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Einsteiger-Smartphone mit Perplexity Pro

T Phone 3 mit KI-Assistenten getestet: Die Telekom macht ein fast unschlagbares Angebot

Das neueste Telekom-Smartphone T Phone 3 bleibt dem Grundsatz der Serie treu, viele Features zu einem besonders attraktiven Preis anzubieten. Diesmal im Fokus: Künstliche Intelligenz. Für Telekom-Kunden ist das Angebot fast unschlagbar gut, das zeigt unser Test.

Autor:Andreas Seeger • 29.8.2025 • ca. 6:05 Min

Online-Siegel
Sehr gut
TelekomT Phone 3
Smartphones
August 2025 Zum Produkt
T Phone 3 Test Teaser
"KI für alle": Das T Phone 3 ist bei der Telekom für 150 Euro erhältlich, mit Vertrag gibt es das Phone quasi umsonst dazu.
© connect

Das T Phone 3 ist seit Mitte August bei der Telekom erhältlich, für nur 149 Euro (eine Pro-Version soll im Laufe des Jahres folgen). Die meisten werden das Smartphone aber mit Vertrag kaufen, etwa mit dem Magenta Mobil XS, dann kostet es nur einen symbolischen Euro. Das sind Kampfpreise, gegen die...

Pro

  • ansprechendes Design, das teurer aussieht als es ist
  • sehr gute Verarbeitung mit IP-Zertifizierung
  • LCD mit 120 Hertz
  • umfassende Connectivity mit schnellem 5G und Dual-SIM
  • Viele KI-Features, unter anderem Perplexity Pro
  • für den Preis sehr guter Software Support
  • lange Akkulaufzeit

Contra

  • Display etwas leuchtschwach
  • breite und unsymmetrische Displayränder

Fazit

Mit dem T Phone 3 legt die Telekom einen rundherum gelungenen Einsteiger auf den Tisch, bei dem man nicht viel falsch machen kann. Das Preis-Leistungsverhältnis ist überragend, denn für 150 Euro bekommt man nicht nur den modernen 5G-Funkstandard, sondern einen intuitiven Zugang zu Perplexity und Gemini, zwei der größten und wichtigsten KI-Modelle unserer Zeit. Der Gutschein für 18 Monate Perplexity Pro ist dabei das Tüpfelchen auf dem i. Abzüge gibt es für das etwas leuchtschwach kalibrierte LCD, aber mit Blick auf den niedrigen Verkaufspreis ist das mehr Hinweis als Kritik. Dass sich das T Phone 3 vor allem an Telekom-Kunden richtet, liegt auf der Hand. Das Angebot, das die Telekom hier macht, ist aber so gut, dass sich damit auch neue Kunden gewinnen lassen.

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Das T Phone 3 ist seit Mitte August bei der Telekom erhältlich, für nur 149 Euro (eine Pro-Version soll im Laufe des Jahres folgen). Die meisten werden das Smartphone aber mit Vertrag kaufen, etwa mit dem Magenta Mobil XS, dann kostet es nur einen symbolischen Euro. Das sind Kampfpreise, gegen die die Konkurrenz nur schwer ankommen kann, auch weil softwareseitig alles auf Telekom-Kunden zugeschnitten ist, mit Widgets für Magenta und schnellem Zugang zur Magenta AI, aber dazu später mehr.

Mögliche Alternativen wären das Samsung Galaxy A16 für 120 Euro oder das Xiaomi Poco M7 für 150 Euro. Beiden Phones fehlt aber der moderne Mobilfunkstandard 5G, der bei den T Phones immer dabei ist. Die Telekom hat die Serie schließlich 2023 ins Leben gerufen, um 5G massentauglicher zu machen. Bei der dritten Generation steht dagegen das Thema KI im Vordergrund, das Motto lautet nicht ohne Grund "KI für alle".

T Phone 3 Test Rückseite
Das T Phone 3 ist einzig in der Farbe "Icy Silver" erhältlich. Die mattierte Rückseite fühlt sich gut an, obwohl sie nur aus Kunststoff besteht.
© connect

Design und Haptik für den Preis top

Der Fokus liegt also auf der Software, bei der Hardware hat sich im Vergleich mit dem T Phone 2 (zum Test) wenig bewegt. Das Phone besteht wieder vollständig aus Kunststoff, der aber sehr geschickt verpackt wurde: Der gewölbte Rahmen mit der farblich abgesetzten Magenta-Taste und die mattglänzende Rückseite im dezenten Farbton (Icy Silver) geben dem 150-Euro-Smartphone eine neutral-elegante Note und lassen es viel teurer aussehen. Das gilt ebenfalls für die Anfassqualität, die mattierte Oberfläche fühlt sich weniger kunststofflastig an als erwartet. Dazu trägt auch die sehr gute Verarbeitung bei, hier wackelt und knarzt nichts, im Gegenteil, das verwindungssteife Gehäuse macht einen sehr robusten Eindruck. Es ist nach IP54 zertifiziert, also regenfest.

Halten wir also fest: Der äußere Eindruck ist wie schon beim Vorgänger T Phone 2 sehr gelungen.

