Google Pixel Buds die zweite Generation

Google Pixel Buds A-Series im Praxistest: Preisbrecher

Die zweite Generation der Pixel Buds bietet keine bahnbrechenden technischen Neuerungen, überrascht aber mit einem niedrigen Preis von 99 Euro. Connect hat die Pixel Buds A-Serie ausprobiert.

© Hersteller

Die Pixel Buds sind die neuen True Wireless In-Ears von Google.

Pro

  • hochwertige Verarbeitung mit mattem Kunststoff
  • sehr guter Sitz dank Gummifinne
  • In-Ears sind sehr handlich und schließen bündig mit dem Ohr ab
  • Einfache Smartphone-Kopplung und präzise Steuerung
  • Direktanbindung an Google Translate für Instant-Übersetzungen direkt ins Ohr
  • präziser und verzerrungsarmer Klang

Contra

  • ANC fehlt
  • App bietet geringe Funktionstiefe
  • Kein hoher IP-Schutz

Die erste Generation der Pixel Buds wurde im Oktober 2019 vorgestellt und kostete satte 199 Euro. Mehr als anderthalb Jahre später folgt nun die neue Pixel Buds A-Serie – und die ist mit 99 Euro nur noch halb so teuer.

Dafür muss der Nutzer auf kabelloses Aufladen via Qi verzichten, das Case tankt "nur" über USB-C nach. Davon abgesehen hat sich praktisch nichts geändert: Google hält am eigenwilligen Design der In-Ears mit den Gummifinnen fest, was einen guten Halt im Ohr gewährleistet. Die Haptik mit dem matten Kunststoff ist griffig und sehr hochwertig, so wie man es von vielen Google-Produkten gewohnt ist. Das Case schließt hier nahtlos an, es ist genauso groß und schwer wie die Vorgängergeneration. Google verkauft die Pixel Buds A-Series in zwei Farben, clearly white und dark olive.

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Die Google Pixel Buds A-Series sind in "dark olive" und in "clearly white" erhältlich, oben ist die olivgrüne Variante zu sehen.

App und Steuerung

Die Bluetooth-Kopplung gelingt außerordentlich gut: Man installiert die App "Pixel Buds", öffnet das Case, fertig. Die App überzeugt mit einer schlichten und modernen Optik, gut gefallen haben uns die separate Ladestandsanzeige für die beiden Stecker und das Case und die deaktivierbare Trageerkennung. Außerdem kann man die Buds anpingen, wenn man sie verloren oder verlegt hat. Wer tiefer einsteigt stellt allerdings fest, dass der Funktionsumfang (wie bei den Vorgängern) bescheiden ist. Es gibt keinen Equalizer, nur die Optionen „Bassverstärkung“ und „automatische Klanganpassung“, und auch die Steuerung über Tipper auf die Außenseiten lässt sich nicht anpassen. Immerhin: Die Bedienung klappt in der Praxis sehr gut und präzise, besser als bei anderen True Wireless In-Ears.

© Hersteller/connect

Die App "Pixel Buds" ist die Steuerzentrale auf dem Smartphone. Die moderne und schlichte Optik gefällt, allerdings kann man die Touch-Bedienung nicht anpassen (mitte) und es fehlt ein Equalizer (rechts).

Über einen längeren Tipper auf einen der Earbuds kann man den Google Assistent aufrufen, andere Sprachassistenten bleiben ausgesperrt. Ein besonderes Google-Feature ist die einfache Anbindung an Google Translate und die Instant-Übersetzung aus 40 Sprachen direkt ins Ohr: Es reicht zu sagen „Hey Google, hilf mir, Spanisch zu sprechen“ und der Modus wird aktiviert. In der Praxis klappt das sehr gut!

Schwächen

Leider verzichtet Google auf eine aktive Geräuschunterdrückung, was angesichts des Preises und des Gesamtpaketes aber verschmerzbar ist. Ebenfalls zu kritisieren ist der schwache Wasserschutz nach IPX4 – das ist nur Spritzwasserresistenz.

Klang

Sehr gut ist die klare und verzerrungsarme Wiedergabe, im Stimmbereich und in den Höhen, für unseren Geschmack sind die Höhen sogar zu stark betont. Das liegt aber auch daran, dass in den Mitten etwas Volumen fehlt. Der Bass dagegen ist kraftvoll, aber nur, wenn man die Bassverstärkung in der "Pixel Buds" App aktiviert.

Fazit: Guter Deal

Der Verzicht auf ANC wiegt schwer, denn immer mehr In-Ears auch in dieser Preisklasse sind damit ausgestattet. Google schnürt aber ein attraktives Gesamtpaket, denn in puncto Haptik, Tragekomfort und Bedienung machen die Buds A-Series eine gute Figur. Hinzu kommt die enge Anbindung an den Google Assistant mit direkter Übersetzungsfunktion. Wer bereits mit dem smarten Assistenten von Google unterwegs ist, ist hier genau richtig.

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