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LG xboom Stage 301 im Test: Kompakter Kraftwürfel mit fettem Bass

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Die xboom Stage 301 ist zwar das größte Modell der xboom-Serie von LG. Im Vergleich zu gängigen Partyboxen hat sie jedoch eher kompakte Maße. Der Klang dieses kleinen Feierbiests ist dabei aber umso verblüffender.

Autor:Frederick Heinz • 28.8.2025 • ca. 6:05 Min

Online-Siegel
sehr gut
Einzeltest
LGxboom Stage 301
Partybox
Zusätzliche Infos
* Getestet durch Redaktion AUDIO+stereoplay
August 2025 Zum Produkt
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Die xboom Stage 301 trägt ihren Namen völlig zu Recht, denn die kompakte Partybox liefert einen kraftvollen Sound, der an große Bühnen erinnert.
© LG

Mit den xboom by will.i.am Lautsprechern hat LG der xboom-Reihe drei Modelle hinzugefügt. Auf den ersten Blick fällt ihr angenehm zurückhaltendes, ja fast schon minimalistisches Design auf. Von den klanglichen Qualitäten, die die Kooperation mit dem Erfolgsproduzenten mit sich bringt, konnten wi...

279,00 €
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Pro

  • ausgewogener Klang mit tiefem Bass
  • hohe Maximalpegel
  • cleveres Gehäusedesign
  • gute App

Contra

  • Mitten fehlt es etwas an Körper

Fazit

connect-Urteil: sehr gut | Die LG xboom Stage 301 verblüfft im Test mit ihrem ausgewogenen Klang, den tiefen und kraftvollen Bässen sowie ihrem hohen Maximalpegel. Dank des cleveren Gehäusedesigns, der integrierten Lightshow, des leicht auszutauschenden Akkus mit langer Laufzeit und des moderaten Preises ist sie ein tolles Gesamtpaket.

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Mit den xboom by will.i.am Lautsprechern hat LG der xboom-Reihe drei Modelle hinzugefügt. Auf den ersten Blick fällt ihr angenehm zurückhaltendes, ja fast schon minimalistisches Design auf.

Von den klanglichen Qualitäten, die die Kooperation mit dem Erfolgsproduzenten mit sich bringt, konnten wir uns bereits beim xboom Bounce überzeugen – wir waren durchaus angetan.

Nun ist die Partybox xboom Stage 301 aus dem will.i.am-Dreiergespann Grab, Bounce und Stage an der Reihe. Vom Format und vom Preis her ist sie ein direkter Konkurrent zur Encore 2 des Marktführers JBL. Wie kann sich die kompakte Partybox also im strengen connect-Test behaupten?

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Im ausgeschalteten Zustand wirkt die xboom Stage 301 mit ihrer minimalistischen Schlichtheit eher wie ein PA-Lautsprecher als wie eine Partybox.
© LG

Design und Gehäuse

Bei der xboom Stage 301 blickt einem direkt von vorne ein schwarzes Quadrat aus Lochblechgitter entgegen. Kein Logo, keine farblichen Akzente, kein unnötiger Zierrat. Minimalistischer geht es kaum. Hinter dem Gitter sind schemenhaft die drei Lautsprecher, die zwei Bassreflexports sowie die LED-Streifen oben und unten zu erkennen.

Beim Einschalten kommt durch die Aktivierung der Beleuchtung doch etwas Farbe ins Spiel. Einen leuchtenden LED-Ring um den Tieftöner gibt es bei der xboom Stage 301 allerdings nicht. Dadurch grenzt sie sich optisch vom Hauptkonkurrenten ab.

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Die LED-Beleuchtung hebt sich mit den beiden Streifen von anderen Partyboxen ab.
© LG

Die Ober- und Unterkante des Gehäuses sind großzügig abgerundet. An den Seiten des Kunststoffgehäuses haben die LG-Designer zwei der spärlich eingesetzten roten Farbakzente in Form des „xboom”-Logos platziert. Weitere Farbakzente sind ein Ring um den Play/Pause-Knopf sowie je eine Linie zur Positionserkennung der beiden Drehregler auf der Oberseite.

