Das kann die Multimedia-Steuerzentrale

Amazon Fire TV Cube im Test: Potenter Streaming-Mediaplayer mit Echo-Funktionalität

Der Fire TV Cube bringt im Test Streaming-Dienste sowie Alexa auf den TV und kann auch Smart-Home-Geräte steuern. Wir haben uns die Box genauer angeschaut.

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© Amazon

Zauberwürfel: Mit dem Fire TV Cube kann Alexa partiell den Fernseher steuern.

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EUR 119,99

Pro

  • Hexa-Core-Prozessor
  • spielt 4K-Ultra-HD-Inhalte
  • Dolby Vision, HDR, HDR10+, Atmos
  • kann Smart-Home-Geräte steuern
  • Miracast zur Spiegelung von Handydisplays

Contra

  • steuert Fernseher nicht wirklich autonom per Sprache

Fazit

Wer seinen Fernseher mit Streaming-Angeboten versorgen und sich einen Echo zur Steuerung von Smart-Home-Geräte sparen möchte, findet hier eine empfehlenswerte Lösung. Wenn man nur streamen will, reicht auch der halb so teure Fire TV Stick 4K.
Gut

Mit dem Fire TV Stick und dessen 4K-Version bietet Amazon schon länger eine Möglichkeit, den vorhandenen Fernseher mit smarten Funktionen aufzupeppen. Nun hat der Onlinehändler den Fire TV Cube vorgelegt, der mit 120 Euro doppelt so viel kostet wie der 4K-fähige Stick. Was kann der schwarze Würfel besser?

Ruckelfreies UHD-Vergnügen

Zunächst erfordert er Investition in Zubehör: Während die Fire TV Sticks direkt in einen HDMI-Anschluss des Fernsehers gesteckt werden, muss man den Fire TV Cube mit einem eigenen HDMI-Kabel anstöpseln – im Lieferumfang findet sich keines. Wer den Fire TV Cube über einen HDCP-2.2-Eingang anschließt, kann alle Vorteile von 4K Ultra HD genießen, braucht allerdings ein zertifiziertes Highspeed-Kabel für den optimalen Komfort. Für die nötige Rechenpower, um UHD-Inhalte ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern, sorgt ein Hexacore-Prozessor, dem 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. 

Ein Netzkabel zur Stromversorgung liegt bei, die Strippe ist allerdings nicht besonders lang. Zudem ist der Stecker sehr dick, was in Mehrfachsteckdosen schwierig werden könnte. Ebenfalls im Karton: Eine IR-Verlängerung für versteckt stehende Geräte wie etwa Satelliten- oder AV-Receiver, ein USB-Ethernet-Adaper für den Anschluss an eine LAN-Buchse (optional, wenn kein WLAN zur Verfügung steht), eine Fernbedienung sowie Batterien. Die einzulegen, war allerdings schwierig. Erst als wir oben in der Abdeckung der Rückseite einen schmalen Messerrücken zu Hilfe nahmen, konnten wir diesen nach unten schieben. Und eine Bitte: Verpackt doch die einzelnen Komponenten nicht nochmal in Plastik – der stabile Karton reicht vollkommen. 

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© Amazon

Bis auf ein HDMI-Kabel ist der Lieferumfang komplett – sogar eine IR-Verlängerung für versteckt stehende Geräte liegt bei.

Der Aufstellort ist etwas eingeschränkt: Der Fire TV Cube muss freistehend mit der Vorderseite auf den Sitzplatz des Zuschauers oder die Raummitte ausgerichtet sein und 30 bis 60 Zentimeter Abstand zu jeglichen Lautsprechern haben (die des Fernsehers eingeschlossen).   

Einfache Installation

Die Einrichtung funktioniert dank Sprach- und Menüführung auf dem TV sehr einfach. Dabei fragt der Cube auch ab, ob man eine Soundbar benutzt und bindet diese mit mehreren Tontests ein. Hierbei bietet das Bildschirm-Menü eine enorme Auswahl an kompatiblen Marken. Statt einer Soundbar lassen sich auch AV-Receiver mit Alexa nutzen. Musik von Amazon Music oder Spotify kann man per Sprache starten. Und wenn Alexa mal nicht zuhören soll: Auf der Oberseite des Cube gibt es vier Tasten, von denen eine das Mikrofon auf Wunsch stumm schaltet. 

Ist alles erledigt, lässt sich der Fernseher über Alexa auf Zuruf ein- und ausschalten. Auch die Lautstärke kann man per Stimme regulieren – wir empfanden die Sprünge aber als zu heftig. Zwar kann man die Stufen im Einstellungsmenü (auf der Startseite oben ganz rechts) feiner definieren, aber so dosiert wie mit der Fernbedienung konnten wir den Ton im Praxistest nicht regulieren. Der Fire TV Cube besitzt auch einen eigenen Lautsprecher, doch für mehr als Auskünfte reicht dessen Qualität nicht. Die Stimmerkennung funktioniert dank acht verbauter Mikrofone gut und auch aus größerer Entfernung.

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© Amazon

Macht den Fernseher smart: So sieht der Fire TV Cube im Einsatz aus.

Sprachbedienung – und ihre Grenzen

Und wie weit reicht die Macht von Alexa? Am besten funktioniert die Sprachsteuerung bei Inhalten von Amazons Streaming-Dienst Prime – diese starten meist zuverlässig auf Zuruf. Auch etliche Apps wie Netflix, Das Erste, Zattoo oder Arte lassen sich so aktivieren (wenn man sie zuvor heruntergeladen hat). Um darin den gewünschten Inhalt auszuwählen, muss man aber doch wieder die Fernbedienung nutzen. Youtube-Clips sind ebenfalls per Alexa erreichbar – was wirklich hilfreich ist. Auch auf Satelliten-Receiver von Sky und MagentaTV switcht Alexa und schaltet direkt in das angefragte Live-Programm.

Wer das reguläre Fernsehprogramm über Antenne, Kabel oder Satellit empfängt, muss dagegen per Fernbedienung auf den entsprechenden Kanal umschalten.

Fazit

"Mit Fire TV Cube können Sie die Fernbedienung aus der Hand legen" – dieses Versprechen von Amazon können wir so nicht unterschreiben. Ganz ohne kommt man auch beim Fire TV Cube nicht aus. Die Sprachbedienung ermöglicht zwar vieles, ist aber noch ausbaufähig. Hier wird Amazon mit Sicherheit liefern. Wer in erster Linie Streaming-Angebote auf den Fernseher holen will, ist mit einem günstigeren Stick ausreichend gut bedient. Wer zusätzlich Alexa-kompatible Smart-Home-Geräte kommandieren will und sich keinen Echo ins Wohnzimmer stellen möchte, bekommt eine kompakte, leistungsfähige  Lösung. 

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