Testbericht

Acer Liquidmini im Test

Kompromissbereite Anwender bekommen mit dem Liquidmini ein günstiges Modell mit Android 2.2 Froyo an die Hand.

  1. Acer Liquidmini im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Acer Liquidmini

© Acer

Acer Liquidmini
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EUR 49,90

Pro

  • solide verarbeitet
  • liegt ganz gut in der Hand
  • Akustik ist insgesamt in Ordnung

Contra

  • Empfang durchschnitt­liches Niveau
  • schwacher Akku
57,0%

Wer sich ein Smartphone für 250 Euro kauft, muss Kompromisse eingehen. Zum Beispiel bei der Gehäusequalität. Das Acer Liquidmini wirkt auf den ersten Blick überraschend solide verarbeitet, fängt allerdings schon beim ersten Zugriff ordentlich an zu knarzen. Mittelstarker Druck reicht bereits aus, und das Gehäuse quietscht und stöhnt wie ein Weltmeister.

Davon abgesehen liegt das Acer Liquidmini ganz gut in der Hand: Die Smiley-ähnlich geschwungene Ober- und Unterseite und die sauber abgerundeten Kanten verleihen ihm eine angenehme Haptik.

Acer Liquidmini

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Das Hauptmenü wird horizontal durchgescrollt; die beiden oberen Reihen sind frei gestaltbar.

Zugeständnisse muss man auch beim Touchscreen machen: Der stellt auf 3,2 Zoll 320 x 480 Pixel dar und gehört damit zu den kleineren Vertretern seiner Zunft. Dennoch herrscht kein akuter Platzmangel auf der Anzeige, sämtliche Einstellungsoptionen und die meisten Webseiten lassen sich ganz anständig überblicken.

Deutlich enger geht es zu, sobald auf dem Display des Acer Liquidmini die Qwertz-Tastatur für die Texteingabe eingeblendet ist. Egal ob im Hoch- oder Querformat: Die am häufigsten verwendete Taste ist Backspace für die Korrektur der Fehleingaben. Letztere unterlaufen einem ab und an auch bei schnellen Tippgesten im Menü, sodass falsche Einträge aufgerufen und ungewollte Befehle ausgeführt werden.

Etwas schwach auf der Brust

Acer Liquidmini

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Dank Tethering-Funktion kann das Liquidmini als WLAN-Hotspot seine Internetverbindung an Drittgeräte weitergeben.

Die gelegentlich etwas träge Reaktion auf Eingaben ist eng mit dem dritten Kompromiss verbunden: der Hardware-Ausstattung. Der Prozessor des Acer Liquidmini taktet mit heutzutage bescheidenen 600 MHz, was sich im direkten Vergleich mit schnelleren Chips doch bemerkbar macht. Gespart wurde auch am Upload-Beschleuniger HSUPA und an einer Foto-LED für die rückseitig verbaute 5-Megapixel-Kamera.

Kompromisslos zeigt sich hingegen das Betriebssystem: Android kommt mit voller Software-Ausstattung und direkter Anbindung an den Android Market in der Version 2.2 Froyo; darübergestülpt ist die herstellereigene Benutzeroberfläche Acer UI 4.0 Lite.

Der Unterschied zu Android in Reinform? Acer UI organisiert sowohl die eigenen als auch die Android-typischen Widgets, Programmverknüpfungen und die Statusleiste in einer Art Ebenen-Ansicht. Über Sinn und Unsinn dieser Philosophie darf gestritten werden, wem das Acer UI zu undurchsichtig ist, kann es immerhin abschalten.

Acer Liquidmini

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connect-Kurzbewertung

Nichts Spektakuläres gibt's aus dem Messlabor zu vermelden: Der Empfang des Acer Liquidmini liegt auf durchschnittlichem Niveau, die Akustik ist insgesamt in Ordnung, der Akku muss aber spätestens am Ende des Tages ans Stromnetz.

Wer sich langsam an die Smartphone-Welt herantasten möchte, bekommt mit dem Liquidmini ein anständiges Einsteigergerät für kleines Geld an die Hand - jedoch nicht ohne Kompromisse.

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