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Mit 3 Optiken und Solarpanel

EufyCam S4 getestet: Überwachungskamera für jede Gelegenheit

Von der Anker-Tochter Eufy erreicht uns mit der EufyCam S4 das neueste Flaggschiff bei Überwachungskameras. Das hat mit 299 Euro ein stolzes Preisschild, ist aber so vielseitig wie kaum ein anderes System. Wie unser Test zeigt, hat Eufy hier ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt.

Autor: Andreas Seeger • 23.1.2026 • ca. 3:55 Min

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EufyCam S4
Überwachungskameras
Januar 2026 Zum Produkt
Eufy eufyCam S4
Die eufyCam S4 kombiniert zwei Kamerasysteme für 360-Grad-Aufnahmen und 4K-Überwachung.
© Eufy
Frag’ die KI

Eufy hat die Cam S4 Anfang September 2025 auf der IFA vorgestellt. Seit Anfang November ist das Top-Modell der Anker-Tochter auf der eufy Webseite, bei Amazon, bei tink und im Handel erhältlich. Es gibt sie wahlweise einzeln für 299 Euro pro Kamera oder im Bundle mit der HomeBase 3 und zwei Kamera...

299,00 €
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Pro

  • Dreikamerasystem mit großem Sichtbereich und sehr guter Bild- und Tonqualität
  • Objektverfolgung
  • lokale KI erkennt Personen, Tiere, Fahrzeuge
  • austauschbarer Akku, fast energieautark dank Solarpanel
  • Nachtsicht per Spotlight, Infrarot oder Restlichtverstärkung
  • Speicherung per microSD, NAS, NVR oder Cloud
  • umfangreicher Lieferumfang

Contra

  • App reagiert mitunter träge
  • hoher Preis

Fazit

Mit 300 Euro gehört die Cam S4 zu den teuersten Überwachungskameras auf dem Markt. Sie ist ein bisschen wie die eierlegende Wollmilchsau: sie ist (fast) energieautark dank Solarpanel, sie unterstützt nahezu alle Speicherlösungen und sie bietet eine moderne KI-Erkennung mit automatischer Objektverfolgung. Diese Vielseitigkeit macht die Cam S4 auch zu einer besonders zukunftssicheren Lösung.

Eufy hat die Cam S4 Anfang September 2025 auf der IFA vorgestellt. Seit Anfang November ist das Top-Modell der Anker-Tochter auf der eufy Webseite, bei Amazon, bei tink und im Handel erhältlich. Es gibt sie wahlweise einzeln für 299 Euro pro Kamera oder im Bundle mit der HomeBase 3 und zwei Kameras für 699 Euro. Für größere Grundstücke beziehungsweise eine flächendeckende Überwachung gibt es auch ein Paket mit vier Kameras für 1.099 Euro.

EufyCam S4 Test Bundle HomeBase
Die EufyCam S4 wird auch im Bundel mit der HomeBase S380 verkauft. Einige Funktionen (kameraübergreifendes Tracking, 24/7 Snapshots) sind nur mit der S380 möglich.
© Hersteller

Solarpanels serienmäßig

Das ist ein stolzer Preis, aber dafür bekommt der Käufer auch einiges geboten: Zum Lieferumfang gehört ein Solarpanel, das mit 5,5 Watt einen hohen Output schafft. Anker spricht davon, dass auch bei Teilbeschattung zuverlässig geladen wird und dass eine Stunde Sonne für einen Tag Kamerabetrieb reicht. Das Panel wird per USB-C mit der Kamera verbunden, entweder direkt neben der Kamera oder in einigem Abstand - ein 2 Meter Verlängerungskabel gehört zum Lieferumfang genauso wie Schrauben und Dübel für die Montage.

Zwei Kameras in einer

Die Eufy Cam S4 vereint eine hochauflösende 4K-Kamera (Kuppel-Kamera, Ultraweitwinkel) mit 130-Grad-Sichtfeld und eine um 360 Grad schwenkbare 2K-Zoom-Kamera (PTZ-, Bullet-Kamera, Weitwinkel) mit zwei Optiken in einem Gerät, kombiniert somit ein sehr weitwinkeliges Gesamtbild mit detailgenauen Nahaufnahmen.

Zoom und Ultraweitwinkel arbeiten eng zusammen: Erkennt die S4 ungebetenen Besuch, sorgt sie dank intelligentem Auto-Framing für eine lückenlose Erfassung: Die Zoom-Kamera zoomt nah an die Person heran (bis zu 8x bzw 50 Meter), sind mehrere Personen im Bild, dann zoomt sie automatisch so, dass möglichst alle Personen erfasst werden. Für eine maximale Zeitersparnis setzt das Multi-Kamera-Tracking der HomeBase 3 die Aufnahmen mehrerer Kameras in eine einzelne Sequenz zusammen.

EufyCam S4 Test 3 Seiten Ansicht
Die EufyCam S4 ist mit ihren 3 Optiken vergleichsweise groß. Einfache Modelle it nur einer Optik sind deutlich kompakter und lassen sich unscheinbarer positionieren.
© Hersteller

Sensorik und Bildqualität

Die Bildqualität ist sowohl mit dem Bullet als auch mit dem PTZ sehr gut, sogar der 8x Zoom bringt noch gute Ergebnisse. Hervorheben möchten wir die Nachtsicht: Egal ob per LED-Spotlight, per Infrarot oder gemischt: Die Objektive geben sich sehr lichtstark und detailreich. Erfasst wird die Umgebung via Radar und PIR, Bewegungen werden zuverlässig erkannt. Wenn eine Bewegung erkannt wurde, wurden wir im Test innerhalb von wenigen Sekunden per Push-Mitteilung auf dem Smartphone informiert.

