Convertible

Dell XPS 13 2-in-1 (9310) im Test

7.4.2021 von Rainer Müller

Mit dem XPS 13 in der 2-in-1-Variante holte sich Dell bereits 2020 die Krone unserer Ultrabook-Bestenliste. Kann der Nachfolger 2021 im Test mithalten?

ca. 2:35 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Dell XPS 13 2-in-1 (9310)
Dell XPS 13 2-in-1 (9310)
© Dell

Pro

  • ultrakompaktes 360-Grad-Convertible im klassischen XPS-Design
  • hochwertig verarbeitetes und extrem stabiles Gehäuse
  • hervorragende System- und Grafikleistung
  • brillantes 4K-Display mit adaptiver Helligkeitsregelung
  • zwei Thunderbolt-4-Ports
  • sehr flotte SSD
  • zweifache biometrische Windows-Anmeldung
  • tolle Eingabegeräte

Contra

  • aktiver Stift nur gegen Aufpreis
  • kein Mobilfunkmodem

Fazit

connect Testurteil: sehr gut (462 von 500 Punkten)


92,4%

Die mediale Aufmerksamkeit ist Dell jedes Mal sicher, wenn ein neues Modell der XPS-Serie vorgestellt wird. Schließlich hat sich das kompakte Ultrabook mit der markanten Keilform über die Jahre hinweg nicht nur einen gewissen Kultstatus erarbeitet, sondern regelmäßig auch Spitzenplätze in diversen Bestenlisten – da macht connect keine Ausnahme. Seit 2017 ist der Mobilrechner zudem als flexibles Convertible mit 360-Grad-Scharnier erhältlich – und damit noch flexibler und vielseitiger nutzbar.

Vor diesem Hintergrund waren wir sehr gespannt auf das runderneuerte XPS 13 2-in-1 in der Modellversion 9310. Rein äußerlich kommt das Hybridgerät gegenüber dem Vorgänger weitgehend unverändert daher. Wie gehabt besteht die Hülle aus mattem, silberfarbenem Aluminium, die Handauflage im traditionellen Karomuster ist entweder schwarz und aus Karbonfaserstoff gefertigt oder – und das ist neu – aus weiß lackiertem Glasfasergewebe.

Wir waren schon immer davon fasziniert, wie es Dell beim XPS gelingt, dem kompakten Mobilrechner eine solch außergewöhnliche Robustheit zu verpassen. Das gilt auch für das überarbeitete Convertible, insbesondere für den höchst verwindungssteifen Displaydeckel, der in der 2-in-1-Variante beim kompletten Umklappen deutlich stärker beansprucht wird als ein normaler Laptop beim Auf- und Zuklappen.

Fantastisches Display

Apropos Display: Der 13,4-Zoll- Touchscreen löst mit einem Seitenverhältnis von 16:10 in UHD+ auf und enthält damit noch fast eine Million Pixel mehr als die Standard-4K-Auflösung. Auch in puncto Farbtiefe und Kontrast lässt der Bildschirm keine Wünsche offen. Verblüffend ist zudem, dass das sehr helle Hochglanzdisplay praktisch spiegelungsfrei daherkommt. Der Touchscreen lässt sich sehr präzise mit den Fingerspitzen steuern, noch akkurater gelingt dies per Stift. Wer glaubt, dass dieser bei einem Verkaufspreis von über 2.000 Euro zum festen Lieferumfang gehört, sieht sich allerdings getäuscht, denn Dell verlangt für seinen batteriebetriebenen Active Pen stolze 126 Euro Aufpreis.

Weniger vermisst haben wir einen fest verbauten USB-A-Anschluss, denn der Hersteller legt einen passenden Adapter bei. Überhaupt ist die Schnittstellenversorgung weniger spartanisch, als man zunächst meinen könnte. Die zwei ladefähigen USB-C-Ports unterstützen jeweils Intels neuen Thunderbolt-4-Standard, der ultraschnelle Datenverbindungen und eine umfassende Konnektivität ermöglicht. Ein Kartenleser ist ebenfalls an Bord.

Nichts auszusetzen gibt es auch an den Eingabegeräten: Auf der großartigen Tastatur mit ihren klaren Druckpunkten lässt sich höchst angenehm tippen, das große Touchpad arbeitet so präzise wie kein zweites. Oben rechts ins Keyboard integriert ist der Einschaltknopf, der gleichzeitig den Fingerabdrucksensor beherbergt. Eine weitere Option der biometrischen Anmeldung bietet die neu hinzugekommene Infrarotkamera zur Gesichtserkennung.

Mehr Grafik-Performance

Die 512 GB fassende SSD – in dieser Preisklasse dürften es gern etwas mehr sein – arbeitet in der neuen Version des Convertibles deutlich schneller als gehabt. Der Arbeitsspeicher ist nach wie vor mit standesgemäßen 16 GB bestückt, er taktet nun aber mit 4.267 MHz (vorher waren es 3.733).

Die massivste Veränderung gegenüber dem Vorgänger – und der eigentliche Anlass des Upgrades – besteht jedoch in dem verbauten Chipsatz. Zum Einsatz kommt nun ein Core-SoC vom Typ i7-1165G7 aus Intels elfter Prozessorgeneration. Und diese CPU macht ordentlich Dampf. Zum System gehört auch die integrierte Grafikeinheit Iris Xe Graphics, der wir gegenüber der letzten Produktgeneration deutliche Fortschritte in puncto Performance attestieren können.

Für Profi-Gamer ist das XPS 13 2-in-1 nach wie vor keine Option, aber normale Alltagsaufgaben bewältigt die Recheneinheit so locker, dass der Lüfter nur selten zum Einsatz kommt. Die Akkulaufzeit beträgt im Lastbetrieb rund viereinhalb Stunden – ein ordentlicher Wert, denn beim bloßen Surfen oder Videoschauen hält der Energiespeicher wesentlich länger durch.

Testsiegel connect sehr gut
Testsiegel
© WEKA Media Publishing GmbH

Fazit

Um die Ausgangsfrage zu beantworten: Trotz kleinerer Schwächen ist Dell mit dem neu aufgelegten XPS 13 2-in-1 wieder ein großer Wurf gelungen, der erneut mit der Spitzenposition in unserer Ultrabook-Bestenliste belohnt wird.

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