Kaufberatung für KFZ-Zubehör

Handy mit altem Autoradio verbinden: Diese Möglichkeiten gibt’s

Sie wollen Ihr Handy mit dem Autoradio verbinden? Wir verraten, welche Optionen Sie zum Nachrüsten von AUX-Anschluss oder Bluetooth-Unterstützung haben.

Smartphone im Auto

© blackday / Fotolia.com

Ältere Autoradios lassen sich oft nicht ohne weiteres mit dem Handy verbinden. Wir verraten, welche Möglichkeiten Sie haben.

Früher war es einfach: Auf der Autofahrt haben Sie Radiosender eingestellt, Kassetten oder CDs eingelegt und angehört. An das Abspielen von digitalen Musiksammlungen oder gar Streaming vom Handy dachte noch niemand. Erst etwa gegen Mitte bis Ende der 2000er-Jahre fanden sich bei Neuwagen häufiger SD-Kartenleser, AUX-Eingänge für Klinkenstecker oder gleich modernere Autoradios mit Bluetooth und USB. Aktuelle Automobile sind mittlerweile ausgewachsene Multimediazentralen mit wahlweise eigenem Internettarif inkl. WLAN-Hotspot, mehreren Displays und mehr. 

Doch nicht jeder, der auf einen Wagen angewiesen ist, hatte in den vergangenen Jahren die Möglichkeit, sich ein modernes Auto zu leisten. Was ist, wenn Sie jetzt stets aktuell Ihre Spotify-Playlisten im Auto hören wollen oder einfach keine Lust mehr haben, Ihre MP3-Sammlung mühselig auf CD-ROM zu brennen? Wir verraten, welche Möglichkeiten Sie haben, Ihre Musik von digitalen Datenträgern oder Ihrem Smartphone zum Autoradio übertragen und über das eingebaute Lautsprechersystem genießen zu können. Konkret gibt es zwei Möglichkeiten, wenn Sie sich kein neues Radio oder ein neues Auto kaufen wollen.

Handy mit Autoradio verbinden: Bluetooth, USB oder AUX via Zubehör

Die kostengünstigste Methode, ein Autoradio mit Bluetooth, USB oder AUX-Eingang nachzurüsten, ist mit einem sogenannten FM-Transmitter. Brauchbare Geräte gibt es schon für unter 20 Euro, sie beziehen ihren Strom in der Regel aus der 12V-Buchse des Autos. Fehlt diese, helfen Transmitter, die Sie per USB oder Lightning an Ihr Smartphone klemmen. Empfehlenswert sind diese für längere Autofahrten jedoch nicht. Schließlich nagen Musik-Playback, Bluetooth-Streaming und verschiedene Apps am Akku, den Sie mit einem solchen angesteckten Transmitter nicht laden können. Das Autoradio selbst muss lediglich die Standardfrequenzen des UKW-Bereichs (zwischen 88,1 und 107,9 MHz) empfangen können. UKW steht für das Frequenzband der Ultrakurzwelle, im Englischen hat sich das Synonym FM (für: Frequenzmodulation) herausgebildet.

Ein FM-Transmitter macht nichts anderes, als Signale Ihres Smartphones aufzunehmen und sie über Radiofunk in einem kleinen Gebiet von wenigen Quadratmetern weiter zu reichen. Dafür wählen Sie selbst eine Frequenz auf dem Transmitter aus, für die das Autoradio anschließend auf Empfang gestellt wird. So lässt sich übrigens auch eine Freisprecheinrichtung realisieren. Achten Sie auf eine entsprechende Unterstützung des Produkts - ein Mikrofon muss vorhanden sein. Sprache wird bei Telefonaten dann über die Autolautsprecher übertragen.

FM-Transmitter kaufen: Worauf achten?

