Testbericht

Arcam A 18

Auch Heimkino-Freaks lässt der A_18 nicht im Regen stehen: Dank "Processor Mode" fügt er sich problemlos in Mehrkanal-Konfigurationen ein.

  1. Arcam A 18
  2. Datenblatt
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© Archiv

Als CD-Spezialist gibt der Player keine MP3-Dateien wieder. Trotzdem können Digital-Nomaden ihr Programm mit Arcam genießen: Sie docken den mobilen Zuspieler am 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss auf der Front des Verstärkers an. Schnell, bequem und ohne    nervendes Geräte-Rücken.

Wer lieber in den Klängen des Vinyl-Zeitalters schwelgt, findet einen Phono-MM-Eingang vor. Auch Heimkino-Freaks lässt der A_18 nicht im Regen stehen: Dank "Processor Mode" fügt er sich problemlos in Mehrkanal-Konfigurationen ein.

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© J.Winkler

Die Leistungs-ICs sollen von aufgeklebten Pads aus Sorbothan-Kunststoff klanglich profitieren.

Die Arcam Entwickler wussten um die begrenzte Kraft aus den beiden Endstufen-ICs und gaben ihrem Sprössling vorsorglich einen Vorverstärker-Ausgang mit. Darüber vermag der A_18 bei Bedarf auch externe Kraftmeier wie die hauseigene Endstufe P__38 anzusteuern.

Zahlen, Bitte!

Tatsächlich erwies sich der A_18 nicht gerade als Leistungswunder im Messlabor - siehe unten. Doch in anderen Disziplinen schnitt er gut ab. Der Phono-Eingang garantiert dank vorbildlich niedriger Kapazität (100 Picofarad) ausgewogenen Klang mit nahezu allen Magnetabtastern. Auch sein Fremdspannungsabstand liegt mit 76 Dezibel (Hochpegel: 95 dB) ausreichend hoch. Als wahrer Musterknabe erwies sich der A 18 beim dynamischen Klirrverlauf. Vom Kleinstsignal bis zur Leistungsgrenze steigen die selbsterzeugten Oberwellen sanft und regelmäßig an. Das lässt auf ein harmonisches, stressarmes Klangbild schließen.

Hörtest

Bei Vollverstärkern markieren 90 Punkte, die der Creek Evo IA in AUDIO 5/07 einheimste, für Probanden in der Preisklasse des Arcam den Maßstab. Doch der schien keineswegs unerreichbar - nachdem die Jury dem A__18 ein passendes Paar Lautsprecher angedient hatte. Denn mit Großkalibern wie der KEF Reference 207/2  - sonst in Verstärker-Vergleichen gern zu Rate gezogen - war der Arcam schlicht überfordert.

Erst mit adäquaten Spielpartnern zeigte der vermeintliche Schwächling seine Stärken. Die liegen in packend-dynamischen Mitten. Freunde großer Stimmen kommen hier voll auf ihre Kosten, solange sie nicht Brachial-Pegel verlangen. Auch in vertrackt-virtuosen Klavierklängen wie Vladimir Horowitz' fulminanter Chopin-Ballade von Great Music III kann der Arcam regelrecht schwelgen. Und selbst großorchestrale Fluten wie in Mahlers Fünfter Symphonie (Macal, Exton Hybrid-SACD) bewältigte der A_18 klar und sauber, geradezu mitreißend in ihrer raumgreifenden Wirkung. Am oberen und unteren Ende des Frequenzspektrums kontrollierte der Creek die Klangmassen allerdings stärker, entwickelte mehr Druck und Spritzigkeit.

Doch mit ihrer Charme-Offensive erreichen beide Arcams ein tolles Preisleistungsverhältnis. 

Arcam A 18

HerstellerArcam
Preis700.00 €
Wertung85.0 Punkte
Testverfahren1.0

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