Display mit 120 Hertz

Das Display präsentiert sich unverändert mit 6,6 Zoll und viel zu breiten, unsymmetrischen Rändern. Auch die breite Beule, die sich von der Oberseite in das Sichtfeld zieht, ist wohlbekannt und kein Hingucker. Auch in dieser Preisklasse haben wir schon elegantere Lösungen für die Selfie-Kamera gesehen.

Aus technischer Sicht zeigt der Daumen dagegen nach oben, das LCD ist zwar nicht besonders leuchtstark kalibriert, bietet aber eine mehr als preisgerechte Auflösung und eine hohe Bildwiederholrate von 120 Hertz. Eine Always-on-Funktion wäre die Krönung gewesen, aber die gibt es erst ab der Smartphone-Mittelklasse.

Telekom T Phone 3 Test Seitenansicht
Die magentafarben abgesetzte Power-Taste ist ein Markenzeichen der T Phones. Auf dem T Phone 3 kann man darüber schnell auf Gemini und Perplexity zugreifen.
© connect

Prozessor bestenfalls preisgerecht

Dass der Prozessor kein Überflieger ist, konnte man bei dem Preis erwarten. Die Telekom baut den Snapdragon 6 Gen 3 ein, der gegenüber dem Snapdragon 6 Gen 1 (T Phone 2) nur eine minimal verbesserte Leistung aufweist. Auch beim Speicher gibt es Stillstand, 6/128 GB kennen wir bereits aus dem letzten Jahr. Die Performance ist dementsprechend nur okay, die Oberfläche reagiert zwar verzögerungsfrei, aber doch spürbar langsamer als bei einem Top-Smartphone, gelegentlich treten Mikro-Ruckler auf. Somit ist klar: KI-Features on-Device kann man mit diesem Phone vergessen, damit KI gut funktioniert, ist eine schnelle Verbindung in die Cloud, entweder per 5G/4G oder per WiFi, unabdingbar.

Telekom T Phone 3: Technische Daten

  • Preis und Speicher: 149 Euro mit 6/128 GB
  • Farbe: Icy Silver
  • Größe und Gewicht: 166 x 77 x 9 Millimeter und 218 Gramm
  • SoC: Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 mit maximal 2,4 GHz
  • Display: LCD mit 6,6 Zoll und 2.408 x 1.080 Pixel, Bildwiederholrate 120 Hz
  • Hauptkamera: Weitwinkel mit 50 MP + Makro mit 2 MP
  • Frontkamera mit 13 MP
  • Konnektivität: 5G, 4G, 3G, 2G, WiFi 5, Bluetooth 5.1 mit LE, USB-C, Klinkenbuchse
  • SIM: 1x Nano SIM + 1 eSIM
  • Akku mit 5.000 mAh, Laden mit 25 Watt (Netzteil nicht im Lieferumfang)
  • System: Android 15 mit "3+5" (3 Versionsupdates und 5 Jahre Sicherheitspatches)
  • Besonderheiten: Stereo-Lautsprecher, IP54, Klinkenbuchse
Telekom T Phone 3 Test Unterseite
Top verarbeitet und die Haptik trotz Kunststoff gut: Der leicht gewölbte Rahmen liegt angenehm in der Hand. Auf der Unterseite ist neben Lautsprecher und USB-C-Buchse auch eine Klinkenbuche positioniert.
© connect

Beeindruckende Connectivity mit 5G und eSIM

Beim Zugang zum 5G-Netz hat man die Wahl zwischen einer Nano-SIM und einer eSIM - und weder Dual-SIM noch eSIM sind in dieser Preisklasse Standard. Bemerkenswert ist zudem das hohe Tempo: In Speedtests an verschiedenen Standorten in Berlin haben wir konstant um die 450 Mbps erreicht, was ein exzellenter Wert ist - mit einem Top-Smartphone ist man kaum schneller unterwegs. Eine weitere Besonderheit ist die Klinkenbuchse, über die sich ganz oldschool Kabelkopfhörer anschließen lassen. Bei Bluetooth (5.1) und bei WiFi (5) bietet das T Phone 3 dagegen "nur" preisgerechte Kost.

Kamerasystem: 50 Megapixel für Schnappschüsse

Die Kameraausstattung ist mit dem T Phone 2 nahezu identisch: Wieder steht eine Hauptoptik mit 50 Megapixel im Mittelpunkt, die von einem 2-Megapixel-Makroobjektiv flankiert wird. Die Makroaufnahmen sind bestenfalls durchschnittlich, die Hauptkamera liefert dagegen gut ab, allerdings nimmt die Qualität bei schlechtem Licht überdurchschnittlich ab.

Die Kamera bietet natürlich auch einige Bearbeitungsfunktionen, die direkt in die Kamerasoftware integriert sind, dazu gehören ein Avatar-Generator und ein magischer Radierer. Um diese zu realisieren, arbeitet die Telekom mit Picsart zusammen - eine 3-monatige Picsart Pro Lizenz mit 500 zusätzlichen Credits pro Monat für Avatare ist beim Kauf eines T Phone 3 mit dabei.

