Testbericht

Blue-ray-Player Denon DVD 3800 BD

26.2.2009 von Redaktion connect und Raphael Vogt

Der Blue-ray-Player DVD 3800 BD (2000 Euro) von Denon überzeugt mit einem angenehm homogenem Bild und spielt gängige komprimierte Audioformate.

ca. 1:50 Min
Testbericht
  1. Blue-ray-Player Denon DVD 3800 BD
  2. Datenblatt
Blue-ray-Player Denon DVD 3800 BD
Blue-ray-Player Denon DVD 3800 BD
© Archiv
Blue-ray-Player Denon DVD 3800 BD
Je vier große Kondensatoren umzirkeln die D/A-Wandler Burr-Brown PCM 1796 (1) pro Kanalpaar. Der gesonderte 2-Kanal-Ausgang verfügt über aufwendigere Analogausgangsstufen (2).
© Archiv

Der Denon DVD 3800 BD sieht nur von vorne aus wie das Transport genannte BD-Laufwerk DVD 2500 BT (Heft 09/08). Ein Blick auf die Rückseite bestätigt, das hier mehr dran ist als nur eine einsame HDMI-Buchse, ganz im Gegenteil: Neben den digitalen S/P-DIF-Anschlüssen bietet er alle gängigen analogen Videosignalarten mit doppelten Component-Ausgängen, dazu doppelte Audio-Outs. Doppelt, weil es neben den besonders präzise angesteuerten, vergoldeten Stereo-Buchsen noch ein komplettes Oktett für die Surroundausgabe gibt. Der Rest der Ausstattung, also das eigentliche Laufwerk und die Decoder, gleichen wieder dem spartanischen Bruder.

Fast, denn zusätzlich verfügt der 3800 noch über eine aufwendigere Videosignalverarbeitung mit Realta-Chipsatz aus der HQV-Familie von Silicon Optix, den Denon-Fans bereits von den Top-DVD-Spielern kennen und lieben. Eine weitere Ergänzung stellen die integrierten Decoder für die HD-Audioformate von Dolby und DTS dar, auf die der Transport ebenfalls verzichtet. Das einzige, das ein Anwender vermissen könnte, wäre ein Netzwerkanschluss und das Blu-ray-Profil 2.0, also die Möglichkeit, zu bestimmten Scheiben weiterführende Informationen und Inhalte direkt über das Internet in den Player zu laden. Dafür bietet er als einziger einen praktischen SD-Kartenleser für komprimierte Musik und JPEG-Fotos, die er auch flott in HD anzeigt.

Blue-ray-Player Denon DVD 3800 BD
Der gesonderte 2-Kanal-Ausgang verfügt über aufwendigere Analogausgangsstufen und auch highendigere Cinchbuchsen.
© Julian Bauer

Ein Duo von Analog Devices' SHARC-Prozessoren kümmert sich mit geteilten Aufgaben um das gesamte Tonsignal. Der erste Hai decodiert und interpoliert geringer aufgelöste Audiodaten auf 24 Bit; der zweite werkelt am Postprocessing, etwa am Bassmanagement. Ein nachgeschaltetes FPGA (Field Programmable Gate Array) sorgt mit seinem ultrapräzisen Taktgeber für das Upsampling auf der Zeitachse bis zu 192 kHz und das Re-Clocking, die Zeitsynchronisation aller Audiobausteine im Player.

Im Testraum musste die komplexe Technik zeigen, was sie wert ist. Wie nicht anders zu erwarten, verrichtete die HQV-Mimik ganze Arbeit bei der Aufbereitung von DVD- und BD-Videos, erzeugte stabile Vollbilder und skalierte knackscharf und rauscharm alle Auflösungen für den Full-HD-Projektor. So zeigte der DVD 3800 BD die Live-BD der Toten Hosen mit anspruchsvollem, hektischem 1080i-Bild so vollendet neutral und ehrlich wie ein guter Studiomonitor. Fordern die "Hosen" das Bildprocessing, taugen sie allerdings nicht für den Hördurchgang. Von CDs klang der Denon präzise und fein, aber im Vergleich mit Pioneer und Sony etwas arm an Körper. Mit erhöhter Auflösung und Surroundausgängen von Ramsey Lewis'"They Can't Take That Away From Me" in Dolby True HD spielte der 3800 genauso sauber und fein, aber alles wirkte, als habe jemand einen zarten Tüll über die Lautsprecher geworfen.

Denon DVD 3800 BD

Denon DVD 3800 BD
Hersteller Denon
Preis 2000.00 €
Wertung 105.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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