Auf der Oberseite des xboom Stage 301 befindet sich ein gut lesbares Bedienpanel und ein großer bequemer Tragegriff.

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Die Bedientasten weisen eine klare Größenhierarchie auf. Häufig genutzte sind groß, selten gebrauchte klein.
© LG

Dass die Entwickler von LG an viele kleine Details gedacht haben, zeigt sich bereits bei der Verpackung. So verfügt der Transportkarton beispielsweise über ein integriertes Stoffband, das als praktischer Tragegriff dient.

Diese Liebe zum Detail zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Produkt und ist unter anderem an der Gehäusekonstruktion erkennbar. Wie die xboom Bounce wurde auch die Stage 301 mit dem Red Dot Design Award 2025 ausgezeichnet.

Die hinteren Kanten des xboom Stage 301 laufen fast wie eine Pyramide zusammen, sodass die Box wie ein Bühnenmonitor nach hinten geneigt werden kann. Dadurch strahlen die beiden Hoch-/Mitteltöner bei einer Platzierung auf dem Boden nicht mehr auf Kniehöhe, sondern in Richtung der Ohren.

So kann ein Bassboost durch die Ankopplung an den Boden genutzt werden, ohne dass der Abfall der Höhen durch die Abstrahlung außerhalb der Achse in Kauf genommen werden muss.

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Die xboom Stage 301 lässt sich wie ein Bühnenmonitor nach hinten kippen, sodass sie am Boden liegend in Richtung der Ohren strahlt.
© LG / Bildmontage: WEKA Media Publishing GmbH

Alternativ können Sie die Box natürlich auch auf einen Tisch oder Ähnliches stellen. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Tischplatte mitschwingt, was zu unschönen Resonanzen führen kann. Auch hierfür bietet die xboom Stage 301 eine Lösung: einen im Gehäuseboden versteckten Stativflansch.

Auf der oberen Schräge der Gehäuserückseite befinden sich die Anschlüsse. Über die untere Schräge erhalten Sie Zugang zum 230-Volt-Netzanschluss und zum Akku, der sich schnell und unkompliziert austauschen lässt.

Ein weiteres Detail sind die seitlichen Gitter, die der Belüftung der integrierten Class-D-Endstufe dienen.

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Der Stativflansch ist unter einer kreisrunden Klappe im Gehäuseboden versteckt.
© LG

Bedienung und Steuerungsmöglichkeiten

Das Bedienpanel auf der Oberseite des Lautsprechers kombiniert sechs Tasten mit einem zentralen Dreh-/Drückknopf, über den sich die wichtigsten Funktionen steuern lassen. Wiedergabe starten oder pausieren, Lautstärke anpassen, Bluetooth aktivieren und koppeln sowie durchschalten der Eingänge, zwischen Klangmodi wechseln oder die Beleuchtung steuern – alles geht schnell und intuitiv von der Hand.

Zusätzlich gibt es Direktzugriffe auf Favoriten, etwa gespeicherte Playlists oder bevorzugte Lichtszenen, sowie eine Auracast-Funktion, um Musik kabellos mit anderen kompatiblen Lautsprechern zu teilen.

Die Tasten reagieren präzise und vermitteln durch ihren klaren Druckpunkt ein hochwertiges Bediengefühl. Ergänzend dazu befinden sich unterhalb des Tragegriffs zwei Drehregler: Einer steuert die Lautstärke von angeschlossenen Mikrofonen oder Instrumenten, der andere die Intensität des integrierten Reverb-Effekts – besonders praktisch für Karaoke oder Live-Performances.

Erweiterte Funktionen per App

Für alle weiterführenden Einstellungen ist die LG ThinQ-App unverzichtbar. Anders als der Name vermuten lässt, wird die LG Xboom-App bei diesem Modell nicht unterstützt.. ThinQ dient als Steuerzentrale für zahlreiche LG-Smart-Home-Geräte und bündelt ein breites Funktionsspektrum.

Trotz der Vielseitigkeit bleibt die Benutzeroberfläche übersichtlich, sodass auch Anwender, die die App ausschließlich für diesen Lautsprecher nutzen, schnell zurechtkommen.