Auch Lautsprecher und Mikrofon überzeugen, die kräftigen Lautsprecher sind von Besuchern sehr gut zu verstehen, andersherum klappt es genauso gut, hier gibt es nichts zu kritisieren.

EufyCam S4 Test Screenshots Einrichtung
Stark: Das Tutorial bei der Ersteinrichtung ist umfangreich und verständlich, es wird nichts ausgelassen.
© connect/Hersteller

Connectivity und Speicher

Beim Speicher bietet Anker dem Käufer große Freiheiten, im Prinzip ist hier alles möglich, was geht: per microSD oder Flash-Speicher direkt in der Kamera, im lokalen Netzwerk auf der HomeBase, per RTSP auf dem eigenen NAS oder per Eufy-Abo in der Cloud. Die S4 gehört damit zu den flexibelsten Lösungen auf dem Markt.

Eingebunden wird die S4 über 2,4-GHz-WiFi.

EufyCam S4 Test Screenshots Hauptmenü
Die Verwaltung der Kameras über die Eufy-App ist ebenfalls sehr gelungen.
© connect/Hersteller

App und Einstellungen

Die Einrichtung ist sehr einfach und selbsterklärend, hier kann nicht viel schief gehen. In der Eufy-App hat man viele Optionen, unter anderem voreingestellte Kamerapositionen, Aktivitäts- beziehungsweise Datenschutzzonen, Einstellungen für die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung.

Stark: Die KI Bilderkennung erkennt sehr gut Menschen, Haustiere oder Objekte wie Autos.

Einziger Kritikpunkt: Die Latenz ist vergleichsweise hoch, Einstellungen in der App werden mit Verzögerung übertragen, hier kann es schon mal ein paar Sekunden dauern. Für die Video- und Audio-Übertragung gilt dies zum Glück nicht.

EufyCam S4 Test Screenshots Einstellungen
Es gibt eine Vielzahl von Einstellungen, etwa für die automatische Bilderkennung und den Energieverbrauch.
© connect/Hersteller

Akkulaufzeit

Zur Akkulaufzeit lassen sich nur schwer Aussagen treffen, da diese stark von der Aktivität der Kamera abhängt. Festhalten lässt sich aber, dass Eufy hier sehr gute Voraussetzungen geschaffen hat, damit die Kamera lange durchhält. Da ist zum einen der interne Akku, der 10.000 mAh fasst und mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden kann. Dazu kommt das bereits beschriebene Solarpanel. Gute Voraussetzungen, damit die Kamera problemlos mehrere Monate durchläuft.

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EufyCam S4
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Fazit: Teuer, aber richtig gut

Mit 300 Euro gehört die Cam S4 zu den teuersten Überwachungskameras auf dem Markt. Wer eine gute Lösung sucht, findet bei Herstellern wie ReoLink preisgünstige Alternativen. Die sind aber nicht so flexibel einsetzbar. Die EufyCam S4 ist ein bisschen wie die eierlegende Wollmilchsau: sie ist (fast) energieautark dank Solarpanel, sie unterstützt nahezu alle Speicherlösungen und sie bietet eine moderne KI-Erkennung mit automatischer Objektverfolgung. Diese Vielseitigkeit macht die Cam S4 auch zu einer besonders zukunftssicheren Lösung.

Eufy Cam S4 Überblick und technische Daten

  • Preise: 299 Euro (einzeln), 699 Euro (2x und mit HomeBase S380)
  • Kameratyp: 3-Linsen-System (oben 4K-Bullet, unten Dual-2K-PTZ)
  • Auflösung: Bullet 4K (3840×2160), PTZ je 2K (2688×1520)
  • Bildsensor: Bullet 1/2,8" CMOS, PTZ 1/3" CMOS
  • Sichtfeld: Bullet ca. 122–130° Fixwinkel, PTZ 360° horizontal / 70° vertikal
  • Zoom: bis zu 8× Hybrid-Zoom (optisch + digital)
  • Nachtsicht: IR-Nachtsicht (bis ca. 15 m) plus Farbnachtsicht via Spotlight/LEDs
  • KI-Funktionen: Personen-, Fahrzeug- und Haustiererkennung, Smart-PTZ-Auto-Framing, Cross-Camera-Tracking (mit mehreren S4)
  • Sensorik: Radar + PIR-Bewegungserkennung zur Reduktion von Fehlalarmen
  • Aktivitätszonen: zwei anpassbare, sechseckige Zonen
  • Audio: 2-Wege-Audio (Mikrofon + Lautsprecher), integrierte Sirene
  • Akku: 10.000 mAh, wechselbar, per USB‑C aufladbar
  • Solarpanel: 5,5 Watt Panel optional, für langen Outdoor-Betrieb
  • Betriebsmodi: Akkubetrieb / Solarunterstützung, Dauerbetrieb (24/7 Recording) nur bei permanenter Stromversorgung via USB‑C
  • Interner Speicher: 32 GB eMMC in der Kamera, Erweiterung: microSD bis 256 GB direkt an der Kamera; alternativ Speicherung auf HomeBase S380 mit 16 GB intern (erweiterbar bis 16 TB via HDD/SSD)
  • Netzwerk: 2,4 GHz WLAN (802.11 b/g/n/ax); Fusion Link / Cross-Cam-Link für Reichweiten bis ca. 2 km (abhängig vom System)
  • Kompatibilität: Google Assistant, Amazon Alexa; RTSP-Support für Home Assistant/NAS (über HomeBase)
  • Lokale KI: BionicMind/AI Core auf HomeBase für Gesichtserkennung und lokale Verarbeitung ohne Cloud