Zum Inhalt springen
Technik. Tests. Trends.
VG Wort Pixel
IP-Sicherheitskamera

Arlo Pro 6 im Test

Die sechste Generation der bekannten Arlo-Kameras bietet Neues vor allem im Detail. Unverändert bleibt das fast obligatorische Abo. Hier unser Test.

Autor: Hannes Rügheimer • 5.3.2026 • ca. 1:35 Min

Online-Siegel
Sehr gut
IP-Sicherheitskamera
ArloPro 6
März 2026 Zum Produkt
Arlo Pro 6 im Test
Sechste Generation: Äußerlich unterscheidet sich die Arlo Pro 6 nur in Nuancen von ihren Vorgängern. Neues gibt es im Innenleben und vor allem in der Cloud.
© Arlo
Frag’ die KI

Im Sortiment des US-Anbieters Arlo, der einst aus Netgear ausgekoppelt wurde, steht die „Pro“-Serie tatsächlich für die gehobene Mittelklasse – denn darüber sind noch die „Ultra“-Modelle positioniert. Mit 200 Euro UVP ist die Pro 6 dennoch kein Schnäppchen, zumal sich ihre Optik auf di...

Pro

  • Sehr gute Bild- und Tonqualität
  • Nachtsicht per Infrarot oder auch in Farbe
  • recht hohe Akkukapazität
  • auch outdoortauglich
  • Gegensprechen und Geräuscherkennung
  • Wi-Fi 5 auf 2,4 und 5 GHz
  • Alexa, Google, SmartThings
  • Laute Sirene

Contra

  • Keine lokale Aufzeichnung – zum Speichern SmartHub oder Cloud-Abo erforderlich
  • KI-Erkennung und andere Funktionen nur im Abo

Fazit

Die Arlo Pro 6 liefert gute 2K+-Bildqualität, großen Blickwinkel und flexible Nutzung, bleibt technisch aber ohne echte Highlights. Viele wichtige Funktionen gibt es nur im teuren Cloud-Abo – ohne dieses ist der Funktionsumfang deutlich eingeschränkt. Insgesamt solide, aber kein günstiges Vergnügen. connect-Urteil: sehr gut (439 von 500 Punkten)

87,8%

Im Sortiment des US-Anbieters Arlo, der einst aus Netgear ausgekoppelt wurde, steht die „Pro“-Serie tatsächlich für die gehobene Mittelklasse – denn darüber sind noch die „Ultra“-Modelle positioniert. Mit 200 Euro UVP ist die Pro 6 dennoch kein Schnäppchen, zumal sich ihre Optik auf die sogenannte 2K+-Auflösung von 2560 x 1440 Pixel beschränkt und es keine Motorik gibt. Dafür ist der Bildwinkel mit 160° recht groß, und das Kamerabild lässt sich bis zum Faktor 12 digital zoomen. Nachsicht gibt es per Infrarot oder LED-Beleuchtung.

Arlo Pro 6 im Test: App Screenshot
Breitbild: Der große Bildwinkel von 160° bietet auch ohne Motorik viel Übersicht, Zoomen kann man bis zu Faktor 12.
© Hannes Rügheimer

Für autarken Betrieb sorgt ein Akku mit 5655 mAh. Wie lange eine Ladung des Energiespeichers durchhält, hängt von der Nutzungshäufigkeit ab – mehrere Monate sollten bis zum nächsten Nachladen auf jeden Fall drin sein.

Je nach Einsatzort, der bei den Arlo-Kameras sowohl indoor als auch outdoor angesiedelt sein kann, ist auch eine Speisung per USB-C-Kabel möglich. Letzteres wird mitgeliefert, ein Netzteil aber nicht. Für die Verbindung zu Heimnetz und Internet setzt Arlo auf das etwas ältere Wi-Fi 5 – dies aber auf 2,4 wie auch 5 GHz. In der praktischen Anwendung bringt dies gegenüber dem neueren Wi-Fi 6 kaum Nachteile – allenfalls bei schwacher Netzversorgung wäre moderneres WLAN hilfreich.

Online-Siegel
Sehr gut
IP-Sicherheitskamera
ArloPro 6
März 2026 Zum Produkt

Abo fast zwingend

Mikrofon und Lautsprecher unterstützen Gegensprechen und auch Geräuscherkennung. Vielseitig ist auch die Unterstützung von Dritt-Plattformen: Arlo kooperiert mit Alexa, Google Assistant und Samsung SmartThings. Typisch für den Anbieter ist allerdings auch, dass eine lokale Speicherungsoption fehlt, sofern man nicht einen „SmartHub“ aus dem Arlo- Zubehörsortiment ergänzt (130 Euro zuzüglich Speichermedium).

Am liebsten möchte Arlo seine Kunden jedoch in sein Cloud-Abo locken. Auch dieses ist mit 20 Euro/Monat bzw. 200 Euro/ Jahr nicht gerade billig, bietet dafür aber viele Funktionen. Dazu zählt etwa die KI-Erkennung von Personen, Fahrzeugen sowie Paketen vor der Haustür, die es bei Arlo ausschließlich im Abo gibt.

In der aktuellen Generation wurden diese Erkennungsmechanismen zudem um die Identifikation von entstehenden Brandherden erweitert. Auch Aktivitätszonen bei der Bewegungserkennung bietet Arlo nur als Teil des Abos. Immerhin: Einmal abonniert, lassen sich bis zu 20 Kameras in der Arlo-Cloud anmelden. Zudem enthält das Abo eine Diebstahlversicherung, die gestohlene Kameras gratis ersetzt. Ohne Abo bietet auch das Pro-Modell aber nur Basisfunktionen.

Technische Details & Testergebnisse: Arlo Pro 6

IP-Kameras
MarkeArlo
ModellPro 6
unverbindliche Preisempfehlung (Euro)200
Infos im Internetwww.arlo.com/de
AUSSTATTUNG
geeignet fürIndoor/Outdoor
StromversorgungAkku 5655 mAh
motorisch schwenken/neigen-/-
Zoom+ (bis zu 12-fach, digital)
Infrarot-LEDs (Nachtsicht-Modus)/Video-Licht+/+
Kameraauflösung/Blickwinkel2560 x 1440/160°
IR-Cut-Filter (Gegenlicht-Filter)+
Mikrofon/Lautsprecher+/+
Onboard-Speicher
Bewegungserkennung/mit Zonen/Geräuscherkennung+/+/+
KI-ErkennungPers., Tiere, Fahrz., Pakete (nur Abo) Benachrichtigungsfunktionen,Push-Mitteilung über App
FTP-Upload/Cloud-Recording/zeitsteuerte Überwachung-/+/+
KOMMUNIKATION/BEDIENUNG
Ethernet/WLAN (Standard)/2,4 GHz/5 GHz-/+ (Wi-Fi 5)/+/+
WLAN-VerschlüsselungWEP/WPA/WPA2
App (Betriebssysteme)iOS, Android
Privatsphäre überSoftware
Ersteinrichtung überApp
Alexa/Google Assistant/IFTTT+/+/+
Messwerte
gemessener Stromverbrauch4 Watt
Testergebnisse
AUSSTATTUNG max. 250200
KONFIGURATION/STROMVERBR. max. 10096
LOKALE TOOLS: FUNKTIONEN max. 4040
LOKALE TOOLS: BEDIENUNG max. 3533
APPS: FUNKTIONEN max. 4040
APPS: BEDIENUNG max. 3530
URTEIL max. 500439 - sehr gut
Annke FCD800 im Test