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Über die ThinQ-App ist nicht nur der Zugriff auf die lokalen Medien des Smartphones (links) möglich, sondern auch die Klanganpassung per Equalizer (rechts). Beim xboom Stage 301 regelt dieser jedoch nur drei Bänder.
© WEKA Media Publishing GmbH

Über die App können unter anderem Lichteffekte angepasst, zwischen fünf Klangmodi gewechselt und verschiedene Toneinstellungen vorgenommen werden. Auch der Gerätename, Sleep-Timer, Toneffekte, Multi-Playback-Modus und die AI Calibration lassen sich hier konfigurieren. Im Test zeigte die AI Calibration jedoch nur minimale Auswirkungen, während die Modi „Bass Boost“ und „Voice Enhance“ deutlich spürbare Klangverbesserungen lieferten.

Zusätzliche Features & Einschränkungen

Ein kleiner Unterschied zum Bounce-Modell: Beim Stage 301 steht in der App lediglich ein 3-Band-Equalizer zur Verfügung, während der Bounce mit einem 6-Band-Equalizer arbeitet.

Darüber hinaus lassen sich Partybox-typische Funktionen wie der DJ-Modus mit Effekten, Presets und Scratch-Möglichkeiten sowie der Karaoke-Modus ausschließlich über die App steuern. Letzterer funktioniert nur bei angeschlossenem Mikrofon.

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Im Menü des xboom Stage 301 innerhalb der ThinQ App lassen sich der DJ- und der Karaoke-Modus audfrufen.
© WEKA Media Publishing GmbH

Registrierungspflicht

Ein Kritikpunkt bleibt jedoch bestehen: Ohne Registrierung mit Namen und E-Mail-Adresse lässt sich die App nicht vollständig nutzen. Für eine Partybox ist diese Anforderung zwar eher ungewöhnlich, sie ergibt sich jedoch aus der Funktion als übergeordnete Smart-Home-App.

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Alle Anschlüsse sind durch Deckel mit Gummidichtungen vor Wasser geschützt.
© LG

Konnektivität und Akku

Neben der drahtlosen Verbindung über Bluetooth 5.4 mit AAC-Codec verfügt der xboom Stage 301 über drei physische Schnittstellen. Dazu gehören eine 6,3-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Instrumenten oder eines Mikrofons, ein AUX-Eingang mit 3,5-mm-Miniklinke sowie ein USB-A-Port.

Letzterer dient ausschließlich dem Anschluss von Speichermedien wie externen Festplatten oder USB-Sticks. Als Powerbank lässt sich die Box mit diesem Port leider nicht nutzen.

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Nach dem Öffnen der Klappe lässt sich der Akku ganz einfach am roten Band herausziehen.
© LG

Der Akku lässt sich blitzschnell austauschen und liefert laut LG eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden, abhängig von Lautstärke, Verbindungsart, Lichteffekten und Musikart. Die Ladezeit beträgt drei Stunden. Eine Schnelladefunktion ist leider nicht vorhanden.

Wie gut ist die Klangqualität des LG xboom Stage 301?

Auch im Hörtest wusste die kompakte Partybox zu überzeugen. Vor allem der schnelle, tiefreichende und trockene Bass wusste zu gefallen. Eine untere Grenzfrequenz von 37 Hz bei geringer und 46 Hz bei hoher Lautstärke ist angesichts der Größe des Tieftöners und des Gehäuses ein erstaunlich guter Wert.

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Nach HiFi-Maßstäben spielte die xboom Stage 301 jedoch nicht vollständig ausgewogen. Die Betonung der Höhen und insbesondere der Bässe ist für diese Gerätekategorie allerdings typisch und beabsichtigt.

Die Mitten sind bis zu einem Anstieg in den oberen Mitten nahezu mustergültig. Dieser Peak ist zwar zu hören, aufgrund seines breiten Frequenzbereichs von ca. 1.200 bis 3.000 Hz fällt er jedoch kaum ins Gewicht.

Leider lässt sich diese leichte Betonung der oberen Mitten bis zu den unteren Höhen mit dem Equalizer nicht effektiv herausregeln.

