Testbericht

Huawei Ascend Mate im Test

Das Huawei Ascend Mate zeigt im Test tolle Messergebnisse und beweist, dass man mit ein paar Tricks auch eine 6-Zoll-Smartphone mit einer Hand bedienen kann.

  1. Huawei Ascend Mate im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Huawei Ascend Mate

© Huawei

Huawei Ascend Mate
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EUR 419,48

Pro

  • überragende Ausdauer
  • Spitzenwerte für die Sende- und Empfangsqualität
  • gutes Display
  • funktionale Office-Suite
  • Einhandbedienung möglich
  • Handschuhbedienung möglich
  • individualisierbare Benutzeroberfläche

Contra

  • Bedienkonzept ohne App-Liste
  • Akku nicht wechselbar
  • wenig Speicher
77,2%

Mit dem Slogan "Auf zu neuen Dimensionen" hat Huawei auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas das Ascend Mate Anfang des Jahres als das Smartphone mit dem weltweit größten Display präsentiert. In Zahlen: 6 Zoll in der Diagonalen. Ein minimaler Rand sorgt dafür, dass das Gehäuse dabei in einer Größenordnung bleibt, die noch handhabbar ist.

Einhandbedienung? Die ist natürlich grenzwertig. Aber Huawei war kreativ: Um mit einer Hand den Lockscreen entsperren zu können, lässt sich der Eingabebereich auf die Größe eines 4,5-Zoll-Smartphones verkleinern und an den rechten Rand schieben;  Linkshänder können den linken Rand wählen.

Das lässt sich optional auch mit den Telefontasten und der alphanumerischen Schreibtastatur machen. Gut umgreifen kann man das Ascend Mate damit natürlich immer noch nicht, aber die griffige Rückseite und das für die Größe geringe Gewicht von 198 Gramm kommen kommen einem entgegen.

Bildergalerie

Huawei Ascend Mate - Apps
Galerie
Smartphone mit 6-Zoll-Display

Weil alle Apps auf den Homescreens liegen, sind Gruppierungen ein wichtiges Mittel, um Ordnung zu schaffen.

Display: Der Screen ist ein Sensibelchen

Sogar an einem Skihandschuh ließ sich im Test das empfindliche Display bedienen. Das hängt allerdings etwas vom Material des Handschuhs ab.

Beim Testgerät reagierte zudem die Deaktivierung des Handschuhmodus nicht. In der Folge spielte die Technik allzu oft einen Streich und reagierte, statt eine App zu öffnen, ungewollt mit dem Umblättern des Homescreens.

Mit einer Helligkeit von 472 cd/m² ist das Huawei Mate jedenfalls geradezu prädestiniert für sonnige Pisten. Auch im Biergarten eignet es sich dank der Farbtreue über einen großen Blickwinkelbereich fürs Fotogucken im Freundeskreis.

Angst vor dem Freilufteinsatz muss man angesichts der kratzresistenten Gorilla Glass von Corning auch nicht haben. Nur die Auflösung hätte auf dem 6-Zoll-Screen statt der 720 x 1280 Pixel gerne Full-HD sein dürfen.

Bedienung: mit Gefühl

Um die gebotenen Bildpunkte voll auszunutzen, kann man die Android-Navigationstasten am unteren Ende der von Huawei entwickelten Benutzeroberfläche Emotion UI ausblenden. Ein kurzer Wisch vom unteren Rand genügt, und sie ist wieder da. Im Home-Bildschirm bringt das zwar keine zusätzliche App-Zeile. Aber im Browser oder um ein Dokument mit der Kingsoft Office-Suite zu bearbeiten und auf einen Cloud-Printer zu schicken, macht sich der Platzgewinn gut.

Huawei Ascend Mate - Parallelanwendung

© connect

Durch Ausblenden der Navi-Tasten bietet das Mate dem Browser mehr Displayfläche.

Wer schon mal ein Huawei-Gerät in der Hand gehalten hat, weiß, dass die Chinesen gern auf die App-Liste verzichten. Bei Huawei heißt es, dies sei für den Benutzer klarer zu bedienen. Mit Verlaub: Das ist nach Meinung der Autorin Käse. Die App-Liste ist im Zweifel immer der sicherste Ort, um eine App zu finden, wenn sie im Wirrwarr aus Apps und Widgets nicht mehr auszumachen ist.

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Zumal dadurch, dass alle Apps zwangsweise auf den Homescreens organisiert werden müssen, die Gruppierung in Ordnern unumgänglich ist, und die Suche in den über mehrere Homescreens verteilten Ordnern mühsam.

Sehr schön dagegen sind die vielen Themen, Homescreen-Übergänge und Lockscreen-Szenarien, mit denen man die über Android 4.1 gestülpte Oberfläche Emotion UI nach seinem Gusto gestalten kann.

Ausstattung: Liest auch USB-Sticks

Abzug gibt es für den Speicher, der mit 8 GB brutto und weniger als 5 GB netto gar nichts von der sonstigen Größe des Ascend Mate hat. Aufrüsten kann man ihn per MicroSD-Kart um maximal 32 GB.

Das As im Ärmel, um die Karte für den Datenaustausch nicht immer wieder aus dem Gerät herausnehmen zu müssen, ist der USB-OTG-Anschluss. USB On-The-Go heißt, dass man mit einem Adapterkabel für den Micro-USB-Port des Smartphones auch einen USB-Stick oder den Speicher einer Digicam auslesen kann. Das ist schon sehr praktisch.

Labormessungen: Top auf der Zielgeraden

Einen Volltreffer landet das Ascend Mate im Labor: Satte 30 Punkte für die hervorragende Sende- und Empfangsqualität im GSM-Netz sind der Spitzenwert in dieser Disziplin. Auch in der Summe zieht das Huawei Mate sehr gute 81 Punkte aus den Messungen in beiden GSM- und dem UMTS-Netz. Mit Spitzenzeiten in allen Netzen ist das Ergebnis der Ausdauermessungen dazu auch im Gesamtergebnis überragend.

Fazit: Schwächen kompensiert

Mit den tollen Messergebnissen kompensiert es Abzüge für den geringen Speicher oder die Handlichkeit. Denn bei Letzterem lässt das Ascend Mate im fairen Vergleich zu typischen, kleineren Smartphones nun mal Federn.

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