Empfehlenswert sind Geräte, die USB-Anschlüsse mitbringen. Neben Media-Player-Funktionen für USB-Sticks oder -Kartenleser, die Sie über den Transmitter steuern, können Sie Ihren Smartphone-Akku während der Nutzung auch aufladen. Achten Sie bei den Ausgängen wie bei anderen Ladegeräten auf eine ausreichend hohe Ampere-Zahl, ansonsten nagen Bluetooth-Übertragung, Audio-Playback und vor allem Streaming stärker am Akku, als der Transmitter ihn wieder aufladen kann. Wer dann noch Navigations-Apps nutzt, kann nach langen Autofahrten ohne Smartphone stehenbleiben. Etwa 2 Ampere Stromstärke und aufwärts (pro Gerät, bei 5 Volt Spannung) sind für aktuelle Mobilgeräte ausreichend, darunter sollten Sie nicht zu viel vom Ladestrom erwarten. Sollen zwei Geräte geladen werden, teilt sich der Wert entsprechend. Orientieren Sie sich an den Angaben des Ladegeräts Ihres Smartphones.

Zu nennen ist beispielsweise dieser FM-Transmitter auf Amazon. Der bringt zwei USB-Anschlüsse mit, die insgesamt bis zu 3,4 Ampere abgeben - inklusive Quick-Charging. Freisprechen wird unterstützt. Der Ton überzeugt laut mehreren Rezensionen, außerdem gefällt uns das vergleichsweise zurückhaltende Design.

Gute Stimmen gibt es auch für diesen nur 11,69 Euro günstigen FM-Transmitter. Er bietet Quick-Charge 3.0 und hält insgesamt 5,4 Ampere für zwei Smartphones und einen Kartenleser, Freisprechfunktion und natürlich Tasten zur Mediensteuerung bereit. Er bietet das gleiche schlanke Design wie zuvor, passt aber in eher hellere Innenraumdesigns.

Neben Bluetooth und USB (wahlweise mit Media-Player-Funktionen) gibt es auch FM-Transmitter mit Klinkeneingang. Das ist für Abspielgeräte der Fahrzeuginsassen interessant, die kein Bluetooth mitbringen – etwa alte MP3-Player. Kabeleingänge finden sich mittlerweile seltener. Mit ein Grund neben immer mehr Smartphones, die ohne Klinkenanschluss auskommen: Ein Kabel müssen Sie der Bluetooth-Technik nicht vorziehen. Audiophil veranlagte Autofahrer sollten bei der Nutzung von FM-Transmittern zwar nicht zu anspruchsvoll sein. Die Bluetooth-Verbindung aktueller Geräte ist für die meisten Nutzer aber nicht der Grund und mittlerweile auch nicht mehr zu beanstanden.

Den größten Qualitätsverlust haben Sie in der Regel durch die Übertragung durch die Radiotechnik. Prüfen Sie Nutzerrezensionen darauf, wie gut die vom Transmitter übertragene Tonqualität ist. Gibt es etwa allgemeine Verzerrungen bei bestimmten Frequenzen oder sogar Störgeräusche? Lässt sich als Grund ausschließen, dass der Nutzer zu eng „benachbarte“ Senderfrequenzen eingestellt hatte? Macht der Transmitter seine Arbeit gut, ist der hörbare Unterschied für den Ottonormalverbraucher sehr gering. Natürlich lassen Sie sich dabei nicht von übertrieben positiven Aussagen der Rezensenten blenden.

Wer einen Transmitter mit Klinkeneingang sucht, der in Rezensionen gut wegkommt, könnte sich diesen FM-Transmitter auf Amazon ansehen. Er bietet neben dem Kabeleingang auch zwei Mal USB (insg. 2,4 Ampere) und sogar einen Kartenleser. Die Ausmaße sind etwas wuchtiger als die vorherige Empfehlung. Dafür kommt der Transmitter in unauffälligem Schwarz mit weißer Displayschrift.

Handy im Auto: Optimale Halterung

Wird das Smartphone der Zuspieler für Musik, erweist sich eine Handy-Halterung als besonders praktisch - sofern Sie diese wegen Navi-Apps nicht ohnehin schon besitzen. Der Zubehörmarkt ist riesig. Halterungen gibt es dabei mit Klemmmechanik oder Magnet. Bei letzterem müssen Sie meist noch eine Metallplatte auf die Rückseite Ihres Smartphones kleben.

