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Testbericht

Endstufe Cambridge 840W

Cambridge wagt sich an eine ernsthaft audiophile Schaltung und lässt die Gegentakt-Endstufe des 840_W bei kleinen Leistungen  zum Eintakter mutieren. Die englischen Entwickler haben sich dazu eine raffinierte Schaltung ausgedacht, die das elektrische Spielfeld der beiden Halbleiter-Teams durch eine zusätzliche Stromquelle im Endstufen-Ausgang so verschiebt, dass die Musik zunächst, statt  um die Mittellinie zu schwingen, effektiv nur in einer Hälfte spielt.

  1. Endstufe Cambridge 840W
  2. Datenblatt
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© Archiv

Zusätzliche Effizienz gewinnt diese "Class XD" (für Crossover Displacement, also Verschiebung des Übergangspunkts) getaufte Technik, indem sie das Ausmaß der Verschiebung signalabhängig anpasst. So soll sie über den ganzen Leistungsbereich niedrigste Verzerrungen garantieren, bei gleichzeitig noch akzeptabler Energie-Effizienz und bezahlbarem Konstruktions- und Kühlungsaufwand.

Unterm Strich verheizen Cambridge und Vincent mit ihren Endstufen im Ruhezustand exakt gleich viel Strom: 175 Watt. Auch in ihrer Maximalleistung liegen sie nicht weit auseinander - in beiden Fällen mehr als genug, um die Basslinie auf "Mr. Titz (The Revelator)" von Shalabi Effect ("The Trial Of St. Orange"; auf www.alien8recordings.com auch als FLAC-Download) mit ungebremster Brutalität in den Hörraum zu blasen. Und zwar auch dann, wenn ernsthaft hungrige Boxen wie die Revel Performa F52 zu füttern waren.

Während das Stück mit Loops von Sam Shalabis Oud, rasendem Tabla-Geklöppel und schließlich kantig-energischen Breakbeats Runde um Runde mehr Fahrt aufnahm, zeigten auch die Endstufen immer deutlicher ihren jeweiligen Charakter: Die samtwarme Cambridge 840_W wahrte selbst in den dissonanten, chaotischen Passagen und auch bei Live-Pegeln jene distinguierte Eleganz und Zurückhaltung, die das Klischee von einem englischen Verstärker erwarten würde, und die man dennoch nur in Ausnahmefällen findet.

Cambridge 840W

HerstellerCambridge
Preis2000.00 €
Wertung100.0 Punkte
Testverfahren1.0

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