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Zwei Breitbänder, einen Tieftöner und zwei Bassreflexkanäle. Im xboom Stage 301 steckt bewährte Technik.
© LG

Ohne die penible HiFi-Brille betrachtet, spielte die kompakte Partybox insgesamt erfreulich dynamisch und knackig. Bassdrums wurden sehr überzeugend wiedergegeben, egal ob rollend oder knallend. Genau so, wie es die Musik erfordert.

Die xboom Stage 301 machte ihrem Namen alle Ehre und lieferte eine überzeugende, live-ähnliche Performance ab, die stark in Richtung PA-Sound ging – genau richtig für eine Partybox!

Für den erfreulichen Klang sind ein 6,5-Zoll-Tieftöner sowie zwei 2,5-Zoll-Hoch-/Mitteltöner verantwortlich. Alle drei stammen vom renommierten Hersteller Peerless, dessen Name auch bei HiFi-Fans für Begeisterung sorgt.

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Für die Gerätekategorie typische und Betonung von Bass und Hochton. Bis auf eine breitbandige Anhebung zwischen 1.200 bis 3.000 Hz lineare Mitten bis in die oberen Höhen. Spitzenschallpegel bei 109 dB bei 90 Hz (rote Linie). Bei niedriger Lautstärke (blaue Linie) mit 37 Hz unterer Grenzfrequenz erstaunlich tief reichender Bass.
© WEKA Media Publishing GmbH

Für eine Partybox eher ungewöhnlich ist die Entscheidung für einen Hoch-/Mitteltöner beziehungsweise Breitbänder mit Konusmembran. Bei der Konkurrenz kommen meist Kalottenhochtöner zum Einsatz.

Angetrieben werden die Chassis von einer Dreikanal-Class-D-Endstufe mit 120 Watt. Wie die Gesamtleistung auf das Peerless-Dreiergespann aufgeteilt wird, geht aus den technischen Daten zwar nicht hervor, ist aber auch nur von untergeordneter Bedeutung.

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Einzeltest
LGxboom Stage 301
Partybox
Zusätzliche Infos
* Getestet durch Redaktion AUDIO+stereoplay
August 2025 Zum Produkt

Fazit:

Im Test präsentierte sich die LG xboom Stage 301 als überraschend vielseitiger Lautsprecher mit ausgewogenem Klangbild. Besonders auffällig waren die tiefen, druckvollen und zugleich trockenen Bässe, die zusammen mit der hohen Maximallautstärke für ordentlich Live-Atmosphäre sorgten. Sie spielte temperamentvoll und mitreißend, ohne an Klarheit zu verlieren.

Abgerundet wurde der positive Gesamteindruck durch das durchdachte Gehäusedesign, die effektvolle Lightshow, den problemlos austauschbaren Akku mit großzügiger Laufzeit. Damit liefert LG mit der xboom Stage 301 ein rundum gelungenes Gesamtpaket.

Technische Daten

LG xboom Stage 301
Anzahl der Kanäle: 3 (2.1)
Ausgangsleistung: 120 Watt (Class-D)
Treiber:Hoch-/Mitteltöner: 2 x 2.5 Zoll, Tieftöner: 1 x 6,5 Zoll
Klangmodi:AI Sound, Bass Boost, Custom, Standard Anschlüsse:,1 x USB-A
Bluetooth Version: 5.4
Bluetooth-Codecs:AAC, SBC
Bluetooth Multipoint: Ja
Schutzklasse: IPX4
Akku Anzeige: Ja
Beleuchtung: Ja
Party Link: Ja (Dual und Multimode)
Maße (B x H x T):31,2 x 31,1 x 28,2 cm
Gewicht:6,65 kg

LG xboom Stege 301: Angebote und Alternativen

In unserem Vergleichs-Widget (unten / nur ohne Werbeblocker sichtbar) haben wir als Alternative und zum Vergleich neben dem LB xboom Stage 301 auch die Konkurrenten JBL Encore 2, Klipsch Gig XL und Kenwood AS-P200BT aufgenommen.

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