Neuheiten in der Beta

Android 12: Erste Developer Preview - das bringt das Update

Entwickler können die erste Developer Preview von Android 12 auf Pixel-Smartphones installieren. Diese neuen Funktionen sind schon bekannt.

© Google

Google hat die erste Developer Preview von Android 12 veröffentlicht.

Ähnlich früh wie im vergangenen Jahr hat Google auch dieses Jahr die erste Entwicklervorschau für die neue Android-Version veröffentlicht. Am 18. Februar 2021 stellte der Konzern die Developer Preview von Android 12 zum Download bereit.

Die Installation ist zunächst auf den Google-Smartphones Pixel 3, Pixel 3 XL, Pixel 3a, Pixel 3a XL, Pixel 4, Pixel 4 XL, Pixel 4a, Pixel 4a 5G und Pixel 5 möglich. Dazu muss man das von Google bereitgestellte Systemabbild manuell auf das Gerät flashen.

Diese erste Version richtet sich hauptsächlich an Entwickler, die anhand der Vorschau ihre eigenen Apps mit Android 12 testen können. Bis zum finalen Release werden noch einige Monate vergehen. Der Termin dafür ist für den Spätsommer oder Herbst angepeilt. Üblicherweise startet die neue Android-Version im September. Mit der ersten öffentlichen Beta kann man im Mai rechnen.

Das ist neu in Android 12

In dieser frühen Version sind natürlich noch längst nicht alle Änderungen zu sehen, die Google für Android 12 geplant hat. Zunächst geht es für Entwickler darum, ihre Apps an die neuen Funktionen im Betriebssystem anzupassen.

Datenschutz und Privatsphäre

Ein wichtiger Punkt in Android 12 ist der Datenschutz. So soll in Android 12 das Tracking über MAC-Adressen unterbunden werden. Dies war mit Android 11 bereits eingeschränkt worden. Google weitet die Restriktionen jetzt weiter aus.

Um die Sicherheit zu erhöhen, blockiert Android 12 Touch-Aktionen, wenn relevante Bereiche durch ein Overlay verdeckt werden. Apps können außerdem Systemdialoge nicht mehr selbstständig schließen.

Benachrichtigungen und Navigation

Bereits im Vorfeld war durchgesickert, dass Google größere Änderungen am Design der Benachrichtigungen plant. Diese sollen einheitlicher gestaltet werden, um dem Nutzer mehr Übersicht zu geben. Außerdem soll man nach dem Antippen einer Benachrichtigung schneller in der zugehörigen App landen.

Auch die Navigation über Gestensteuerung soll einheitlicher werden. In Android 12 kann man nun bei den meisten Anwendungen im Vollbildmodus über einfache Wischgesten navigieren, wie es auch im restlichen Betriebssystem üblich ist. Nur bei Spielen bleibt der Schutz vor versehentlichen Wischbewegungen bestehen.

Performance und Nutzererfahrung

Android 12 bringt einen eigenen Media-Transcoder mit, der HEVC (H.265) für ältere Apps in AVC (H.264) umwandeln kann. Für Fotos bringt Android 12 Unterstützung für das AV1 Image File Format (AVIF). Dies soll zu deutlich kleineren Dateigrößen bei gleicher Bildqualität führen. Außerdem soll eine neue einheitliche API das Empfangen von Rich Content aus verschiedenen Quellen erleichtern.

Eine weitere Neuerung ist audio-basiertes haptisches Feedback. Das kann beispielsweise für benutzerdefinierte Klingeltöne mit Vibration genutzt werden. Auch in Spielen ist der Einsatz möglich, etwa um unebenes Gelände in einem Autorennen zu simulieren.

Um die System-Performance zu verbessern will Google die Nutzung von Vordergrunddiensten einschränken. Diese können zwar praktisch sein, wirken sich bei übermäßigem Gebrauch aber negativ auf die Performance aus, was bis zum Absturz der App führen kann. Sie können künftig nicht mehr aus dem Hintergrund gestartet werden.

Android 12 Update-Liste

Welche Handys können auf das Android-12-Update hoffen? Mit unserer ständig aktualisierten Liste behalten Sie den Überblick.

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