T Phone 3 Test Screenshots Kameravorschau
Der Fingertipp auf die "AI Werkzeuge" führt zu Picsart. Eine dreimonatige Pro-Lizenz ist beim T Phone 3 mit an Bord.
© connect/Hersteller

System und Updates: KI im Fokus

Als Betriebssystem ist ein relativ unverbasteltes Android 15 installiert, aber das große Telekom-Widget und die MeinMagenta-Verknüpfung auf dem pink-roten Homescreen machen deutlich, wo das T Phone seine Wurzeln hat. Es gibt insgesamt 7 vorinstallierte Telekom-Apps, die sich aber problemlos deinstallieren lassen. Auch den Homescreen kann man beliebig anpassen.

Stark: Die Telekom verspricht drei neue Android-Versionen und fünf Jahre Sicherheitspatches, also "3+5". Das entspricht knapp den neuen EU-Vorgaben (die 5 Jahre Support ab Verkaufsende vorschreiben) und ist auf diesem Preisniveau voll in Ordnung. Mehr kann man für 150 Euro nicht erwarten.

T Phone 3 Test Screenshots Homescreen
Ein Blick auf den Homescreen genügt, um zu erkennen, dass das T Phone von der Telekom kommt. Insgesamt 7 Telekom-Apps sind vorinstalliert. Davon abgesehen präsentiert sich das Android-System aber unverbastelt, also ohne große Modifikationen durch den Hersteller.
© connect/Hersteller

Als selbst ernanntes "KI Phone" stehen die KI Funktionen natürlich im Vordergrund. Der Fokus liegt hier aber klar auf den KI Assistenten Gemini und Perplexity, nicht auf den vielen Übersetzungs- und Bildbearbeitungsfunktionen, die mittlerweile alle Smartphone-Top-Modelle auszeichnen. Perplexitiy versteckt die Telekom hinter der "Magenta AI", dabei handelt es sich aber nur um eine Umbenennung, dahinter steht die Perplexity-App, so wie man sie auch von anderen Smartphones kennt. Ein bemerkenswertes Alleinstellungsmerkmal ist der Voucher für 18 Monate Perplexity Pro, der mit in der Verpackung liegt. Das Pro-Abo kostet sonst 20 Dollar pro Monat - auf 18 Monate gerechnet ist der Voucher also mehr Wert als der Kaufpreis für das T Phone 3.

Die Magenta AI mit Perplexity Pro und Google Gemini machen das T Phone 3 zum KI Phone. Das bedeutet im Umkehrschluss: Man bekommt beim T Phone 3 nicht das gleiche Bündel an KI Features wie bei einem Galaxy S25 oder bei einem Pixel 10 Pro, schon allein deswegen, weil der Prozessor für jegliche ON-Device-KI-Berechnungen zu schwach ist. Man bekommt aber einen sehr intuitiven und einfachen Zugang zu Gemini und Perplexity: Länger auf die Power-Taste drücken startet Gemini, ein Doppeltipper darauf startet Perplexity. Einfacher und besser geht es nicht.

T Phone 3 Test Screenshots KI Assistenten
Praktisch: Über die magentafarbene Power-Taste kann man zwei KI-Assistenten aufrufen: Gemini (langer Druck) und Perplexity (zweimal drücken). Ein Voucher für 18 Monate (!) Perplexity Pro ist beim T Phone mit dabei.
© connect/Hersteller

Akkulaufzeit: Das T Phone 3 kann Langstrecke

Die Akkulaufzeit liegt auf dem sehr guten Niveau der Vorgänger: 15:24 Stunden im PC Mark Battery Test ist eine sehr gute Zeit, etwas über dem T Phone 2 (14:43 Stunden). Auf den Alltag umgerechnet bedeutet es, dass man auch mal einen Tag ohne Steckdose auskommt. Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten. Nachgeladen wird mit maximal 25 Watt, damit steht der Akku in etwa einer Stunde wieder bei 100 Prozent. Kabelloses Aufladen wird nicht unterstützt, was keine Überraschung ist.

Online-Siegel
Sehr gut
TelekomT Phone 3
Smartphones
August 2025 Zum Produkt

Fazit: Mit der T Phone Serie macht die Telekom alles richtig

Mit dem T Phone 3 legt die Telekom einen rundherum gelungenen Einsteiger auf den Tisch, bei dem man nicht viel falsch machen kann. Das Preis-Leistungsverhältnis ist überragend, denn für 150 Euro bekommt man nicht nur den modernen 5G-Funkstandard, sondern einen besonders intuitive Zugang zu Perplexity und Gemini, zwei der größten und wichtigsten KI-Modelle unserer Zeit. Der Gutschein für 18 Monate Perplexity Pro ist dabei das Tüpfelchen auf dem i.

Abzüge gibt es für das etwas leuchtschwach kalibrierte LCD, aber mit Blick auf den niedrigen Verkaufspreis ist das mehr Hinweis als Kritik. Dass sich das T Phone 3 vor allem an Telekom-Kunden richtet, liegt auf der Hand. Das Angebot, das die Telekom hier macht, ist aber so gut, dass sich darüber durchaus auch neue Kunden gewinnen lassen.