Neue Entwicklung im Fortnite-Konflikt

Apple erleidet Schlappe in Fortnite-Affäre

Neue Entwicklungen im Fortnite-Konflikt: Eine Richterin setzt dem Vorgehen von Apple jetzt teilweise ein Ende.

© Epic Games

Fortnite-Fans dürfen sich wohl auf einen längeren Konflikt zwischen Epic Games und Apple einstellen.

Nachdem sowohl Apple als auch Google am 13. August den Free-2-Play-Shooter Fortnite von ihren App-Plattformen geworfen hatten, gibt es nun neue Entwicklungen zur Lage des beliebten Battle-Royale-Shooters von Epic Games.

Für Fortnite-Spieler auf dem iPhone dürften diese aber nicht besonders gut klingen. Denn nach der Klage von Fortnite-Entwickler Epic Games zeichnet sich nun ab, dass der Konflikt noch eine Weile andauern könnte und eine Einigung beider Parteien so schnell vielleicht nicht in Sicht ist.

Update vom 25.08.2020

Apple erleidet Schlappe in Fortnite-Affäre

Nachdem Fortnite-Entwickler Epic Games nicht auf die Forderungen Apples, eine unerlaubte Bezahloption aus dem Spiel zu entfernen, eingegangen ist, wollte der Plattform-Betreiber nun neben Fortnite noch ein weiteres Produkt des Spiele-Entwicklers sperren lassen.

Denn neben Fortnite hat Epic Games noch ein weiteres Branchen-Schwergewicht im Portfolio: die Unreal Engine. Auch gegen diese wollte Apple vorgehen, indem man den Zugang zu SDKs und Entwicklerwerkzeugen verwehren wollte.

Diese Pläne hat eine kalifornische Richterin jetzt für unzulässig erklärt. Denn durch das Sperren der Unreal Engine würde nicht nur Epic Games, sondern auch eine Vielzahl von Entwicklern, die ihre Spiele auf der Unreal Engine aufbauen, in Mitleidenschaft gezogen.

Zuvor hatte Microsoft-Manager Phil Spencer eine offizielle Erklärung bei Gericht eingereicht, in der der Konzern sich auf die Seite von Epic Games stellt. Desweiteren sei die Unreal Engine bei der schweizer Tochterfirma Unreal International angesiedelt, und nicht beim amerikanischen Hauptunternehmen. Diese habe nicht gegen die Richtlinien des App Stores verstoßen.

Apple muss jedoch weiterhin nur den Zugang für die Unreal Engine gewährleisten. Die Maßnahmen, die der Plattform-Betreiber gegen Fortnite getroffen hatte, bleiben erst einmal weiter bestehen.

Originalmeldung:

Vor einigen Tages hatte der Streit zwischen Spiele-Entwickler und App-Plattform-Betreibern ein neues Niveau erreicht. Grund war die Ingame-Währung in Fortnite, die Google und Apple von der Gewinnbeteiligung ausschloss.

Diese verstieß damit gegen die Nutzungsbedingungen von App Store und Play Store. Umgehend entfernten die Betreiber Fortnite von ihren Plattformen. Epic Games sah darin eine Einschränkung des Wettbewerbs und reichte Klage gegen Apple und Google ein. Die Antwort seitens Apple ließ nicht lange auf sich warten.

Keine Sonderbehandlung von Apple für Fortnite

Wie Apple in einem Statement mitteilte, wird es keine Ausnahme für Fortnite geben - auch wenn das Spiel mit mehr als 350 Millionen registrierten Spielern zu den größten Games der Welt gehört.

Wenn Fortnite wieder im App Store angeboten werden wolle, so Apple, müsse dafür zuerst die Bezahl-Option entfernt werden, mit der Epic Games gegen die App-Store-Richtlinien verstößt.

Eine schnelle und einvernehmliche Einigung der beiden Unternehmen scheint damit erst einmal vom Tisch zu sein. Unter anderem wohl auch, da Epic-Games-CEO Tim Sweeney gar nicht auf einen solchen "Special Deal" aus ist, wie er über den Kurznachrichten-Dienst Twitter mitteilte.

Fortnite: Bald kein Zugang mehr zu Apples Entwickler-Werkzeugen

Der nächste anstehende Termin im fortlaufenden Fortnite-Konflikt ist am 28. August. Zu diesem Zeitpunkt, so Epic Games, werde Apple die Developer-Zugänge im App-Store für Fortnite löschen. Auch erhalte man dann keinen Zugang mehr zu den Entwickler-Werkzeugen für iOS und Mac.

Epic Games kündigte an, dies per einstweiliger Verfügung unterbinden lassen zu wollen. Der Entwickler sieht darin eine unnötige Vergeltungsaktion Apples, die sich für die Klage vor dem kalifornischen Bezirksgericht revanchieren würden.

Darum gibt es im Streit

Fortnite ist weder in Apples App-Store noch im Play Store von Google zu finden. Die beliebte Spiele-App wurde entfernt. Darum eskaliert der Streit.

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