Die Halterungen selbst können per Saugnapf an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigt werden. Für Magnetlösungen gibt es häufig Klemmen, die Sie an den Luftauslässen der Klimaanlage anbringen. Empfehlenswert sind folgende Halterungen bzw. Produkte.

Hinweis: Bei Halterungen für Lüfter achten Sie auf die Form Ihrer Lüftungsauslässe im Auto. Unser gezeigtes Modell empfiehlt sich für Standard-Lüftungsauslässe mit rechtwinkligen Gittern. Hat Ihr Auto runde Öffnungen oder Gitter für die Lüftung, achten Sie bei Halterungen auf Angaben zur Kompatibilität mit dem jeweiligen Hersteller oder KFZ-Modell.

Die Wicked-Chili-Halterung ist mit nahezu allen aktuellen Smartphones kompatibel, die nicht breiter als 74 Millimeter sind. Auch gängige Hüllen stellen kein Problem dar. Für den Zugang zum Ladeanschluss gibt es verstellbare Ablagen. Ihr fixiertes Smartphone können Sie anschließend nach Belieben drehen oder dank Gelenkkopf im richtigen Winkel positionieren.

Wichtig: Im Gegensatz zur Magnetlösung haben Sie bei Saugnapflösungen leichte Einschränkung bei der Sicht. Positionieren Sie also Greifarm und Smartphone so, dass Ihre Sicht nach vorne aus der Windschutzscheibe heraus möglichst wenig leidet.

Die Aukey-Magnethalterung ist praktisch, weil sie besonders handlich und unauffällig ist. Kleinere Smartphones halten von alleine. Bei großen Geräten helfen mitgelieferte Metallplatten, die Sie entweder auf der Rückseite des Smartphones bzw. der Hülle aufkleben. Oder Sie können - wenn Platz ist - die Metallplatte zwischen Smartphone-Rückseite und Hülle legen. Ein horizontaler und vertikaler Betrieb ist möglich, lediglich bei der Positionierung sind Sie ob fehlendem Gelenkkopf etwas eingeschränkter.

Handy mit Autoradio verbinden: AUX und USB via Umbau

Eine weitere Möglichkeit, sein Handy mit dem Autoradio zu verbinden, ist ein Umbau. Das sollten Sie ob etwaiger Garantie- und Gewährleistungsansprüchen jedoch nur in Absprache mit Ihrem Händler bzw. Autohaus durchführen. Wir betonen zur Sicherheit, dass derartige Arbeiten auf eigene Gefahren erfolgen. Wir können sie daher nur versierten Bastlern empfehlen.

Je nach Hersteller und verbautem Autoradio können Schnittstellen für AUX oder USB schon vorhanden sein. Diese müssten in der Fahrgastzelle nur zugänglich gemacht werden. Der Umbau steht daher nicht allen Nutzern zur Verfügung. In der Regel lassen sich so USB und AUX nachrüsten. 

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Da wir hier nicht allgemein für alle Autos Handlungsempfehlungen geben können, verweisen wir Sie auf Ihre KFZ-Dokumente und -Anleitung. Finden Sie heraus, welches Radio von welchem Hersteller verbaut wurde. Bei älteren VW finden sich etwa häufig Blaupunkt-Radios. Bei alten Oberklassewagen von Audi kann Bose für den Sound sorgen. Nicht immer gibt es Nachrüstmöglichkeiten. Informieren, wenn Sie keinen FM-Transmitter nutzen wollen, schadet aber nicht.

Mit der Suchmaschine Ihres Vertrauens und der genauen Radiobezeichnung, die Sie um Suchbegriffe wie „USB nachrüsten“ oder „AUX nachrüsten“ erweitern, finden sich online diverse Anleitungen und Tutorials. Die sind deutlich besser auf Ihre individuellen Fahrzeugeigenschaften zugeschnitten, als wir hier allgemeingültig ausführen könnten. 

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