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Testbericht

Denon AVR-4520 im Test

Denon verbaut in seinem neuen Topmodell AVR-4520 als erster Hersteller einen Netzwerk-Switch. Wie sich diese Neuerung auswirkt, haben wir uns im Test angehört.

Denon AVR-4520

© Hersteller/Archiv

Denon AVR-4520

Pro

  • vorbildlicher Installationsassistent
  • hervorragende Videoverarbeitung
  • gapless Streaming
  • glockenklarer Klang mit mächtigen Kraftreserven

Contra

Fazit

stereoplay Testurteil: sehr gut (82 Punkte); Klang: Spitzenklasse (55 Punkte); Preis/Leistung: sehr gut
Hervorragend

Denon gehört mit seinen großen AV-Receivern seit Jahren zu den Favoriten der Heimkinoszene, denn die Japaner horchen stets am Puls der Zeit. Manchmal geben sie sogar den Rhythmus für andere vor.

Diese Ambition demonstriert der AVR-4520 jedenfalls einmal wieder und bietet bereits für das künftige superhochauflösende Videoformat mit vierfacher Full-HD-Auflösung ein komplettes Signalmanagement an. Auch in Sachen Vernetzung geht Denon einen Schritt weiter.

Denon AVR-4520: Aufbau

Vor vielen Jahren war Denon Vorreiter mit einem Web-Interface zur übersichtlichen Konfiguration per Browser. Streaming für Audio und Fotos bauen die Japaner auch schon länger ein, und auch die App-Steuerung ist nichts Neues.

Test: Denon AVR-4520 + DBT-3313 UD

Bislang stets extern verwalten musste man aber den Netzanschluss der Geräte. Hier bauten die Ingenieure endlich einen Netzwerk-Switch mit in die Steuerzentrale, damit man auch Smart TV, Blu-ray-Player und Sat-Receiver über dieselben Kabelkanäle mit Daten versorgen kann. Das klingt banal, erleichtert in der Praxis aber Vieles. Schade, dass sich LAN über HDMI bislang nicht durchgesetzt hat, dann würde man gar von vorneherein die zusätzlichen Strippen sparen.

Wer den AVR-4520 mit dem großen Blu-ray-Player DBT3313UD kombiniert, darf die Digital-Taktleitung "Denon-Link HD" verwenden und durch diesen Kniff einen signifikant besseren Klang vom Scheibendreher erleben. Da ist locker ein stereoplay-Klangpunkt zusätzlich drin.

Natürlich hat das Topmodell auch alle Standards an Bord wie den vorbildlichen Assistenten, der in klaren Texten und Grafiken durch die Installation führt. Das hat Denon vorbildlich implementiert. Auch die wunderbar aufgeräumte Systemfernbedienung gehört in das neue Bedienkonzept.

Kaufberatung: Zwei AV-Receiver-/ Blu-ray-Player-Kombis im Test

Es geht weiter mit der Vielfalt der Anschlüsse von Phono bis Component Video, von diversen Schalt- und Steuer-Signalen über den RDS-UKW-Tuner bis zu den drei HDMI-Ausgängen, davon einer für Zone 2. Damit lassen sich etwa Fernseher plus Projektor im Wohnzimmer und ein Fernseher im Schlafzimmer oder Büro beschicken.

Bildergalerie

Denon AVR-4520 - Anschlüsse
Galerie
AV-Receiver

Der AV-Receiver Denon AVR-4520 in Bildern.

Denon AVR-4520: Hörtest

Der integrierte Streamer spielt neben Internet-Radio vom vTuner auch Last.FM- und Spotify-Accounts und per lokalen Server oder USB-Anschluss die gängigen Audioformate in Stereo bis 24 Bit/192 kHz. Mehrkanal-Dateien spielen im Downmix. Spulen kann man leider nicht, dafür spielt der Denon seit dem letzten Update gapless (ohne Pausen zwischen den Tracks) für Freunde der Klassik und Live-Musik und kennt neuerdings auch das verlustfreie Apple-Format ALAC.

Kaufberatung: Vier Verstärker im Test

Im Hörraum verdrahteten die Tester das gute Stück mit dem 5.1-Set aus Hecos Celan-GT-Serie mit den Standlautsprechern 902, Center, kompakten Surround-Lautsprechern und Subwoofer. Dann folgte die sorgsame Einmessung mit maximaler Zahl an Messpunkten mittels Audyssey MultEQ XT32, die derzeit maximale Ausbaustufe des Algorithmus, der sich in Verstärker integrieren lässt.

Was dabei herausgekommen ist, klang zunächst etwas unausgewogen und kompakt und erklärte sich damit, dass der Automat von sich aus zunächst alle Dynamik-Kompressionen und von der Lautstärke abhängigen Zusatzfunktionen einschaltet. Nach deren Deaktivierung entspannten sich die Gesichter der Tester, und die eigentliche Hörsession konnte beginnen.

Dabei zeigte der AVR-4520 auch von Fremd-Blu-ray-Playern ohne Denon-Link-HD-Taktleitung einen schlackefreien, glockenklaren Klangcharakter, der sich auch von den internen Quellen, vor allem vom Server gestreamten Musikstücken, in hoher Auflösung reproduzieren ließ.

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