Notebook

Asus Vivobook S15 (S533EQ) im Test

2.3.2021 von Rainer Müller

Das Mittelklassemodell Vivobook S15 konnte bereits 2020 in unserem großen Ultrabook- Vergleich überzeugen. Wie schlägt sich die überarbeitete Version im connect-Testlabor?

ca. 2:25 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Asus Vivobook S15 (S533EQ) im Test
Asus Vivobook S15 (S533EQ) im Test
© Asus

Pro

  • sehr gut verarbeitetes Ultrabook mit hochwertigem Metallgehäuse
  • Intel Core i7 der 11. Generation
  • überragende, nochmals verbesserte System- und Grafikleistung
  • riesiger SSD-Speicher
  • vielfältige Anschlussoptionen inklusive Thunderbolt 4
  • beleuchtbare Tastatur mit separatem Nummernblock
  • Webcam per Funktionstaste deaktivierbar

Contra

  • keine biometrische Anmeldemöglichkeit
  • bescheidene Displayhelligkeit

Fazit

connect-Testurteil: sehr gut (438 von 500 Punkten)


87,6%

Als fleißiger connect-Leser kennen Sie das Vivobook S15 vielleicht. Das Mittelklassegerät von Asus konnte in unserem großen Ultrabook-Special 2020 den zum Teil deutlich teureren Konkurrenzprodukten den Testsieg in der Wertungskategorie Leistung wegschnappen – und es machte auch sonst eine gute Figur.

Schließlich ist es das bislang einzige Ultrabook unter 1000 Euro, das im standardisierten connect-Test die Gesamtnote „sehr gut“ ergattern konnte. Nun haben wir das Nachfolgemodell gleichen Namens unter die Lupe genommen.

Wie gehabt, handelt es sich beim Vivobook S15 um ein 15,6-Zoll-Gerät, das äußerlich weitgehend unverändert daherkommt. Das schicke, sehr gut verarbeitete Gehäuse besteht aus silbergrauem Aluminium, der Displaydeckel ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich.

Zahlreiche Schnittstellen

Der Preis unseres neuen Testgeräts liegt ein gutes Stück höher als beim Vorjahresmodell. Das liegt nicht an der Geldgier des Herstellers, sondern an der höherwertigen Ausstattung. So hat Asus dem Vivobook beispielsweise 16 GB Arbeitsspeicher und ein sattes Terabyte an SSDSpeicher verpasst – beides ist selbst bei deutlich teureren Mobilrechnern noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Eine wahre Freude ist auch die Vielfalt der Schnittstellen, die der Taiwaner mitbringt. An den Geräteseiten finden sich drei USB-Anschlüsse im klassischen Typ-A-Format (2x USB 2.0, 1x USB 3.2 Gen. 1) sowie ein multifunktionaler, ladefähiger USB-C-Steckplatz.

Er unterstützt den neuen Thunderbolt-4-Standard und ermöglicht damit nicht nur einen rasanten Datentransfer, sondern auch die Anbindung externer Bildschirme via Displayport – als Ergänzung des ebenfalls vorhandenen HDMI-Anschlusses. Ein microSD-Einschub gehört ebenso zur Standardausstattung wie die drahtlose Verbindung via Wi-Fi 6.

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Weitere Ausstattungsmerkmale, die positiv in Erinnerung bleiben, sind die mehrstufig beleuchtbare und mit einem separaten Nummernblock ausgerüstete Tastatur sowie das große und präzise arbeitende Touchpad. Kleine Schwächen leistet sich das Vivobook beim Display.

Dass der Bildschirmrand aus Kunststoff besteht, ist verschmerzbar, zumal er sehr schmal geraten ist. Die schwache Leuchtkraft des Full-HD-Screens ist allerdings nicht ganz zeitgemäß. Relativiert wird dieser Makel jedoch dadurch, dass das Display entspiegelt und daher auch in hellen Umgebungen nutzbar ist.

Wirklich vermisst haben wir die Möglichkeit einer biometrischen Windows-Anmeldung per Fingerabdruck oder über eine Infrarotkamera – ein Feature, das in dieser Geräteklasse inzwischen eigentlich zum Standard gehören sollte.

Makellose Performance

Der Hauptunterschied zum Vorjahresmodell ist die Recheneinheit. Das aktuelle Vivobook verfügt über eine hochwertige Intel-CPU aus der sogenannten Tiger-Lake-Serie. Der Quadcore-Prozessor i7-1165G7 hebt die ohnehin beeindruckende Systemleistung des Asus-Notebooks auf ein noch höheres Niveau.

Für Chiplieferant Intel ist es besonders wichtig, dass die im Herbst vorgestellte elfte Core-Generation ordentlich performt, denn der Halbleiterhersteller steht von zwei Seiten unter Druck:

Einerseits kratzt AMD mit seinen günstigeren Ryzen-Modellen am Kerngeschäft, andererseits verhagelt der Wechsel von Apple auf die eigene, ARM-basierte M1-Plattform Intel künftig seine Umsatzbilanz.

Testsiegel connect sehr gut
Testsiegel
© WEKA Media Publishing GmbH

Doch zurück zum Vivobook: Auch mit dem neuen Prozessor erringt der Mobilrechner im Bereich Systemleistung die maximale Punktzahl. Dank der in der aktuellen Modellgeneration verbauten Grafikeinheit, einer Nvidia GeForce MX350, gelingt dem S15 dieses Kunststück auch in der Kategorie Grafikperformance.

Damit das mobile Kraftpaket bei der Leistungsentfaltung nicht allzu heiß wird, muss es naturgemäß ordentlich gekühlt werden. Folgerichtig macht sich der Lüfter akustisch deutlich bemerkbar, allerdings nur während des Lastbetriebs.

Dank seiner außergewöhnlichen Leistung in Kombination mit der alles in allem überzeugenden Ausstattung und Ausdauer sowie der ordentlichen Handhabung verdient sich auch das überarbeitete Vivobook S15 die Verbalnote „sehr gut“ – mit deutlichem Punktezuwachs gegenüber dem Vorgängermodell. Da das neue Gerät mehr kostet, bleibt das überzeugende Preis-Leistungs-Verhältnis praktisch unverändert.

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