Testbericht

Verstärker Marantz PM 8003

Der Marantz PM 8003 (800 Euro) besitzt neben einer ordentlichen Phonostufe auch Pre-Out- und Main-In-Anschlüsse.

  1. Verstärker Marantz PM 8003
  2. Datenblatt
Verstärker Marantz PM 8003

© Archiv

Verstärker Marantz PM 8003

Der Frontplatten-Tipper "Power Amp Direct" zeigt es:  Es reicht ein Knopfdruck, dann wendet sich der Marantz-Verstärker gerne den Pre-Outs eines modernen Surroundreceivers zu. Die Tatsache, dass der PM 8003 allein mit seinem Phonoteil für Moving-Magnet-Tonabnehmer an Stelle mickriger ICs nicht weniger als 40 Transistoren mitbringt, erinnert im Grunde aber eher an gute alte Zeiten.

Verstärker Marantz PM 8003

© Archiv

Bekam der CD-Eingang  sein exklusives Halbleiter-Empfangskomitee, setzte Marantz Unmengen an Einzeltransistoren auch in den folgenden Stufen ein - mit dem Zweck, dass jede einzelne schon soviel Signalstrom lostritt, dass dieser beim weiteren Verlauf nicht mehr angesengt werden kann.

Zuletzt genügt dem PM 8003 allerdings ein nicht allzu dickes Endtransistor-Pärchen pro Kanal. Dafür sehen die Gigant-Klemmenknubbel auf der Rückseite des verkupferten Chassis aber ganz danach aus, als ob hier - je nach Bedarf für ein Boxenpaar A oder B oder für beide -  mehr als genug Strom herausgesaugt werden kann.

Der Hörtest:

Fein, atmospärisch - schon bei der LP-Wiedergabe  gab der Marantz seinen Sinn fürs Eingemachte zu erkennen, auch wenn seine Phono-Eingangskapazität zur Ausbildung einer kleinen Höhenresonanz und zur leichten Überfrische führte.

Bei CDs erfreute dann endgültig die Konzentration und Wonne, mit welcher der Marantz auf singende Münder oder in die Resonanzkästen der Instrumente sah. Mit Hingabe versuchte er da noch einen Zungenschlag und mehr Artikulation rauszukitzeln, dort stöberte er selbst allerfeinste Schwingungen und Schwebungen auf.

Bei allem Fleiß in Höhen und Mitten ließ der PM 8003 auch die Bässe intensiv schnurren, allerdings eher wie eine schlanke und dann und wann nervöse Katze - wonach die Schutzschaltung, wenn's dicker kam, auch mal eine Ruhepause befahl.

image.jpg

© Archiv

stereoplay Meinung: Johannes Maier

Bei aller Freude über den feinnervigen neuen Marantz-Verstärker kommt auch die  Erinnerung an den halb so teuren kleinen Bruder PM 6002 auf. Für alle, die entschieden sparen wollen, bildet das Highlight von Heft 2/08 immer noch das Top-Angebot.

Marantz PM 8003

HerstellerMarantz
Preis800.00 €
Wertung43.0 Punkte
Testverfahren1.0

Mehr lesen

Wer ist die Nummer eins? -

Mehr zum Thema

Vollverstärker Marantz PM 11 S 2
Testbericht

Im Bass neigt der Marantz PM 11 S 2 (4000 Euro) sogar zu einer gewissen Gemütlichkeit, zu großen, habhaften, nie aneckenden Formen, in die sich der…
Verstärker Marantz PM 6003
Testbericht

Herrlich, wie es der Marantz PM 6003 (400 Euro) im Bass nicht nur Masse schuf, sondern wie lebendig er es pochen und pulsieren ließ.
Marantz PM 7004
Testbericht

Ein im Wortsinn schöner mittlerer Vollverstärker. Die Entwickler achteten beim Marantz PM 7004 vor allem auf einen relativ sanften,…
Marantz PM11S3
Vollverstärker

Der Marantz PM11S3 lässt sich dank separater Endstufen-Eingänge auch im Bi-Amping-Modus betreiben. Wir haben den Vollverstärker getestet.
Marantz CD 6005 & PM 6005
Stereo-Kombi

Der Vollverstärker Marantz PM 6005 und der dazugehörige CD-Player CD 6005 bieten unglaublich viel Ausstattung und Musikqualität für einen…
Alle Testberichte
Acer Switch Alpha 12
Detachable
75,4%
Das Acer Switch Alpha 12 ist das erste lüfterlose 2-in-1-Gerät mit Core-i-Prozessor. Im Test hinterlässt es einen…
Huawei P9 Plus
5,5-Zoll-Smartphone
88,0%
Huawei optimiert das P9 und heraus kommt ein echter Überflieger: Wir haben das Huawei P9 Plus getestet.
Samsung Galaxy A3 rosa
Testberichte
Alle Tests von Smartphones, Handys, Tablets, Navis, Notebooks und Ultrabooks, DECT-Telefonen und DSL-Routern in der Übersicht.