Testbericht

Blu-ray-Player Panasonic DMP BDT 300

Neugierig herbeigeeilte, bislang skeptische Kollegen aus der Redaktion und dem Fotostudio wurden dank dem Panasonic DMP BDT 300 (500 Euro) ganz schnell zu 3D-Fans und stritten förmlich um die Shutterbrille.

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Blu-ray-Player Panasonic DMP BDT 300

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Blu-ray-Player Panasonic DMP BDT 300

Panasonic gehört sicher zu den 3D-Vorreitern - und bietet als einzige Firma neben Sony das volle Spektrum von der 3D-Profi-Videokamera über 3D-Mastering und -Authoring bis zum 3D-Fernseher und nun auch -Blu-ray-Player. Der Debütspieler hört auf den wenig schmuckvollen Namen DMP BDT 300.

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Praktisch: Die zweite HDMI-Buchse erlaubt 3D-Bild am TV trotz älterem Verstärker - beide bekommen einfach je ein Kabel.

Zwei Features fallen dem Blu-ray-Kenner sofort an diesem Gerät auf: zum einen das 3D-Logo, das stereoskopische Bilder verheißt, zum anderen, auf der Rückseite, eine doppelte HDMI-Buchse. Und die könnte den Panasonic zum Durch-starter unter den 3D-Playern befördern.

Äußerlich bleibt der DMP BDT 300 seinen Vorläufern treu. Eine Power- und eine Eject-Taste an der oberen Kante bilden die einzigen Bedienelemente. Laufwerk, USB-Buchse und SD-Kartenleser verschwinden hinter den vollformatigen Frontklappen. Die Rückseite bietet einen zweiten USB-Anschluss, der sich auch für den serienmäßig mitgelieferten WLAN-Dongle zur drahtlosen Vernetzung nutzen lässt. Sonst fällt nur die erwähnte zweite HDMI-Buchse aus der Reihe. Die Stereo- und 5.1-Cinchbuchsen lassen sich zu einem 7.1-Oktett zusammenschalten.

Doppelrohr-Ausgang

Im Innern werkelt Panasonics eigener UniPhier-Bildprozessor, und der macht seine Sache gut: Decoding mit scharfem Bild, stabiles De-Interlacing in DVD- und BD-Auflösung, minimale Doppelkontürchen bei hochskalierten DVDs. Die lassen sich mit dem Parameter "Super Auflösung" noch steigern, was dem Bild aber sichtbar mehr "Knack" bringt: Geschmackssache. Sehr gut und ohne erkennbare Nachteile arbeitet dafür der "Chrominanz-Prozess", der feine farbige Details besser herausarbeitet. Insgesamt fanden die Tester das Bild aber oft etwas zu soft und nachbehandelt, gerade von DVD. Wohl bemerkt: Wir jammern hier auf ganz hohem Niveau. 

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Die Panasonic-Fernbedienung ist seit Jahren unverändert: schmucklos, aber gut sortiert und handlich.

Auf der Audio-Seite stattet Panasonic den BDT 300 ebenfalls mit einer Reihe von Nachbehandlungsmethoden aus. Für Leisehörer und den Betrieb mit schwachbrüstigen Böxlein in Flachbild-Fernsehern gibt es eine ganz ordentlich klingende Dynamikkompression. Das "Remastering" und der "Tube-Sound" skalieren Audio auf mindestens 88,2 kHz - so soll's feindynamischer beziehungsweise nach Röhrenverstärker klingen. Letztere Funktion konnte mit dünnem Sound wenig begeistern; Remastering kam konturierter, dabei auch etwas wuchtiger rüber.

Auf der Habenseite präsentiert der Japaner DVD-RAM-Kompatibilität, das hauseigene "VieraCast"-Internetportal, sensationell schnelle Fotowiedergabe und DLNA-Vernetzung für Videoverteilung und MP3s vom Server. Der SD-Slot liest auch die neuesten XC-Medien aktueller Camcorder. Und die zweite HDMI-Buchse? Sie erhöht die Kompatibilität, denn bisherige AV-Verstärker verstehen keine 3D-Videos - am TV käme nur 2D an. Die Panasonic-Lösung: eine HDMI-Verbindung zum 3D-TV und die zweite für den Ton zum Verstärker, den Sie daher nicht gleich neu erwerben müssen.

3D? Problemlos!

Versuche mit 3D-Demoscheiben und der 3D-Blu-ray "Monsters vs. Aliens" in 2D und 3D klappten problemlos. Neugierig herbeigeeilte, bislang skeptische Kollegen aus der Redaktion und dem Fotostudio wurden ganz schnell zu 3D-Fans und stritten förmlich um die Shutterbrille.

Bliebe noch der Klangvergleich. Mit HDMI erreichte der Panasonic nicht ganz die Präzision des Cambridge Azur 650 BD; mit 63 Punkten hält er das Niveau seines Vorgängers. Analog klang er wuchtiger und zeigte gegen den Engländer etwas gedecktere Höhen in Stereo. Am 5.1-Ausgang wirkte er eine Spur schlanker.

Panasonic DMP BDT 300

HerstellerPanasonic
Preis500.00 €
Wertung106.0 Punkte
Testverfahren1.0

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