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Testbericht

DVD-Player Pioneer DV 490

Von seinen eigenen D/A-Wandlern klangen Stimmen angestrengt, der Bass kraftlos. Der Pioneer DV 490 (130 Euro) ist also für den HDMI-Anschluss optimiert.

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DVD-Player Pioneer DV 490

Bei Pioneer herrscht das Baukastenprinzip: Das gemeinsame Herz aller preiswerten Player ist ein gigantischer DVD-Prozessorchip. Die etwas teureren Modelle geben DVD-Audio und SACD wieder; der DV 490 ist für 130 Euro einer der der günstigsten rassereinen DVD-Player im Test.

© Julian Bauer

Im Pioneer DV 490 übernimmt ein gigantischer Prozessorchip (Mitte) die Decodierung der Audio- und Videoformate, ein zweiter (Pfeil) kümmert sich um das Scaling.

Er begnügt sich mit einem schlichten Kunststoffgehäuse. Auf die praktischen Schaltwippen zum Entern des Set-up- oder Disc-Menüs wollte Pioneer aber nicht verzichten. Er gibt unter anderem MP3, WMA, JPEG und DivX wieder. Die Untugend, im HDMI-Betrieb alle anderen Ton- und Bildleinen zu kappen, ist dem Pioneer eigen. Und nach dem Druck auf den Einschaltknopf vergehen gut fünf Sekunden, bis er aus dem Standby-Schlummer erwacht.

Progressive Scan überlässt man lieber dem Beamer; der verrechnet die Halbbilder fehlerärmer zu Video mit voller Zeilenzahl.

Bestes analoges Video zeigte der DV 490 über Scart (RGB). Wer die Möglichkeit hat, sollte ihn dennoch über HDMI  mit dem Receiver verbinden. Dann ist auch beim Ton die Welt in Ordnung, auch mit CDs.

Von seinen eigenen D/A-Wandlern klangen Stimmen etwas angestrengt, der Bass etwas wummerig und kraftlos. Der Pioneer ist also für den HDMI-Anschluss optimiert.

Pioneer DV 490

Pioneer DV 490
Hersteller Pioneer
Preis 130.00 €
Testverfahren 1.0

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