr als doppelte Umschaltgeschwindigkeit wie bei Vodafone.

Bewertung

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Telekom Entertain und Vodafone TV: Die Testergebnisse im Überblick.

Etwas langsamer gerät dagegen der Start der Empfängerbox MR 303. Es dauert 4,48 Sekunden, bis ein Bild auf dem Fernseher erscheint - Vodafone kommt im Schnitt in der Hälfte der Zeit auf Touren. Übrigens: Ob Systemstart oder Zapping, parallele Datenlast beeinflusste die gemessenen Werte nur marginal. Das galt auch beim Video Quality Score, der bei beiden Test-Kandidaten gute Werte ergab, sodass die Bildqualität wohl selten Grund zur Klage geben sollte. Dank gut gelöster Priorisierung wirkte sich der TV-Konsum auch nicht aufs Telefonieren aus, ein Problem, mit dem Vodafone zumindest zeitweise zu kämpfen hatte.

Fazit

Mit dem Telekom-Entertain-Angebot rollt nicht nur der Ball schnell über den Bildschirm, auch die Kanäle rotieren fix. Da mag man es auch verzeihen, dass der Systemstart etwas länger dauert. Auch an der Videoqualiät gibt es nichts zu meckern, vor allem gab es keine gravierenden Bildaussetzer zu beklagen. Lediglich die Basis-HD-Senderausstattung ist etwas mager, dafür bietet die Telekom Videothek umso üppigere Auswahl.

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