Testbericht

Pioneer DVR 555H

Pioneer rippt CDs in nur knapp 5 Minuten - schneller geht's am PC auch nicht. Dabei muss der Pioneer deutlich mehr arbeiten als der Panasonic. Denn der DVR 555 H konvertiert die Musik ins MP3-Format mit 192 Kilobit pro Sekunde.

Pioneer DVR 555H

© Archiv

Pioneer DVR 555H

Ist die Musikaufzeichnung nur mit Kompromissen möglich, tischen die Recorder für Video jede Menge Komfort auf. Beide bieten einen elektronischen Programmführer, der sich über Nacht (von Eurosport) aktualisiert. Per Knopfdruck ist die angezeigte Sendung zur Aufzeichnung programmiert. Während die Fernsehprogramme auf Festplatte gespeichert werden - beide haben nur einen Analog-Tuner für Kabel oder Antenne eingebaut - darf das laufende Programm angehalten werden. Nach der Telefonpause wird die Sendung über "Play" nahtlos fortgesetzt. Im Nachhinein lassen sich blitzschnell Werbeblöcke entfernen, Titel unterteilen und beschriften. Ist der Film vom Ballast befreit, wird er mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit auf eine Leer-DVD gebrannt.

Pioneer DVR 555H (Innenansicht)

© Julian Bauer

Über den DV-Eingang konserviert die Festplatte mit einer digitalen Videokamera selbstaufgenommene Filme. An diesen USB-Eingang des Pioneer darf sogar ein Printer angeschlossen werden. Er druckt die Fotos von der Festplatte aus. Die Festplatte des Pioneer fasst 160 GByte, die Juke-Box speichert maximal 999 CDs.

Den umgekehrten Weg - Sichern der DVD auf Festplatte oder gar das Kopieren von DVDs - erlauben die Recorder nur bei selber aufgenommenen, also nicht kopiergesperrten Discs. Grundlegende Unterschiede zwischen Panasonic und Pioneer: Der teurere DMR 775 hat die größere Festplatte, der DVR 555 H die umfangreichere Ausstattung. Er verfügt über zusätzliche Video-, Audio und S-Video-Anschlüsse. Über einen mitgelieferten Infrarot-Geber holt sich der Pioneer über den analogen AV-Eingang Programme von einem Sat-Receiver. Bedingung: Der muss ebenfalls über den EPG -"Guide+" verfügen. Praktisch: Der Video-Equalizer bietet neben drei freien Speichern feste Presets für den Einbau-Tuner und für die externen Eingänge.

In der Disziplin "Praxis" punktet der Panasonic. Er startet aus Standby deutlich schneller ein, hat den erheblich leiseren Lüfter und logischer gruppierte Fernbedientasten. Beim Bildtest überzeugten beide mit einem praktisch fehlerfreien Progressive Scan. Selbst fieseste Sequenzen von der "Test Disc" (www.peterfinzel.de) meisterten sie völlig ruckelfrei. Dabei zeichneten sie auch bei höchster Auflösung (1080p) schräg verlaufende Linien ohne Zacken - ein Zeichen für die exzellente Umrechnung der originären DVD-Zeilenzahl (576) auf 1080p des Beamers.

Die etwas kühleren Farbtöne des Pioneer bei DVD-Wiedergabe trimmt bei Bedarf sein Equalizer in Richtung warm. In Standardplay konservierten beide vom Kabeltuner aufgenommene Fernsehsendungen praktisch verlustfrei. In Longplay (dann verdoppelt sich die Aufnahmezeit) wirkte der Panasonic einen winzigen Tick schärfer. Beim CD-Abspielen gab sich der Panasonic etwas sachlich. Der Bass hatte wenig Kontur und Tiefe. Auch der Pioneer musizierte substanzlos in den unteren Regionen, in den Höhen ließ er etwas Glanz vermissen.

Wie ausgewechselt klangen dieselben Musikbeispiele von der Festplatte. Zuvor noch etwas lustlos und träge, agierte der Panasonic deutlich frischer und straffer. Umgekehrt der Pioneer: Seine Festplattenaufnahmen verloren durch die Datenreduktion einen Teil der Feininformationen wie Raumdimensionen oder Nachhall. Die Musik klang ähnlich wie der Fernsehton - er wird in Dolby Digital 2.0 aufgezeichnet. Als Videorecorder sind beide gleichwertig; Musik in exzellenter Qualität speichert aber nur der Panasonic.

Pioneer DVR 555 H

HerstellerPioneer
Preis400.00 €
Testverfahren1.0

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