Neue Foldable-Generation von Samsung

Samsung Galaxy Z Flip 3 und Z Fold 3 vorgestellt

Samsung hat die dritte Generation seiner Falt-Smartphones Galaxy Flip und Fold vorgestellt und drängt damit nun in den Massenmarkt. Das kompakte Galaxy Z Flip 3 und das Mini-Tablet Z Fold 3 spielen technisch wieder ganz weit vorne mit und sind dabei robuster und günstiger als die Vorgänger.

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Samsung Galaxy Z Flip 3 und Z Fold 3
Ab dem 27. August für 1.049 beziehungsweise 1.799 Euro erhältlich: Das Galaxy Z Flip 3 und das Galaxy Z Fold 3.
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Auf den ersten Blick halten sich die Neuerungen in Grenzen, dieser Eindruck täuscht allerdings. Samsung hat technisch ordentlich aufgerüstet und bei Galaxy Z Flip 3 und Galaxy Z Fold 3 viele Details optimiert. An erster Stelle steht hier der Wasserschutz: Beide Foldables sind nun nach IPX8 zertifiziert, vertragen also einen Tauchgang (max. 1 Meter, 30 Minuten, Süßwasser).

Auf den bei anderen Smartphones üblichen Staubschutz (IP68 statt IPX8) verzichtet Samsung mit Verweis auf das genormte Verfahren zur Ermittlung der Schutzklasse, das sich nicht mit der besonderen Bauweise der Foldables verträgt: Denn die bewegliche Scharnierkonstruktion lässt Wasser (und Staub) durch, der Schutz beginnt erst vor der empfindlichen Elektronik im Inneren.

Bei beiden Smartphones besteht der Rahmen aus einer besonders harten Aluminiumlegierung, während die Außenseiten von Gorilla Glas Victus geschützt werden. Neu sind zudem der Stereoklang und die Unterstützung für den S Pen (Fold 3). Der ist allerdings separat erhältlich und gehört genauso wenig zum Lieferumfang wie Netzteile – angesichts der Premium-Zielgruppe eine schwer nachvollziehbare Entscheidung.

Um auch skeptische Nutzer von der neuen Gerätekategorie Foldable zu überzeugen spendiert Samsung jedem Käufer eine erweitere Garantie im Rahmen von Samsung Care+, mehr dazu am Ende des Artikels.

Galaxy Z Flip 3

Wenn ein Foldable reif für den Massenmarkt ist, dann das ultrakompakte Z Flip 3, das zusammengeklappt nur halb so groß ist wie ein normales Smartphone. Wenn man es aufklappt, blickt man auf ein großes 6,7-Zoll-OLED, das endlich eine schnelle Bildwiederholrate von 120 Hertz unterstützt. Neu ist auch das stark vergrößerte Außendisplay, auf dem man nun ganze Nachrichten lesen kann.

Qualcomms Snapdragon 888 garantiert eine starke Performance und eine umfassende Connectivity von 5G bis Bluetooth 5.2. Das Kamerasystem übernimmt Samsung vom Galaxy S21+, allerdings nur das Ultraweitwinkel und das Weitwinkel ­– für mehr reicht der Platz nicht. Aus Platzgründen hält der Hersteller auch die Akkukapazität niedrig: 3.300 mAh sind auf diesem Ausstattungsniveau knapp kalkuliert und ein möglicher Schwachpunkt bei einem ansonsten überzeugenden Gesamtpaket.

Samsung adressiert mit dem Flip 3 eine modebewusste Zielgruppe, die im Smartphone mehr sieht als einen technischen Gegenstand. Entsprechend stehen 7 Farben zur Auswahl, außerdem besondere Schutzhüllen mit Ringgriffen und Trägerriemen.

Samsung Galaxy Z Flip 3 technische Daten

Galaxy Z Fold 3

Beim Fold 3 geht es weniger modisch zu, Zielgruppe ist hier eher der technikaffine "Business User", der sein Smartphone intensiv in jeder Lebenslage nutzt. Einem Durchbruch am Massenmarkt steht das hohe Gewicht im Weg: 271 Gramm (Fold 2: 282 Gramm) liegen schwer in der Hand. Auch das 16 Millimeter dicke, ziegelsteinartige Gehäuse dürfte einige Nutzer abschrecken.

Entschädigt wird man dafür mit einem Display, das auf Smartphones seinesgleichen sucht: Das OLED ist wieder 7,6 Zoll groß und stellt bewegte Inhalte mit 120 Hertz butterweich dar. Erstmals baut Samsung eine Under-Display-Kamera ein, sodass kein schwarzer Punkt die Draufsicht stört. Samsung bringt hier eine besondere Technik zum Einsatz: Über der Optik ist das Pixelraster nicht so engmaschig (entsprechend ist die Auflösung auch nicht so hoch), was man bei genauerem Hinschauen auch erkennen kann. Das ist erforderlich, um den Qualitätsabfall niedrig zu halten, denn die Optik muss durch die Pixel fotografieren, vergleichbar mit einer Kamera, mit der man durch einen Maschendrahtzaun fotografiert.

Auch beim Fold 3 setzt Samsung auf Qualcomms Snapdragon 888, packt allerdings mehr Arbeitsspeicher drauf. Auch bei der Kamera gibt es mehr, zu Ultraweitwinkel und Weitwinkel gesellt sich ein 2x Zoom mit ebenfalls 12 Megapixel. Eine weitere Besonderheit ist die Unterstützung für den S Pen, der in zwei Versionen erhältlich sein wird: In der S Pen Fold Edition (132 Millimeter, 8 Gramm) und als S Pen Pro (171 Millimeter, 14 Gramm). Während der Pro Bluetooth unterstützt und kompatibel mit allen S-Pen-Geräten von Samsung ist, arbeitet die Fold Edition ausschließlich mit dem Fold 3 zusammen. Beide verfügen über eine speziell entwickelte, einziehbare Stiftspitze, mit der der Druck, der auf den Bildschirm einwirkt, reguliert werden kann.

Samsung Galaxy Z Fold 3 technische Daten

Preise und Verfügbarkeit

Das Galaxy Z Fold 3 ist ab dem 27. August deutschlandweit in drei Farben erhältlich, die Preise starten bei 1.799 Euro (256 GB), für die 512-GB-Version ruft Samsung 1.899 Euro ab. Das Galaxy Z Flip 3 ist in 7 Farben erhältlich und kostet 1.049 Euro (128 GB) beziehungsweise 1.099 Euro (256 GB).

Käufer erhalten ein Jahr lang den Versicherungsschutz Samsung Care+. Damit werden versehentlich entstandene Schäden abgedeckt, darunter der Austausch des Bildschirms, Wasserschäden und der Austausch der Rückabdeckung. Die Versicherungsleistung ist an Bedingungen geknüpft, unter anderem gibt es einen Selbstbehalt in Höhe von 130 Euro (Galaxy Z Fold 3 5G) beziehungsweise 108 Euro (Galaxy Z Flip 3 ­5G) ­- es empfiehlt sich also, vor dem Abschluss das Kleingedruckte zu lesen.

11.8.2021 von Andreas Seeger

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